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"Am liebsten engagiere ich mich im Dorf"

Sehr persönliche Ansichten: Zehn Fragen an Thomas von Höfen. Er ist Vorsitzender des Bürgervereins Falkenberg und auch beim Schützenverein aktiv.

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Heimatverbunden: Thomas von Höfen ist Vorsitzender des Bürgervereins Falkenberg. Foto: Vorwerk

Heimatverbunden: Thomas von Höfen ist Vorsitzender des Bürgervereins Falkenberg. Foto: Vorwerk

Und? Wie ging es in letzter Zeit?
Sehr gut eigentlich. Wir kommen ganz gut durch die Corona-Zeit, sind alle geboostert und waren bislang auch noch nicht betroffen von der Krankheit. Wobei man echt sagen muss, dass es langsam gewaltig nervt. Wir hätten gerne schon wieder eine Dorfversammlung gemacht für den Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“. Aber das geht ja leider derzeit nicht. Ansonsten gibt es ja immer Höhen und Tiefen im Jahr. Dabei denke ich zum Beispiel daran, dass meine Schwägerin voriges Jahr an Krebs gestorben ist. Das zieht einen schon runter, aber das gehört im Leben halt dazu.

Was haben Sie sich einmal so richtig gegönnt?
Das waren zwei neue E-Bikes im vergangenen Jahr. Einen Urlaub haben wir zu Hause gemacht und sind viel Fahrrad gefahren, weil es uns zu unsicher war, etwas zu buchen. Und ich habe mir einfach Zeit mit meiner Familie zu Hause gegönnt. Und nicht zu vergessen, einen neuen Grill.

Wenn Sie König/in von Deutschland wären: Was gehört als Erstes abgeschafft?
Als Erstes die Uhr. Die Zeit ist so schnelllebig geworden, das müsste sich wieder verändern. Früher hatte man gefühlt noch mehr Zeit. Ändern würde ich auch das Steuersystem. Die Reichsten der Reichen zur Kasse bitten, um die Krankenpfleger oder allgemein die Pflegeberufe besser zu bezahlen oder steuerlich begünstigen zu können. Wenn ich es könnte, würde ich außerdem den Egoismus mancher Leute abschaffen. Egoismen haben in unserer Zeit keinen Platz, wir sollten mehr füreinander da sein.

Welchen Traum werden Sie sich als nächsten erfüllen (können)?
Mit der Dorfgemeinschaft in die nächste Runde des Wettbewerbs „Unser Dorf hat Zukunft“ einzuziehen, in den Landeswettbewerb und am liebsten noch eine Runde weiter in den Bundeswettbewerb. Das wäre der Hammer. Ich weiß, dass es etwas größenwahnsinnig klingt, aber warum eigentlich nicht? Das wäre ein Traum, und unser Dorf hätte es verdient.

Was tun Sie am liebsten?
Am liebsten engagiere ich mich im Dorf, treffe mich gerne mit dem Bürgerverein oder mit anderen Vereinen unseres Dorfes, um Aktionen, Projekte und Feste zu planen und diese dann auch zu feiern. Ein Beispiel war unsere 100-Jahr-Feier, die bestimmt noch dem ein oder anderen in guter Erinnerung ist. Wenn ich an das Schmücken des Dorfes und all die anderen Dinge denke, war das echt schön. Wenn man sieht und anschließend liest, was das kleine Falkenberg auf die Beine gestellt hatte, das macht einen echt schon ein wenig stolz. Beim Schützenverein bin ich auch sehr gerne, dort war ich 2016 Schützenkönig und aktuell bin ich im Vorstand als Kommandeur tätig. Ich hoffe, dass wir bald wieder ein Schützenfest feiern können.

Welche Eigenschaften mögen Sie an sich selbst? Und welche nicht?
Am liebsten mag ich meinen Humor. Ich versuche immer, andere Leute zum Lachen zu bringen, positiv rüberzukommen, ehrlich zu sein und immer ein Ziel vor Augen zu haben. Geht nicht, gibt es nicht.

Welche TV-Sendung mögen Sie am liebsten?
Die Bundesliga-Konferenz am Samstag, am besten noch, wenn meine Bayern spielen. Ansonsten schaue ich gerne Unterhaltungssendungen wie „Schlag den Star“ oder „Joko gegen Klaas“.

Mit wem würden Sie sich gerne einmal treffen?
Ich hätte gerne einmal Michael Schumacher getroffen, er ist ein Ausnahme-Talent und hatte den gewissen Ehrgeiz, den man braucht, um erfolgreich zu sein. Und als großer Bayern-Fan, natürlich noch Uli Hoeneß.

Was würden Sie gerne einmal wieder essen?
Da fällt mir spontan der Grünkohl von Anneliese Buschermöhle ein, den sie immer zu unserem traditionellen Dorfkohlessen gekocht hat. Der war einfach unschlagbar gut.

Welches Thema in der MT hat Sie am meisten beschäftigt?
Im Moment interessieren mich die aktuellen Themen wie die Ukraine-Krise oder die Krise der katholischen Kirche. Ansonsten lese ich gerne, was in den anderen Dörfern so abgeht mit Aktionen oder Projekten in der Dorfentwicklung. Natürlich interessieren mich auch die Berichte aus unserer Gemeinde.


Zur Person:

  • Thomas von Höfen ist 52 Jahre alt, verheiratet und hat zwei Kinder.
  • Beruflich ist er als Kraftfahrer tätig, ehrenamtlich engagiert er sich als Vorsitzender des Bürgervereins Falkenberg und Kommandeur der St.-Hubertus-Schützengilde Varrelbusch.
  • Zu seinen Hobbys zählen das Radfahren mit seiner Frau und das Kartenspielen mit seinem Kartenclub.

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