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Amtsgericht verurteilt Ebay-Betrüger aus Essen

Der 39-jährige Wiederholungstäter bot Ware zum Verkauf an, die er gar nicht besaß. Er hatte die Produkte an einem besonderen Ort einfach abfotografiert.

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Symbolfoto:  Friso Gentsch/dpa 

Symbolfoto:  Friso Gentsch/dpa 

Wegen Betruges in zwei Fällen hat das Cloppenburger Amtsgericht einen 39-jährigen Mann aus Essen zu einem Jahr Gefängnis verurteilt. Bei dem Angeklagten handelt es sich den Feststellungen zufolge um einen Ebay-Betrüger der besonderen Art. Er bot auf Ebay-Kleinanzeigen nicht wie andere Betrüger Schuhe und Handys an, sondern Zigaretten-Automaten und Badefässer. So erzielte er einen höheren Preis. Wie andere auch kassierte er per Vorkasse, lieferte die Ware aber nicht aus.

Er verfügte gar nicht über einen Zigaretten-Automaten oder ein Badefass. Die hatte er in einer Kneipe nur abfotografiert und dann als Angebot ins Netz gestellt. Rund 2000 Euro konnte sich der Angeklagte ergaunern. Für die Bezahlung der Waren und für die Verhandlungen mit den Käufern nutzte der 39-Jährige sein eigenes Konto und sein eigenes Handy. So war er schnell zu ermitteln gewesen. Hintergrund der als naiv eingestuften Taten ist die Spielsucht des Mannes.

Ebenfalls verdächtigte Ehefrau wurde freigesprochen

Die ist so schwer bei ihm ausgeprägt, dass er sogar die Miete für die Wohnung verzockte. Daran war die Beziehung zu seiner Ehefrau zerbrochen. Anfangs war die Frau noch in Verdacht geraten, an den Betrügereien beteiligt gewesen zu sein. Sie war bezüglich der Konten ihres Ehemannes verfügungsberechtigt. Doch die Frau hatte mit den Betrügereien ihres Ehemannes gar nichts zu tun gehabt. Deswegen wurde sie freigesprochen.

Bei dem Angeklagten dagegen sah das anders aus. Er stand schon häufiger wegen Ebay-Betrugs vor Gericht. Erst im Juni dieses Jahres war er vom Cloppenburger Amtsgericht zu 10 Monaten Gefängnis verurteilt worden. Jetzt legte das Gericht noch 2 Monate Haft drauf. Dass der Angeklagte erheblich vorbestraft ist, wirkte sich strafschärfend aus. Zugute hielt ihm das Gericht das Geständnis. Doch das konnte den Familienvater nicht mehr vor dem Gefängnis bewahren.

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