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Alte Grabmale, Fahrräder und Autoreifen am Burgwald-Parkplatz entdeckt

Die Umweltsünden werden für die Stadt Dinklage teuer: Statt der zunächst eingeplanten 80.000 Euro muss sie für die begonnene Verschönerung des Eingangsareals jetzt insgesamt 211.000 Euro bezahlen.

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Lädt schon zum Verweilen ein: die neue Sitzecke am Burgwald-Parkplatz. Foto: Böckmann

Lädt schon zum Verweilen ein: die neue Sitzecke am Burgwald-Parkplatz. Foto: Böckmann

Die neue Sitzecke ist bereits aufgestellt, das Kreuz steht auf einem neuen Sockel, der Parkplatz wird neu profiliert: Die Stadt Dinklage hübscht derzeit das Eingangstor zum Burgwald erheblich auf. Doch die Verschönerungsmaßnahmen werden für die Stadt viel teurer als ursprünglich geplant. Der Grund sind Umweltsünden aus der Vergangenheit. Denn bei Bodenuntersuchungen wurden im verfüllten Graben zwischen Parkplatz und der Burgallee unter anderem Grabmahle, Autorreifen, Fahrräder und weitere Schadstoffe gefunden, die entsorgt werden mussten. 

Bereits vor Beginn der Bauarbeiten wurden im August 2020 an drei Stellen im Bereich des Parkplatze sehr hohe Chromwerte festgestellt. Das bedeutete: Der Parkplatz wurde früher mit Elektroofenschlacke befestigt. Weil die Stellfläche Teil des Naturschutzgebietes ist, durfte die Elektroofenschlacke nicht im Boden bleiben, da diese "weiterhin von Niederschlagswasser durchsickert wird und damit das Grundwasser verunreinigt", wie die zuständige Amtsleiterin Anne Miosga mitteilte.

Kreuz am Eingang der Burgallee hat einen neuen Sockel bekommen

Für die Stadt Dinklage bedeutet dies mit Blick auf die Kosten: Statt der zunächst geplanten 80.000 Euro für das Jahr 2019 und danach genehmigten unplanmäßigen Mehrausgaben von 90.000 Euro im Jahr März 2021, entstehen nun für die Kommune nochmals weitere 135.000 Euro nicht eingeplanter Ausgaben. Bei Gesamtkosten von 305.000 Euro trägt die Stadt Dinklage einen Eigenanteil von 211.000 Euro, wie Bürgermeister und Kämmerer Carl Heinz Putthoff mitteilte. Der Rest wird über Förderungen wie unter anderem dem EU-Leader-Programm finanziert.

Mit neuem Sockel und neuer Inschrift: das Kreuz am Burgwald-Eingang. Foto: BöckmannMit neuem Sockel und neuer Inschrift: das Kreuz am Burgwald-Eingang. Foto: Böckmann

Die ersten Verschönerungsmaßnahmen sind am Burgwald-Eingang bereits umgesetzt. Das Kreuz am Eingang der Burgallee hat einen neuen Sockel mit der Inschrift "Suche Frieden" (auf Deutsch und in acht weiteren Sprachen) bekommen. Der Gehweg von der Burgstraße verläuft jetzt vor dem Kreuz und dem Hochbeet aus Cortenstahl zur Allee am Parkplatz. Es soll dann nach wenigen Metern eine sichere Gehweganbindung zur Allee am Parkplatz erfolgen.

Am Ende des Parkplatzes laden Bänke und Sitzmöglichkeiten bereits jetzt zum Verweilen ein. Die Stellfläche wird neu profiliert werden. Der Parkplatz soll ein anderes Gefälle bekommen, damit das Wasser besser abschließen kann. Gleichzeitig soll der Parkplatz möglichst naturbelassen bleiben. Angedacht ist auch eine E-Ladesäule.

Für mehr Sicherheit: Von der Lohner Straße führt bald direkt ein Gehweg auf die Burgallee und den Parkpklatz. Grafik: Kolhoff Landschaftsarchitekten  von HammersteinFür mehr Sicherheit: Von der Lohner Straße führt bald direkt ein Gehweg auf die Burgallee und den Parkpklatz. Grafik: Kolhoff Landschaftsarchitekten / von Hammerstein

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