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AMG-Schüler und Nabu sammeln rund 400 Handys für den Naturschutz

Die Sammelaktion von Altgeräten am Gymnasium ist erfolgreich beendet. Nun können sich bald die Bienen freuen, denn für die werden Blühwiesen angelegt.

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Haben fleißig gesammelt: Konrad Thoben, Luna Al Salti und Farina Bunjes. Foto: Hahn

Haben fleißig gesammelt: Konrad Thoben, Luna Al Salti und Farina Bunjes. Foto: Hahn

Circa 400 Handys und Smartphones sowie unzählbare Ladekabel und Netzteile – das ist das Ergebnis der Sammelaktion am Albertus-Magnus-Gymnasium (AMG) in Friesoythe. Im Januar war die Aktion gemeinsam mit der Ortsgruppe des Naturschutzbundes (Nabu) gestartet. 6 Monate später wird sie beendet. "Bestimmt schlummern immer noch viele alte Handys in den Schubladen", vermutet Nabu-Sprecher Konrad Thoben.

Trotzdem sind die Beteiligten sehr zufrieden mit dem Ergebnis. Mathematik- und Chemielehrerin Farina Bunjes, die gleichzeitig auch Ansprechpartnerin für „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ (BNE) an der Schule ist, erzählt: "Am Ende ist es ein bisschen abgeklungen." Gerade zu Anfang habe die Ankündigung eine Art Kettenreaktion ausgelöst. Ein ganzer blauer Sack mit Netzteilen oder ein ganzer Schuhkarton voll Handys seien abgegeben worden.

"Für so ein kleines Gerät sind im Handy ganz schön viele Rohstoffe drin."Konrad Thoben, Sprecher der Nabu-Ortsgruppe

Wiederholenswert findet Abschlussschülerin Luna Al Salti die Aktion: "Es ist eine so einfache Umweltaktion, man gibt was ab und hat damit was Gutes getan." Nun werde Thoben alle gesammelten Altgeräte zur Nabu-Hauptgeschäftsstelle nach Oldenburg bringen. Danach gehe die Sammlung zu dem gemeinnützigen IT-Unternehmen AfB (Arbeit für Menschen mit Behinderung). Wo es möglich ist, werden die Handys für die Wiederaufarbeitung gereinigt und repariert. "Uns liegt daran, dass sie innerhalb Europas wieder zum Verkauf angeboten werden können", erläutert Thoben.

Defekte oder unverkäufliche Geräte werden zerstört, die wertvollen Rohstoffe fließen dann wieder in die Produktion ein. So können Ressourcen geschont werden. "Für so ein kleines Gerät sind im Handy ganz schön viele Rohstoffe drin", staunt der Nabu-Sprecher. Der Nabu arbeitet für die Aktion mit dem Unternehmen Telefónica zusammen, von dem die Naturschützer eine jährliche Spende abhängig vom Erlös bekommen.

"Im letzten Jahr wurden über 163.000 Handys vom Nabu in Deutschland gesammelt und 100.000 Euro als Spende sind zusammengekommen. Dafür wurden insgesamt rund 20 Hektar Land insektenfreundlich gestaltet", erklärt Thoben stolz. Bunjes hofft indes, dass von der diesjährigen Spende auch das Gymnasium eine Blühwiese anlegen kann.

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