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An der Hufeisenstraße gilt jetzt Tempo 50

Das Verkehrsaufkommen an der Hufeisenstraße in Mühlen sei hoch, die Geschwindigkeit der Fahrzeuge nicht zu rechtfertigen, kritisierten Anwohner. Jetzt hat die Gemeinde Steinfeld reagiert.

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Es hat sich etwas getan an der Hufeisenstraße in Mühlen. Dort gilt jetzt Tempo 50. Foto: dpa/Gollnow

Es hat sich etwas getan an der Hufeisenstraße in Mühlen. Dort gilt jetzt Tempo 50. Foto: dpa/Gollnow

Nach der Diskussion um die Verkehrssituation in einigen Straßen in Mühlen hat die Gemeinde Steinfeld reagiert: Auf der Hufeisenstraße gilt ab sofort Tempo 50 als Höchstgeschwindigkeit. Dieses Tempolimit sei vom Landkreis Vechta genehmigt und schon umgesetzt worden, teilte die Gemeindeverwaltung am Dienstag mit.

Durch die Erneuerung des Brückenbauwerks auf der Lohner Straße (Landesstraße 846) ist die wichtige Verkehrsachse zwischen Lohne und Steinfeld gesperrt. Statt die offiziellen Umleitungsstrecken zu nutzen, suchen sich viele Verkehrsteilnehmer deshalb Abkürzungen in und um Mühlen. Wie auch auf der Hufeisenstraße. Diese werde täglich von mehr als 2000 Fahrzeugen genutzt, wie eine Verkehrszählung ergeben habe, sagte Ordnungsamtsleiter Stephan Honkomp. Die Straße befindet sich zwar außerhalb geschlossener Ortschaft, aber aufgrund der derzeitigen Beschaffenheit der Straße sei die vorherige Geschwindigkeitsreduzierung von Tempo 100 auf Tempo 70 nicht ausreichend.

In der vergangenen Woche hatte die Gemeinde Steinfeld auf Nachfrage, wie sich die Verkehrssituation auf der Hufeisensstraße und anderen Straßen möglicherweise verbessern könnte, noch lediglich knapp mitgeteilt: „Wenn alle beteiligten Verkehrsteilnehmer ein gesundes und angemessenes Maß an Verkehrsverhalten an den Tag legen.“ Jetzt gab es angesichts der massiven Kritik aus der Bevölkerung offenbar ein Umdenken bei den Behörden.

Warnt auf der Hufeisenstraße vor der scharfen S-Kurve vor dem Bahnübergang: Norbert Hogeback, Anwohner vom Misbäkerdamm. Foto: BöckmannWarnt auf der Hufeisenstraße vor der scharfen S-Kurve vor dem Bahnübergang: Norbert Hogeback, Anwohner vom Misbäkerdamm. Foto: Böckmann

Das dürfte zum einen Norbert Hogeback freuen, der als Anwohner vom Misbäkerdamm Kreis und Gemeinde für ihre Tatenlosigkeit und den teilweise vorhandenen Schilderwald kritisiert hatte. Zum anderen aber auch die Anwohner der Hufeisenstraße, von denen sich Christina Ortmann stellvertretend für die Nachbarn in einem Brief an diese Zeitung gewandt hatte.

Sie schrieb – vor der Pressemitteilung der Gemeinde – von einer „unbefriedigenden Situation“, von „Verkehrschaos“. Man könne es den sehr vielen Verkehrsteilnehmern wegen der Baustelle gar nicht verdenken, auf „Schleichwege“ statt die Umleitungsstrecken auszuweichen, um an das Ziel zu kommen. Es sei aus Sicht der Anwohner aber „nicht nachvollziehbar“, dass an umliegenden Straßen während der Baumaßnahme Geschwindigkeitsreduzierungen von Tempo 50 oder sogar Tempo 30 umgesetzt werden, auf der Hufeisenstraße aber eben nicht. Ein Teil der Verkehrsteilnehmer fahre tatsächlich umsichtig und den Straßenverhältnissen angepasst.

Ein großer Teil jedoch nicht. „Auch wenn es unüberschaubar ist, eng, brenzlig: Wenn es möglich ist, geben viele Gas. Ohne Rücksicht auf andere Verkehrsteilnehmer und gerade auch auf Fahrradfahrer und Fußgänger. Unsere Kinder können momentan nicht auf der Straße mit dem Fahrrad zu Freunden oder zur Schule fahren.“

Als Familie mit dem Fahrrad hintereinander fahrend unterwegs zu sein, sei eine Herausforderung. Denn es werde auch „in engen Teilen der Straße oder in Kurvenbereichen überholt. Es ist schlichtweg gefährlich.“ Gerade nach dem Ende der Ferien sei das Verkehrsaufkommen auf der Hufeisenstraße noch höher.

Der Landkreis Vechta hat für den betroffenen Bereich verstärkt Kontrollen angekündigt.

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