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Aktion "Orange the World" lässt Gebäude orange erstrahlen

Ab Donnerstag (25. November) möchte der örtliche Zonta-Club ein Zeichen gegen Gewalt an Frauen und Mädchen setzen.

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"Orange the World" im Oldenburger Münsterland: Bereits im vergangenen Jahr wurden einige Gebäude wie etwa die Vechtaer Propsteikirche St. Georg orange angestrahlt. Archivfoto: Chowanietz

"Orange the World" im Oldenburger Münsterland: Bereits im vergangenen Jahr wurden einige Gebäude wie etwa die Vechtaer Propsteikirche St. Georg orange angestrahlt. Archivfoto: Chowanietz

Bei der Aktion „Orange the World“ werden weltweit
Gebäude in der Farbe Orange angestrahlt. Sie soll eine Zukunft ohne Gewalt gegen Frauen symbolisieren - der Hintergrund der Aktion. In diesem Jahr findet die Aktion bereits im dritten Jahr, initiiert durch den Zonta-Club Diepholz-Vechta mit der Firma Claus Almes als Sponsor für die bereitgestellten orangefarbenen Folien zum Beleuchten, statt. Im Zeitraum von Donnerstag (25. November) bis zum 10. Dezember (Freitag) werden in den Landkreisen Vechta, Cloppenburg und Diepholz voraussichtlich rund 120 Gebäude jeden Abend ab 17 Uhr in Orange beleuchtet. Darunter sind öffentliche Gebäude, Kirchen, Firmen, Schul- und Bildungseinrichtungen, Arztpraxen sowie Privatleute.

Am Donnerstag (25. November) wird für nähere Informationen ein Infostand auf dem Weihnachtsmarkt in Vechta aufgebaut, der ab 17 Uhr auch orange erleuchtet sein wird. Am Sonntag (28. November) folgt ein Stand in Steinfeld. Gegen Spende werden Gegenstände wie das "Zonta-Zunder" zum Anzünden des Kamins verkauft, um die Projektarbeit finanziell zu unterstützen. Eine Projektarbeit, die Gewalt gegen Frauen und Mädchen angehen möchte. Man unterstütze mit den Geldern auch Frauenhäuser oder das Frauengefängnis.

Der Vorstand des Zonta-Clubs Diepholz-Vechta: Christina Runge (von links), Kirsten Tänzer, Karen Wilke, Isabel Purnhagen (Präsidentin), Brigitte Koscharre und Dr. Jutta Bruns. Foto: Hoyng-PlateDer Vorstand des Zonta-Clubs Diepholz-Vechta: Christina Runge (von links), Kirsten Tänzer, Karen Wilke, Isabel Purnhagen (Präsidentin), Brigitte Koscharre und Dr. Jutta Bruns. Foto: Hoyng-Plate

Zonta-Clubs gibt es weltweit. Seit 2017 - offiziell mit Aufnahme in Zonta International seit Mai 2019 - auch in den Landkreisen Vechta und Diepholz. Inge Human gründete mit Unterstützung des Clubs in Verden den Zonta Club Diepholz-Vechta. Das Team besteht aus 32 berufstätigen Frauen. "Wir vertreten Frauenrechte gesellschaftlicher, gesundheitlicher und rechtlicher Art", sagt das Vorstandsmitglied Dr. Jutta Bruns. Die Organisation bemühe sich darum, dass Frauen und Mädchen Obdach bekommen, gestärkt werden sowie Erziehung und Bildung genießen können. 

„Wir vertreten Frauenrechte gesellschaftlicher, gesundheitlicher und rechtlicher Art.“Dr. Jutta Bruns, Vorstand Zonta-Club Diepholz-Vechta

In diesem Jahr startet das „Luisa ist hier!“-Projekt, das in Diepholz bereits gestartet ist. Dabei kooperieren das Netzwerk gegen Häusliche Gewalt Diepholz und das Stellwerk Zukunft mit dem Zonta-Club Diepholz-Vechta. Wenn sich Frauen oder Mädchen beim Feiern beispielsweise von einer Person bedroht fühlen, könnten sie das Personal „Ist Luisa hier?“ fragen. Auf diese Signalfrage hin werde seitens der Gastronomen diskret reagiert und für die physische Sicherheit der Person gesorgt. Die Schulungskosten für das Personal würden vom Club Diepholz-Vechta getragen.

Fröhlich-weltoffener Feminismus

Die Arbeit des Zonta-Clubs Diepholz-Vechta organisiert sich innerhalb verschiedener Gremien. Eine Gruppe kümmert sich um die Art der möglichen Projekte, die andere um die Durchführung, eine andere wiederum um Public Relations. Das Selbstverständnis distanziere sich dabei von der Bezeichnung "Emanze" und plädiere vielmehr für einen fröhlich-weltoffenen Feminismus.

Jedes Jahr verleiht der Zonta-Club den „Young Women in Public Affairs Award“, wobei in diesem Jahr eine Nominierte aus Diepholz kam. Mit diesem Preis werden junge Frauen im Alter zwischen 16 und 19 Jahren ausgezeichnet, die sich überdurchschnittlich in der Schule, in Vereinen oder Organisationen engagieren. Die Diepholzerin hat zwar nicht gewonnen, aber allein die Nominierung sei etwas Besonderes für sie und den lokalen Zonta-Club gewesen, sagt Dr. Bruns.


Fakten:

  • „Zonta“ heißt auf Lakota, der Sprache der Sioux, aufrichtig und vertrauenswürdig.
  • Der Club wurde 1919 in den USA gegründet.
  • Die Gründerinnen besaßen allesamt einen Universitätsabschluss und zählten zu den ersten wahlberechtigten Frauen Nordamerikas.
  • Das Ziel – damals wie heute – ist, die Gleichberechtigung von Frauen herzustellen und ihr Leben zu verbessern.
  • In den Vereinten Nationen hat die Organisation konsultativen Status; sie arbeitet auch mit dem Europarat zusammen. In Deutschland gibt es über 130 Clubs mit circa 4500 Mitgliedern.

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