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Als "Tipp Topp" vor der Arbeit die Brote servierte

Wenn Josef Lamping mit seinen Mitarbeitern heute beim Umkleidegebäude auf Osterfeines Sportplatz arbeitet, denkt er manchmal an 1968/69 zurück. Damals war er am Bau maßgeblich beteiligt.

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Zwei, deren Herzen für SWO schlagen: Bernard Piening (links) ist sehr zufrieden mit der Arbeit Josef Lampings und weiterer Helfer bei der Sanierung des Umkleidegebäudes und der Außenanlage. Foto: Lammert

Zwei, deren Herzen für SWO schlagen: Bernard Piening (links) ist sehr zufrieden mit der Arbeit Josef Lampings und weiterer Helfer bei der Sanierung des Umkleidegebäudes und der Außenanlage. Foto: Lammert

Josef Lamping ist sozusagen auf Du und Du mit der alten Umkleidekabine auf der Sportanlage Schwarz-Weiß Osterfeines und der unmittelbaren Umgebung des 1969 in Betrieb genommenen und 1991 erstmals umfangreich sanierten Gebäudes. Als junger Mann beteiligte sich der Maurermeister wie zahlreiche andere Mitglieder des Vereins am Bau des Gebäudes mit seinen zunächst 4 Umkleidekabinen. Auch an diversen Sanierungen und an der Erweiterung um einen Anbau 2016 mit 4 weiteren Kabine war der Bauunternehmer maßgeblich beteiligt.

Und nun sind er und seine Mitarbeiter seit 5 Wochen wieder am und rund um das Gebäude tätig. Sie haben um den Altbau eine neue Verblenderschicht gezogen, die jetzt mit der des Anbaus abschließt. Zudem haben sie an der Westseite neue zweiflüglige Kunststofffenster eingebaut. Die ersetzen die noch aus dem Jahr 1969 stammenden Fenster. An der Ost- und an der Südseite haben  sie die vorhandenen Kunststofffenster vorgesetzt.

Heinrich Hellebusch sorgte für das Essen und die Steine

Ganz besonders gerne erinnert sich Josef Lamping noch an den Bau der rund 20 Meter Treppenanlage mit den 9 Stufen, über die die Spieler vom Umkleidegebäude aus den Hauptplatz betraten, beziehungsweise verließen. "Damals war ich in Wildeshausen bei der Bundeswehr. Nach Dienstschluss  bin ich direkt zum Sportplatz gefahren und habe mit Heinrich Hellebusch 2 Monate lang die Treppe gebaut", sagt er.

Wenn er am Sportplatz ankam, hatte der umsichtige Heinrich "Tipp Topp" Hellebusch, langjähriger Kassenwart der Schwarz-Weißen und von Beruf Schuster, Brote für den jungen Maurer geschmiert. Kaum waren die Brote verzehrt, begann Josef Lamping zu mauern, während der Kassenwart die benötigten Steine herankarrte. Der Arbeitseinsatz dauerte bis zum Einbruch der Dämmerung, oft  um die 4 Stunden.

Nun dürfte es Josef Lamping ein bisschen im Herzen wehtun, dass er und seine Mitarbeiter diese Anlage abgerissen und eine neue gebaut haben. Die gefällt dem Schwarz-Weiß-Vorsitzenden Bernard Piening ausgesprochen gut.

Für die Zukunft geplant

Die neue Treppe ist noch 4 Meter breit. Links und rechts von ihr befinden sich Tribünen mit Sitzgelegenheit für Zuschauer. Wenn Josef Lamping seinen Blick über das Werk schweifen lässt, ist ihm anzumerken, dass er ebenso zufrieden ist, wie er es 1969 war.

Und die Außenanlage der Umkleidekabine ist schon mit Blick in die Zukunft gestaltet. Denn es sind bereits Stützen für die Pfosten eingebaut, die ein geplantes Vordach tragen sollen. Das werde aber erst im Zuge der Sanierung des Daches der Umkleidekabine entstehen, sagt Bernard Piening.

Diese Sanierung sei der letzte Schritt der Gesamtmaßnahme. Wann sie erfolgen wird, ist offen, ergänzt der Vorsitzende, der mit Blick auf die jetzt erfolgten Arbeiten neben Josef Lamping auch Bernhard "Zippo" Bergmann dankt, der wie schon 1969  die Fensterarbeiten erledigt hat. Höchst aktiv hätten sich auch Franz Lamping und Jörg Lange eingebracht.

Windpark-Stiftung zahlt 50 Prozent

Aber: Alles das wäre nicht möglich gewesen, wenn sich nicht die städtische Stiftung „Windpark Borringhauser Moor“ nach einem Ratsbeschluss mit 50 Prozent an den Gesamtkosten von 140.000 Euro beteiligt hätte. In dieser Summe enthalten sind auch die Mittel für die Verlängerung des Zaunes am Sportplatzgelände um 100 Meter inklusive des Einbaus einer 4 Meter breiten Toranlage.

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