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An Allerheiligen ist dieses Mal vieles anders

Im Dekanat Damme finden keine öffentlichen Gräbersegnungen statt. Die strengen Auflagen wegen Corona sind nicht erfüllbar.

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Gedenken an die Toten: Wegen der hohen Coronaauflagen fallen die öffentlichen Gräbersegnungen an Allerheiligen im Dekanat Damme in diesem Jahr aus.  Foto: Lammert

Gedenken an die Toten: Wegen der hohen Coronaauflagen fallen die öffentlichen Gräbersegnungen an Allerheiligen im Dekanat Damme in diesem Jahr aus.  Foto: Lammert

Wegen der Corona-Pandemie und ihrer Folgen werden im gesamten Dekanat Damme am Feiertag Allerheiligen am 1. November (Sonntag) keine öffentlichen Gräbersegnungen stattfinden. Die Segnungen erfolgen am Fest Allerseelen (2. November) durch Geistliche im Laufe des Tages.

Das haben nach Worten Heiner Zumdohmes, Pfarrer der katholischen St.-Viktor-Pfarrgemeinde Damme und Neuenkirchen, die Geistlichen im Dekanat in Absprache mit dem Bischöflich Münsterschen Offizialat so vereinbart. Zum Dekanat gehören auch die katholischen Kirchengemeinden in Lohne, Steinfeld, Holdorf und Dinklage.

Pfarrgemeinden müssten Kontaktdaten erheben

Die Pfarrgemeinden könnten die strengen Auflagen bei den Segnungen nicht erfüllen, erklärte Pfarrer Zumdohme. So dürften sich maximal 500 Teilnehmer auf den einzelnen Friedhöfen einfinden. Und die müssten während der Segnung sitzen. Dabei wiederum sei aber ein Mindestabstand von anderthalb Metern einzuhalten.

Und: Die Pfarrgemeinden müssten die Kontaktdaten jedes einzelnen Teilnehmers erfassen sowie dokumentieren. Beim Betreten und Verlassen der Friedhöfe wäre ferner sicherzustellen, dass sich keine Schlangen bilden.

In Gottesdiensten wird Verstorbener gedacht

Die Pfarrer haben eine Alternative erarbeitet. Nach Worten Heiner Zumdohmes wird in den Vorabendmessen am Samstag (31. Oktober) der Verstorbenen der vergangenen 12 Monate gedacht. Die Zelebranten werden alle Namen verlesen.

Allein in der Pfarrgemeinde St. Viktor hat es seit dem vergangenen Allerheiligenfest rund 170 Beisetzungen gegeben. Zudem werden die Priester in den Gottesdiensten Kerzen im Gedenken an die Verstorbenen anzünden.

Bereits in den Gottesdiensten am 24. und 25. Oktober (Samstag und Sonntag) können die Gläubigen Kerzen erwerben. Die werden während der heiligen Messen gesegnet und können zu Allerheiligen auf die Gräber gestellt werden. Die Pfarrgemeinde St. Viktor erwirbt 2000 solcher Kerzen. Sie sind für 1,50 Euro zu haben. Zudem liegen Zettel mit Gebeten für den Besuch bei den Gräbern aus.

"Die Menschen können sich darauf verlassen, dass die Gräber im Laufe dieses Tages gesegnet werden."Heiner Zumdohme, St.-Viktor-Pfarrer

Am Festtag Allerseelen sollen in allen 4 Kirchen in der St.-Viktor-Pfarrgemeinde erneut Gottesdienste zum Gedenken an die Verstorbenen stattfinden. "Die Menschen können sich darauf verlassen, dass die Gräber im Laufe dieses Tages gesegnet werden", erklärte Heiner Zumdohme.

Noch nicht endgültig geklärt ist die Frage, welche Gottesdienste an Heiligabend und den kommenden Weihnachtstagen stattfinden. Es soll eine Lösung auf Dekanatsebene geben. Es werde in der Pfarrgemeinde St. Viktor in allen 4 Kirchen Heilige Messen geben, sagte Pfarrer Zumdohme. Aber wie viele Gottesdienste gefeiert würden, stehe nicht fest. Das kläre sich in den kommenden Wochen.

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