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An der Hunte entsteht mehr Platz für Amphibien

Land und Umweltstiftung fördern die Renaturierung in der Aue in Goldenstedt. Rund 175 Hektar werden mit 90 Kleingewässern aufgewertet.

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Der Schlamm muss raus: Im Rahmen des Artenschutzprojektes rücken die Bagger an. Foto: Naturschutzring Dümmer/Apfelstaedt

Der Schlamm muss raus: Im Rahmen des Artenschutzprojektes rücken die Bagger an. Foto: Naturschutzring Dümmer/Apfelstaedt

Die Huntetalaue in Goldenstedt soll Amphibien wie der Kreuz- und Knoblauchkröte wieder als Laichhabitat dienen und eine Rückkehr der Population in hiesige Gewässer fördern. Daher wird die circa 175 Hektar große Flächenkulisse mit 90 Kleingewässern unterschiedlicher Größe und Form aufgewertet und wiederhergestellt. Diese wurde durch den Landkreis Vechta bereits seit den 1990er-Jahren im Rahmen eines Naturschutzprojektes zur Renaturierung der Huntetalaue erworben. Gefördert wird das Projekt durch das Land Niedersachsen sowie der Bingo-Umweltstiftung, die seit über 30 Jahren Projekte im Bereich der Biodiversität und Biotopvernetzung finanziell fördert. Die Umsetzung des Projektes erfolgt seitens des Naturschutzringes Dümmer in enger Abstimmung mit der Unteren Naturschutzbehörde des Landkreises Vechta.

Artenschutzprojekt endet im Frühjahr 2021

Der Beginn der Sanierung der Gewässer erfolgte 2019. Ziel war es, so heißt es in einer Mitteilung des Landkreises, den Lebensraum der Amphibien durch Aufwertung und Vernetzung zu stabilisieren und den Arten eine Rückkehr in das Gebiet zu ermöglichen. Bis jetzt konnte die Entschlammung von rund 35 Kleingewässern fertiggestellt sowie beschattende Gehölze entfernt werden. Schilf und Gebüschgruppen für Kleinvögel sowie bereits vorhandene Unterwasser- und Schwimmblattvegetationen wurden zur Laichablage der Knoblauchkröte erhalten. Das Artenschutzprojekt endet im Frühjahr 2021. Durch die Sanierung der Kleingewässer im Bereich der Huntetalaue und die finanzierte Projektförderung durch die Bingo-Umweltstiftung sowie das Land Niedersachsen wurden für die Amphibien wieder optimale Voraussetzungen geschaffen.

85 Prozent der Kosten des gesamten Projektvorhabens inklusive der Personalkosten übernimmt die Bingo-Umweltstiftung, sofern es nicht in Natura 2000 Gebieten liegt. Der verbleibende Eigenanteil von 15 Prozent wird mithilfe einer Projektbeteiligung im Rahmen der Planung und Umsetzung von IP-LIFE Atlantische Sandlandschaften durch das Niedersächsische Umweltministerium finanziert. So ist die Finanzierung des Artenschutzprojektes des Naturschutzrings Dümmer in der Huntetalaue bei Goldenstedt zu 100 Prozent gesichert.

Frank Apfelstaedt vom Naturschutzring Dümmer (Mitte links) und Holger Schürstedt vom Landkreis Vechta (Mitte rechts) zeigen dem IP-LIFE-Team (von links: Thomas Kutter, Leonie Braasch) ein für Amphibien hergerichtetes Schlatt. Foto: Landkreis VechtaFrank Apfelstaedt vom Naturschutzring Dümmer (Mitte links) und Holger Schürstedt vom Landkreis Vechta (Mitte rechts) zeigen dem IP-LIFE-Team (von links: Thomas Kutter, Leonie Braasch) ein für Amphibien hergerichtetes "Schlatt". Foto: Landkreis Vechta

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