Das Nachrichtenportal vonMünsterländische Tageszeitung MT undOldenburgische Volkszeitung OV

Altenoyther Schützen wählen Vorsitzenden ab

Der 2. Vorsitzende stellte sich überraschend zur Wahl und steht plötzlich hauchdünn an der Spitze. Unterdessen hat für den Verein die langsame Rückkehr in die Normalität in der Pandemie begonnen.

Artikel teilen:
Der neue gewählte Vorstand des Schützenvereins Altenoythe: Michael Stadtsholte (von links), Andreas Tholen, Stefan Eihusen, Dieter Oltmanns, Manfred Wieborg, Bernhard Willer lenken in den kommenden Jahren das Vereinsleben. Foto: Passmann

Der neue gewählte Vorstand des Schützenvereins Altenoythe: Michael Stadtsholte (von links), Andreas Tholen, Stefan Eihusen, Dieter Oltmanns, Manfred Wieborg, Bernhard Willer lenken in den kommenden Jahren das Vereinsleben. Foto: Passmann

Paukenschlag beim Schützenverein Altenoythe. Nach 25 Jahren als Vorsitzender des Traditionsvereins hat Hans Schnarhelt bei den Vorstandswahlen am Freitagabend seinen Posten verloren. In geheimer Abstimmung unterlag er bei der Mitgliederversammlung im Schützenhaus knapp mit nur wenigen Stimmen Rückstand seinem bisherigen Vorstandskollegen Bernhard Willer. Der bis dahin 2. Vorsitzende kandidierte für viele Anwesende überraschend für die Führungsposition – sicherlich für Schnarhelt eine Enttäuschung.

Auf Antrag von Kommandeur Heinz Block ernannten die Mitglieder Heinz Schnarhelt aufgrund seiner großen Verdienste um das Schützenwesen in Altenoythe zum Ehrenvorsitzenden. Den Posten des 2. Vorsitzenden übernimmt nach den Wahlen Dieter Oltmanns. Die weiteren Vorstandposten wurde wie folgt für die kommenden 4 Jahre besetzt: Manfred Wieborg wurde zum Kassenwart gewählt, Michael Stadtsholte zum Schriftführer und Andreas Tholen zum Schießsportleiter. Stefan Eihusen ist Festausschussvorsitzender. Heinz Block bleibt Kommandeur der Altenoyther.

Der scheidende Vorsitzende Scharhelt hatte an dem Abend noch auf die Zeit seit der bis dahin letzten Versammlung zurückgeblickt. Während das Schützenjahr 2019 noch "normal" ablief, habe die Pandemie das vergangene Vereinsjahr lahmlegt und viele Entbehrungen bedeutet. Mittlerweile habe man aber wieder den Schießbetrieb aufgenommen.

Fahnen-Abordnungen bei Beerdigungen sind Geschichte

Schnarhelt kam in seinem Bericht auch zu einer traurigen Entwicklung der 111-jährigen Vereinsgeschichte. "Bei der Beisetzung von verstorbenen Vereinsmitgliedern finden wir kaum noch Schützen, die bereit sind, mit einer Fahnenabordnung am Grabe dem Toten die letzte Ehre zu erweisen", so Schnarhelt. Auf Beschluss der Versammlung wird es deshalb nun in Zukunft keine Fahnenabordnung bei der Beerdigung mehr geben.

Auch Schriftführer Michael Stadtsholte zog in seinem Jahresbericht Bilanz: "Wir haben eine außergewöhnliche Zeit hinter uns. Höhepunkt des Jahres 2019 war natürlich das Schützenfest", sagte er. Die Zugbälle seien gut besucht gewesen. An der Schützenhalle wurden verschiedene Sanierungsarbeiten in Angriff genommen.

Sportlich stimmen die Leistungen

Bisher konnte der Verein den Jahresbeitrag von 20 Euro konstant halten. Doch die Mitglieder müssten sich in den nächsten Jahren auf eine Beitragserhöhung einstellen, erklärte der Schriftführer. Aufgrund steigender Kosten sei eine Erhöhung des Mitgliedsbeitrages unumgänglich. Bis zur Mitgliederversammlung im kommenden Jahr sollten sich die Mitglieder Gedanken über eine gesunde Erhöhung machen, erklärte Schriftführer Stadtsholte.

Erfreuliches hatte Jugendleiter Stefan Eihusen aus dem Nachwuchsbereich zu berichten. Insgesamt betreiben 45 Kinder in der Jugendschießgruppe den Schießsport. Mit Heiner Eihusen stellt Altenoythe den Kreisjugendkönig, mit Emely Timmermann die erste Kreisjugendhofdame und mit Johannes Deeken den ersten Kreisritter im Schützenkreis Alter Amtsbezirk Friesoythe. Schießsportleiter Andreas Tholen listete in seinem Jahresbericht eine Vielzahl von Wettbewerben mit zahlreichen guten Platzierungen auf. Von einer gesunden Kassenlage berichtete Manfred Wieborg. Wer Kaiser von Altenoythe werden will, muss in Zukunft 5 Jahre nach seiner Königszeit warten, um die Würde zu erringen.

OM-hilft -  Helfen Sie mit! Das Oldenburger Münsterland hilft den Geflüchteten aus der Ukraine. Hilfsinitiativen, Wohlfahrtsorganisationen und viele mittelständische Unternehmen sind bereits dabei, die Hilfe vor Ort zu koordinieren. Und auch Sie können sich beteiligen. Wie und Wo? Das sagt Ihnen  die Webseite om- hilft.org

Das könnte Sie auch interessieren

Hier klicken und om-online zum Start-Bildschirm hinzufügen

Altenoyther Schützen wählen Vorsitzenden ab - OM online