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Alexander Bartz geht für den Wahlerfolg Klinken putzen

Der Bundestagskandidat der SPD sucht die Nähe zu den Wählern und lässt sich als „Grillmeister“ buchen. Der Vechtaer will wissen, was die Menschen vor Ort bewegt, und deren Themen nach Berlin bringen.

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Alexander Bartz: Der Bundestagskandidat der SPD im Wahlkreis Cloppenburg/Vechta will eine pragmatische Politik machen. Foto: Kühn

Alexander Bartz: Der Bundestagskandidat der SPD im Wahlkreis Cloppenburg/Vechta will eine pragmatische Politik machen. Foto: Kühn

Alexander Bartz ist mit seinem Leben "gut zufrieden". Seine Familie mit Ehefrau und 2 Jungen im Alter von 3 und 6 Jahren sowie die Arbeit geben erkennbar die Sicherheit, die man benötigt, um einen "derzeit auch persönlich aufreibenden" Wahlkampf zu führen. Aktuell bleibt dem Direktkandidaten der SPD im Bundestagswahlkreis Cloppenburg/Vechta aber kaum Zeit für die Familie.

Mittlerweile fast 1500 Hausbesuche hat der in Vechta geborene und verwurzelte Bartz in den Orten des Oldenburger Münsterlandes (OM) absolviert. Es ist gerade nur wenig Zeit für Schlaf. Der Tag im Einfamilienhaus in Oythe beginnt um 6 Uhr und endet oft erst am frühen Morgen des Folgetages. Bartz sucht bewusst die Nähe zu den Wählern. Wer möchte, kann ihn sich als "Grillmeister" nach Hause einladen. "Bei einer Bratwurst kommt man schnell ins Gespräch über dies und das, und vor allem das, was die Menschen bewegt."

Unerfahren ist Bartz in Sachen Politik nicht. Er ist Inhaber einer "kleinen Werbeagentur", die er neben seinem Halbtagsjob als Pressereferent bei den Maltesern im Offizialatsbezirk betreibt. Er hat das Werbematerial vieler kommunaler Kandidaten seiner Partei im OM gestaltet. "Dabei beschäftigt man sich fast automatisch mit Inhalten", sagt Bartz, der Vorsitzender des SPD-Ortsvereins Vechta ist und frisch in den Kreisvorstand gewählt wurde.

Bartz will "ehrlich und authentisch" sein und bleiben

"Ehrlich und authentisch" sei und bleibe er, das präge sein Auftreten und sei Basis von "guter, pragmatischer Politik". Ein vernünftiger Meinungsaustausch sei dafür ebenfalls Voraussetzung, wobei er "diskussionsfreudig, aber nicht diskussionswütig" sei. Bartz ist überzeugt, dass "man vor Ort, im Kleinen anfangen, die Themen verstehen muss, die die Menschen bewegen, um diese schließlich im Bund zu vertreten". Und weiter: "Die Menschen wollen verständliche Politik. Die Corona-Maßnahmen etwa versteht doch keiner mehr."

Als gelernter Journalist und Öffentlichkeitsarbeiter, der auch lange im Tourismus tätig war, hat Bartz "viel von der Welt gesehen". Deshalb ist ihm das Thema Arbeit wichtig. "Die sachgrundlose Befristung gehört abgeschafft." In der Fleischindustrie habe man zuletzt "einiges erreicht", aber die Überprüfung der Arbeits- und Lebensbedingungen der Beschäftigten unterbleibe nach wie vor, die müsse aber sein. Und: "Ich will kein Grundeinkommen, aber ein gesetzlicher Mindestlohn von 12 Euro ist der richtige Schritt. Die Menschen müssen von ihrer Arbeit leben können."

In Sachen Klima fühlt sich Bartz den Grünen nah, aber der Umstieg auf die erneuerbaren Energien "muss in einem angemessenen Zeitrahmen und bezahlbar erfolgen". Überhaupt bedienten die Grünen "eher die Ballungszentren. Die machen Politik für Großstädte". Der Ausbau von Windkraft und Solarenergie, auch der Wasserstofftechnologien müsse forciert werden, das sei mittlerweile jedem klar, sagt Bartz. "Es braucht Investitionen und es müssen einfach mehr Platten aufs Dach. Und wir müssen schneller werden."

Eines seiner Zukunftsthemen ist die Digitalisierung

Ein Zukunftsthema ist für Bartz die Digitalisierung. "Wenn Dänemark digitale Telefonie und Datenübertragung in höchster Qualität kann, warum denn nicht auch Deutschland? Wenn Verwaltungen in anderen Ländern digital können, warum nicht auch wir?" Die schnelle Datenübertragung dürfte künftig "das K.O.-Kriterium" dafür sein, ob es gelinge, Unternehmen im OM anzusiedeln oder hier zu halten.

Wichtig für den Familienvater: "die Vereinbarkeit von Familie und Beruf". Eine flexible Kinderbetreuung mit vielen Optionen sei auch angesichts des Fachkräftemangels wichtig. Kritisch sieht Bartz die sehr hohen Beiträge im OM für die Kita-Betreuung. "Da müssen wir ran." Auch die Unternehmen müssten sich bewegen. Der Staat könne gute Ideen der Betriebe flankieren.

Wie schätzt er seine Wahlchancen ein? "Ich bin nicht so vermessen, zu glauben, die Direktwahl zu gewinnen. Aber ein gutes Ergebnis bei Erst- wie Zweit-Stimmen wäre schön, das würde der OM-SPD landesweit mehr Beachtung einbringen."

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