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Alte Glocke läutet wieder auf dem Dach des Gymnasium Antonianum

Das Bronze-Objekt war über viele Jahre in Vergessenheit geraten. Dank der finanziellen Unterstützung ehemaliger Schüler aus Vechta lebt die Tradition jetzt wieder auf.

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Wieder in Betrieb: Die alte Glocke auf dem Dach des Gymnasium Antonianum ist mit Spenden repariert worden. Foto: Jan Finkeldey

Wieder in Betrieb: Die alte Glocke auf dem Dach des Gymnasium Antonianum ist mit Spenden repariert worden. Foto: Jan Finkeldey

Die alte Schulglocke war über viele Jahre verstummt, ja sogar in einer verborgenen Ecke untergetaucht, doch nun läutet sie wieder. Jeden Morgen zu Beginn des Unterrichts und zur Mittagszeit macht sich das Geläut auf dem Dach des Gymnasium Antonianum in Vechta bemerkbar. Der Klang durchdringt zwar nicht den ganzen Komplex, aber er knüpft an eine fast vergessene Tradition an.

"Das ist jetzt wieder Schulkultur, dass die Glocke morgens erklingt", freut sich Schulleiterin Inge Wenzel über die Installation. Ihr herzlicher Dank gilt dem Landkreis Vechta als Schulträger und vor allem einem Ehepaar aus Vechta, das früher selbst sein Abitur an dem Gymnasium absolbviert und nun mit einer großzügigen Spende die Rückkehr des Geläutes überhaupt erst möglich gemacht hat.

Landkreis-Mitarbeiter hat die "alte Dame" gerettet 

Als das Dach des Deutschlandhauses vor etwa 20 Jahren repariert wurde, sollte die damals nicht mehr funktionsfähige Schulglocke entsorgt werden. Doch ein Mitarbeiter des Landkreises Vechta rettete die "alte Dame" vor der Verschrottung und gewährte ihr einen Unterschlupf. In dem Privatbesitz fristete sie ihr untätiges Dasein, wie Amtsleiterin Petra Ahlers rückblickend berichtet.

Im Zuge der umfangreichen Dachsanierung vor 2 Jahren kam die Idee auf, die Glocke an ihren ursprünglichen Platz zurückzubringen. Der Schulträger erklärte sich bereit, die Installationskosten in Höhe von etwa 3.000 Euro zu übernehmen. Für die etwa 5.000 Euro teure Instandsetzung kam das inzwischen verheiratete Schülerpärchen auf. "Die Sponsoren möchten ganz im Sinne der südoldenburgischen Bescheidenheit nicht namentlich erwähnt werden", sagt Wenzel.

Die Reparatur der mehr als 80 Jahre alten Glocke erfolgte bei der Firma Eduard Korfhage & Söhne in Melle. Der Spezialist für Turmuhren und Glockenspiele schweißte mehrere Risse in dem zweiteiligen Objekt aus Bronze. Das mechanische Uhrwerk wurde durch einen digitalen Taktgeber ersetzt, auch Gestell und Schlägel wurden erneuert. Die Installation auf dem Dach erfolgte per Kran kurz vor Weihnachten, nur die Inbetriebnahme konnte erst nach dem jüngsten Lockdown erfolgen.

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