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Altes Haus heute geprägt von vielen Anbauten

Das St.-Marien-Stift hat als eines der wenigen Gebäude die Zerstörung am Ende des Zweiten Weltkrieges überstanden. Bis heute wurde und wird es immer wieder erweitert und modernisiert.

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Baujahr 1867: Der älteste Bauteil des St.-Marien-Hospitals ist eines der wenigen Friesoyther Gebäude aus dem 19. Jahrhundert. Foto: Archiv cf

Baujahr 1867: Der älteste Bauteil des St.-Marien-Hospitals ist eines der wenigen Friesoyther Gebäude aus dem 19. Jahrhundert. Foto: Archiv cf

Im Kern der im April 1945 schwer zerstörten Stadt Friesoythe gibt es nur noch wenige Gebäude, die im 19. Jahrhundert errichtet wurden. Dazu zählt das im Jahre 1867 eingeweihte Krankenhaus St.-Marien-Stift. Wer sich dem Krankenhaus auf der St. Marien-Straße nähert, blickt auf den ältesten Bauteil der Klinik und die im Jahr 1913 erfolgte erste Erweiterung.

Zwei Fotos verdeutlichen diese Entwicklung. Das ältere Foto zeigt ein zweistöckiges Gebäude mit Kellergeschoss. Über dem Eingang ziert eine Madonnen-Statue das Haus mit den jeweils vier Fenstern in beiden Stockwerken. Der Bau enthielt in zehn Zimmern etwa 20 bis 24 Betten. Das zweite Foto vermittelt einen Eindruck von der Anfang 1913 in Betrieb genommenen ersten Erweiterung des Krankenhauses.

Darüber berichtete die MT am 11. Januar 1913: „Einen überaus gefälligen Eindruck macht unser erweitertes Krankenhaus. Die Front ist größer geworden. Der an der Südseite befindliche Anbau ist nämlich mit dem alten Bau, dessen Mauer um 60 Zentimeter erhöht ist, zu einem einheitlichen Ganzen in der Front verschmolzen. In der Mitte des Daches erhebt sich ein hübscher mit Kupfer gedeckter Dachreiter und an beiden Enden des Daches steigen aus demselben als Umkleidung des Blitzableiters geschmackvolle Tüllen empor. Der Anbau schließt sich an der Südseite rechtwinklig an den alten Bau an und hat eine Länge von 41 Metern. Das ganze Haus, auch der alte Bau, hat eine Warmwasserheizung nebst Wasserleitung.“

Mehr Platz: 1913 wurde das Krankenhaus um einen Anbau erweitert. Fotos: Archiv cfMehr Platz: 1913 wurde das Krankenhaus um einen Anbau erweitert. Fotos: Archiv cf

Über die breite und hohe Treppe sind 91 Jahre ungezählt viele Patienten und Besucher, Gäste, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter durch die „Hauptpforte“ ins Krankenhaus gegangen. Nach Fertigstellung eines dreigeschossigen Bettenflügels (1957) und eines dreigeschossigen Funktions- und Behandlungstraktes (1958) wurde der Eingangsbereich dorthin verlegt. Die alte Treppe wurde abgerissen. In den folgenden Jahrzehnten wurde das Krankenhaus um mehrere Neubauten und Arbeitsbereiche erweitert.

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