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Als Messdiener ist man nie zu alt

8 Senioren stehen in Halen dem Pastor seit 10 Jahren zur Seite. Statt Gewand wird schwarze Hose und weißes Hemd getragen.

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Erwachsene Messdiener: August Vaske (von links), August Büssing, Leo Sommer, Aloys Niemann, Josef Menke, Heinz Dwertmann, Alfons Eichfeld und Josef Krümpelbeck leisten seit 10 Jahren ihren Dienst am Altar der St.-Marien-Kirche in Halen. Foto: Vorwerk 

Erwachsene Messdiener: August Vaske (von links), August Büssing, Leo Sommer, Aloys Niemann, Josef Menke, Heinz Dwertmann, Alfons Eichfeld und Josef Krümpelbeck leisten seit 10 Jahren ihren Dienst am Altar der St.-Marien-Kirche in Halen. Foto: Vorwerk 

Messdiener zu sein, das ist in der Regel mehr, als sonntags am Altar dem Pfarrer zu assistieren. Es gehören Gruppenstunden dazu und natürlich das Zeltlager. Bei einer Gruppe in Halen sieht dies etwas anders aus. "Wir haben noch nie ein Zeltlager gemacht", erklärt ein etwas verdutzter Heinz Dwertmann auf diese Frage. Denn er und seine 7 Mitstreiter sind allesamt im Rentenalter. Der Älteste ist August Vaske mit 81 Jahren und der Jüngste Josef Menke ist 74. Messdiener – genauer erwachsene Messdiener – sind sie dennoch und das seit 10 Jahren.

Diesen runden Geburtstag hat die Gruppe zum Anlass genommen, sich zu einem Essen mit Pastor Alex Mathew zu treffen und dabei auch ein wenig in Erinnerungen zu schwelgen. Pfarrer Michael Heyer war es seinerzeit, der die Senioren mobilisieren wollte, und mit Unterstützung von Küster Theo Vagelpohl und seinem Nachfolger Peter Kannwischer wird seither der Dienst organisiert. Anfangs noch jede Woche, jetzt einmal pro Monat.   

Als Kinder gab es die Messen nur auf Latein

Im fortgeschrittenen Alter noch einmal Messdiener zu werden, dafür mussten die Helfer nicht allzu intensiv angelernt werden. Dwertmann: "Wir sind ja alle Kirchgänger und kennen die Abläufe." Nicht zuletzt waren sie in jungen Jahren schon Ministranten. Damals wurden die Messen allerdings noch auf Latein gehalten, "aber man war jeden Tag in der Kirche und konnte alles blind", erinnert sich der Landwirt.

Als die Truppe reaktiviert wurde, biss Pfarrer Heyer mit einem Vorschlag, auch in die entsprechenden Gewänder zu schlüpfen, auf Granit. Die 8 Männer bestanden darauf, in weißem Hemd und schwarzer Hose am Altar zu stehen. "So oder gar nicht", hatten sie damals gesagt und machen bis heute in ihrem Outfit eine gute Figur.

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