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Aktion "Licht an" in Lohne: Radfahrer sollen erleuchtet werden

Der Präventionsrat der Stadt, die Kreisverkehrswacht Vechta und das Polizeikommissariat Vechta werben gemeinsam für mehr Sichtbarkeit im Straßenverkehr – gerade in den dunklen Monaten.

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Sicherheit durch Sichtbarkeit: Dafür werben (von links) Bürgermeister Tobias Gerdesmeyer, Thomas Stransky (Kreisverkehrswacht), Andrea Marré (Präventionsrat) und Jens Werner (Polizeikommissariat Vechta). Foto: Timphaus

Sicherheit durch Sichtbarkeit: Dafür werben (von links) Bürgermeister Tobias Gerdesmeyer, Thomas Stransky (Kreisverkehrswacht), Andrea Marré (Präventionsrat) und Jens Werner (Polizeikommissariat Vechta). Foto: Timphaus

Im Dunkeln ist gut munkeln – aber nicht gut Fahrrad fahren, zumindest ohne Licht. Wer in den Herbst- und Wintermonaten mit dem Auto oder Fahrrad unterwegs ist, kennt diese Problematik. Oft sind die Radler erst im letzten Moment zu erkennen – und dann kann es auch schon zu spät sein. 

Um der Unfallgefahr vorzubeugen und für mehr Sichtbarkeit zu sensibilisieren, haben der Präventionsrat der Stadt Lohne und die Kreisverkehrswacht Vechta in Kooperation mit dem Polizeikommissariat Vechta die Kampagne "Licht an" initiiert. Von Oktober bis Ende Januar stehen an stark frequentierten Straßen und neuralgischen Stellen im Stadtgebiet insgesamt 30 Fahrräder mit auffällig lackierten Reifen. Zusätzlich mit einem Plakat versehen, sollen sie Fahrradfahrer an ihre Beleuchtung erinnern. Die Polizei unterstützt im Rahmen ihrer "Beleuchtungswochen" mit verstärkten Kontrollen.  

Die Aktion hat Thomas Stransky ins Leben gerufen. Der Vorsitzende der Kreisverkehrswacht Vechta und Verkehrssicherheitsberater des Polizeikommissariats Vechta sagt, dass die Idee ursprünglich aus Lüneburg stamme. In der Vergangenheit hätten sich immer wieder Bürger über fehlende Beleuchtung bei Radfahrern beschwert. Daraufhin habe er Kontakt zu den Kollegen in der Hansestadt aufgenommen, die sehr kooperativ gewesen seien.

Bauhof schnürt ein Rundum-sorglos-Paket

Das Ansinnen der Kreisverkehrswacht sind laut Stransky kreisweite Kampagnen. Etwas zerknirscht berichtet er deshalb auch von der "mäßigen Resonanz" der Kommunen im Landkreis Vechta auf seinen Anfang dieses Jahres gestarteten Aufruf. "Nur Lohne ist sofort eingestiegen", lobt er den Präventionsrat um Geschäftsführerin Andrea Marré, mit der er schon öfter erfolgreich zusammengearbeitet habe.

Ein weiteres Lob verteilt Stransky an den Lohner Bauhof, der ihn exzellent bei der Umrüstung, Lackierung und Aufstellung der Fahrräder – die übrigens nicht fahrbereit sind – unterstützt habe. "Die Jungs haben ein Rundum-sorglos-Paket geschnürt."

"Radfahren ohne Licht bei Dunkelheit ist ein gefährliches Unterfangen. Wir wollen auf das Problem aufmerksam machen."Thomas Stransky, Vorsitzender der Kreisverkehrswacht Vechta

Stransky nutzt die Gelegenheit, um nochmals an die weiteren Städte und Gemeinden sowie den Landkreis zu appellieren, sich an der Kampagne zu beteiligen, die sich nicht nur an Kinder und Jugendliche richte. "Radfahren ohne Licht bei Dunkelheit ist ein gefährliches Unterfangen. Wir wollen auf das Problem aufmerksam machen." 

Schirmherr der Aktion ist Jens Werner. Der Leiter des Polizeikommissariats Vechta verdeutlicht anhand der Statistiken, wie wichtig es ist, dass Fahrradfahrer im Straßenverkehr gesehen werden. "Etwa 80 Prozent aller Unfälle, an denen Radler beteiligt sind, enden mit schweren Verletzungen oder gar dem Tod." Die Ordnungshüter, die während ihrer Kontrollen immer wieder mit dem Problem konfrontiert werden – "die Beanstandungsquote ist hoch" –, wollen die Kampagne mit "flankierenden Kontrollen" unterstützen.

Marré wie auch die weiteren Beteiligten betonen, dass die Sichtbarkeit von Fahrradfahrern, aber auch von Fußgängern, nicht nur durch Licht verbessert werden könne. Auch Reflektoren am Fahrrad, Warnwesten, Reflektorbänder, Überzieher für den Fahrradhelm oder reflektierende Taschen und Rucksäcke tragen zur "Erleuchtung" bei.

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