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Alte Schule in Liener: Denkmalschutz soll Tür zu Fördermitteln öffnen

Die alte Schule in Liener soll saniert werden. Darüber sind sich die Mitglieder des Bauausschusses einig. Im kommenden Jahr soll mit der Erneuerung des Glockenturms begonnen werden.

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Denkmalgeschützt: Die alte Schule in Liener ist heute Dorfgemeinschaftshaus. Foto: G. Meyer

Denkmalgeschützt: Die alte Schule in Liener ist heute Dorfgemeinschaftshaus. Foto: G. Meyer

Was wird aus der alten Schule in Liener? Das wollten zahlreiche Einwohner der Linderner Bauerschaft während der jüngsten Bauausschusssitzung erfahren. Vor Ort stellten die Planer das Sanierungsprojekt vor, für das Fördergelder beantragt werden sollen.

Zum Hintergrund: Die im Jahre 1890 erbaute und 1912 um einen Glockenturm erweiterte Schule wird heute als Dorfgemeinschaftshaus genutzt.  Nach der Schließung des Schulbetriebs 1970 dauerte es knapp 20 Jahre, bis das Gebäude  grundlegend saniert und für seinen neuen Zweck hergerichtet wurde. Es beherbergt außerdem die Schützenbruderschaft „Klaus von Flüe“, die dort einen unterirdischen Schießstand betreibt. Im Turm hängt eine 1711 in Amsterdam gegossene Glocke, die auch regelmäßig geläutet wird. 

Soweit so gut, doch am Dorfgemeinschaftshaus nagt inzwischen der Zahn der Zeit. Energetisch müsste es dringend auf Vordermann gebracht werden. Im Innern soll sich ebenfalls einiges tun, wie Thomas Lüken, Allgemeiner Vertreter des Bürgermeisters, erläuterte. Die Liste der Maßnahmen ist entsprechend lang. So sollen endlich getrennte Damen- und Herrentoiletten geschaffen und auch eine behindertengerechte Toilette eingerichtet werden. Im Erdgeschoss wünschen sich die Ortsbewohner einen großen Multifunktionsraum mit verschiebbaren Wänden. Dafür sind mehrere Durchbrüche notwendig. Erneuert werden müssen zudem das Dach des Gebäudes und der baufällige Glockenturm. Eine Photovoltaikanlage soll ebenfalls installiert werden. Im Obergeschoss entstehen zwei Wohnungen, in denen Asylbewerber oder Obdachlose untergebracht werden können. 

Die Sanierung kostet rund 855.000 Euro

Die geplante Investition ist kein Pappenstiel. Die Gemeinde rechnet mit Gesamtkosten in Höhe von rund 855.000 Euro. Weil ein Teil der alten Schule denkmalgeschützt ist, bestehe aber Aussicht auf Förderung, erklärte Lüken. Wenn alles gut läuft könnte das Land Niedersachsen bis zu 500.000 Euro hinzuschießen. Ein entsprechender Antrag liegt dem Amt für regionale Landesentwicklung (ArL) in Oldenburg bereits vor. Bürgermeister Karsten Hage bat die Bewohner aber um Geduld. Ob und wann eine Förderung bewilligt wird, sei offen, betonte er. Möglicherweise müsse man den Antrag im kommenden Jahr wiederholen. Ganz aufschieben lässt sich das Sanierungsprojekt aus Hages Sicht aber nicht mehr. Der marode Dachreiter müsse 2023 unbedingt restauriert werden.

In seiner Sitzung befasste sich die Ausschuss auch mit weiteren kleineren Maßnahmen in der Gemeinde. Den Vorschlag der Dorfgemeinschaft Marren, die frühere Allee an der Landesstraße nach Garen wieder anzupflanzen, gaben die Mitglieder allerdings zurück an die Verwaltung. Diese muss jetzt die rechtliche Zulassung prüfen. Der Vorschlag habe aber wenig Aussicht auf Erfolg, hieß es. Neue Schweller zur Verkehrsberuhigung soll dagegen die Straße "In de Garte/Grüner Weg" erhalten. Beschlossen wurden auch der Bau einer neuen Bushaltestelle an der Hegeler Straße in Großenging sowie Baumfällarbeiten auf dem Schützenplatz in Lindern. Der Schützenverein will außerdem den Luftgewehrstand sanieren und kann mit einem Gemeindezuschuss rechnen.

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