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Aloys Schulte hält 4. Dammer Domfestspiele für möglich

Es war viel Arbeit. Doch am Ende hat sich der Einsatz für die 3. Dammer Domfestspiele gelohnt. Sogar so sehr, dass nun eine 4. Version der Veranstaltung infrage kommen soll.

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Der Vorsitzende und zwei junge Schauspieler: Eine positive Bilanz über die Dammer Domfestspiele zogen (von links) Fietje Koch, Aloys Schulte und Paul Möller. Foto: Lammert

Der Vorsitzende und zwei junge Schauspieler: Eine positive Bilanz über die Dammer Domfestspiele zogen (von links) Fietje Koch, Aloys Schulte und Paul Möller. Foto: Lammert

Rund 3200 Zuschauer in den 8 Vorstellungen, auch bei schlechtem Wetter, viel positive Resonanz auf die 3. Dammer Domfestspiele mit dem Kreuzkampf-Stück "Vom Jungen, der Hitlers Pläne durchkreuzte": Mit etwas Abstand hat Aloys Schulte, der Vorsitzende des Vereins Theater Dammer Berge, ein positives Fazit über die Veranstaltung gezogen.

Dennoch stellt sich die Frage: Wird es auch die 4. Dammer Domfestspiele geben? "Ich gehe davon aus", antwortete Aloys Schulte. Endgültig aber sei die Entscheidung noch nicht gefallen. Der Vorstand des Vereins werde sich demnächst zusammensetzen und beraten, wie es weitergehen soll. Dann sei auch die Zeit für grundlegende Überlegungen.

Aufwand und Risiko sind bei Open-Air-Theater sehr hoch

Zu bedenken gibt es einiges. So sind der Aufwand, auch der finanzielle, und das Risiko nicht nur wegen des Wetters bei den Open-Air-Theatervorstellungen ziemlich hoch. Außerdem steigt nach Worten Aloys Schultes der Erwartungsdruck von Festspielen zu Festspielen.

Und: Domfestspiele könnten nur im September stattfinden, weil dann die Dämmerung deutlich früher hereinbreche als in Sommermonaten. Nur wenn es nicht mehr taghell sei, komme zum Beispiel die Illumination des St.-Viktor-Doms zur Wirkung. Unter dem Strich bleibe eben auch festzuhalten: Manches wäre wesentlich einfacher zu organisieren, wenn der Verein seine Vorstellungen zum Beispiel wieder in die Aula des Gymnasiums verlegen würde.

Kessens ist mit Verlauf der Aufführungen zufrieden

Sehr zufrieden äußerte sich Bernd Kessens, der Autor des Stückes und Regisseur bei den Aufführungen: "Alles ist problemlos über die Bühne gegangen, selbst dem prasselnden Regen konnten wir Paroli bieten." Die 8 Aufführungen, zusätzlich die Generalprobe und 6 Kompaktproben innerhalb von 20 Tagen seien allerdings eine physische und mentale Herausforderung für die Beteiligten gewesen, sagte er weiter.

Einem bescheinigte Bernd Kessens ein natürliches Theatertalent: Fietje Koch, der den Julius und damit einen der beiden Jungen im Widerstand gegen die Nationalsozialisten spielte. "Wenn er das Kreuz über 3 Minuten bei äußerster Anstrengung auf die Bühne schleppte, um es als Symbol des Widerstands gegen den Nationalsozialismus aufzurichten, dann musste ich den Atem anhalten."

Fietje Koch würde neues Rollenangebot annehmen

Fietje Koch signalisierte derweil in Richtung Bernd Kessens, er würde auch bei neuen Aufführungen des Vereins Theater Dammer Berge mitspielen, wenn Bernd Kessens ihm denn eine Rolle anbieten würde. Der habe eine sehr gute Regiearbeit geleistet, gab der Gymnasiast das Lob an den Autor und Regisseur zurück. Bernd Kessens habe genau gesagt, wie er die Rolle des Julius' gespielt sehen wolle. Zudem habe er sehr detailliert in die Geschichte des Kreuzkampfes im Jahr 1936 eingeführt.

Aloys Schulte hob auch den 2. jungen Darsteller Paul Möller hervor, der den Paul spielte, der ebenfalls in den Widerstand gegen die Anordnung ging, die Kreuze aus den Schulen zu entfernen. Er habe die Szenen, in denen er mit den Nazis kämpfte und verhört wurde, überzeugend gespielt. Am schwersten an seiner Rolle sei es gewesen, beim Verhör durch die Nazis weinerlich zu wirken und zu stottern.

Paul Möller spricht von einer tollen Zeit

Eines hatte Paul Möller im Zusammenhang mit den Aufführungen erfahren müssen: "Manche Zuschauer trennen nicht zwischen der Rolle und der Person." Trotzdem fiel auch sein persönliches Fazit über die 3. Domfestspiele positiv aus. "Es war eine tolle Zeit." Eines habe ihm besonders gefallen: "Das Theaterstück hatte eine tolle Balance zwischen den Szenen auf der Bühne, den Filmen und den Chor-Auftritten."

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