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Aktion "Gott – (D)ein Gesicht geben" in Molbergen und Peheim

Über den beiden Krichenportalen hängt das Motto der Fasten- und Osterzeit. Bis Ostern hat jeder Gottesdient einen thematischen Schwerpunkt. An Aschermittwoch gibt es eine Einführung in die Aktion.

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Haben die Gottesdienste vorbereitet (von links): Angelika Siemer, Birgit Werrelmann, Maria Schrand, Elsbeth Koopmann, Maike Rippe, Annegret Diekmann, Pastor Uwe Börner und Doris Henke.   Foto: Heinzel

Haben die Gottesdienste vorbereitet (von links): Angelika Siemer, Birgit Werrelmann, Maria Schrand, Elsbeth Koopmann, Maike Rippe, Annegret Diekmann, Pastor Uwe Börner und Doris Henke.   Foto: Heinzel

Angelika Siemer hat sich mit Thomas dem Zweifler und Oliver Schalk, der vom Hooligan zum Kinderpastor wurde, beschäftigt. Der erste Fastensonntag (6. März) ist dieser biblischen Gestalt und der Verknüpfung ihres Glaubenszeugnisses mit Menschen von heute – also Schalk – gewidmet. Siemer erlebte Oliver Schalk in einer Talkshow und war fasziniert von dessen Geschichte. Schalk stammt aus einem zerrütteten Elternhaus und rutschte als Jugendlicher in die Hooligan- und Drogenszene ab. Dreimal landete er im Gefängnis. Am Tiefpunkt angekommen, wurde ihm auf einem Bikertreffen eine Bibel in die Hand gedrückt. So fand er zum Glauben, gab seinem Leben eine neue Wendung und wurde Kinderpastor.

Angelika Siemer gehört zum Liturgiekreis 2 der Molberger Pfarrgemeinde St. Johannes Baptist. Dessen Mitglieder haben die Gottesdienste der neun folgenden Sonntage inhaltlich unter dem Motto „Gott – (D)ein Gesicht geben!“ vorbereitet. Dies findet wie beschrieben über die Verknüpfung einer biblischen Gestalt mit einem modernen Gegenpart statt. Letztere werden noch nicht verraten, aber die biblischen Personen und ihre Impulse lauten: „Zweifel“ – Apostel Thomas (6. März), „Sehen“ – der blinde Bartimäus (13. März), „Mut“ – Veronika (20. März), „Neustart“ - Zachäus (27. März), „Aufrichten“ – Maria Magdalena (3. April), „Enttäuschung“ – Apostel Petrus (10. April), „Leben“ – Maria Magdalena (17. April), „Vertrauen“ – ungläubiger Thomas (24. April) und „Liebe“ – Simon Petrus (1. Mai).

"Die Fastenzeit ist eine Zeit der Besinnung"

Am Aschermittwoch (2. März) beginnt die Fastenzeit mit einer Einführung in das Thema „Gott -(D)ein Gesicht geben!“ während der Gottesdienste in Peheim (9 Uhr) und Molbergen (19 Uhr). Der Glaube werde oft konkret und sichtbar durch Menschen, die ihn ehrlich vorlebten, und so sollen die Beispiele zum Nachdenken und einer weiteren Beschäftigung anregen. „Die Fastenzeit ist eine Zeit der Besinnung“, sagt Pastor Uwe Börner. „Es geht darum, die Leute wieder neugierig zu machen“, so Maria Schrand. Zwei Elemente werden sich durch jeden der einzelnen Gottesdienste ziehen: Zum einen das Lied „Die Sache Jesu braucht Begeisterte“, so Angelika Siemer und ergänzt: „Jedes Jahr gibt es ein Mottolied, das in allen Gottesdiensten gesungen wird.“ Zum Anderen gebe es zum Abschluss eines jeden Gottesdienstes einen Zettel für die Besucher mit einem zum Impulsthema passenden Gebet.

Die Organisatoren halten die Impulsgedanken für die einzelnen Gottesdienste in die Höhe. Am ersten Fastensonntag (6. März) geht es um Zweifel und den Apostel Thomas.   Foto: HeinzelDie Organisatoren halten die Impulsgedanken für die einzelnen Gottesdienste in die Höhe. Am ersten Fastensonntag (6. März) geht es um Zweifel und den Apostel Thomas.   Foto: Heinzel

Anfang Januar begannen die Recherchen und Vorarbeiten des Liturgiekreises. „Das muss wachsen, man muss sich gedanklich damit auseinandersetzen. Das macht es für mich so wertvoll“, berichtet Elsbeth Koopmann und erzählt weiter, dass die Auseinandersetzung mit dem gewählten Thema auch in die eigene Familie hineinschwappte. Diese Erfahrung machte auch Doris Henke. Als sie nach der Themenvergabe etwas ratlos nach Hause kam, habe sich ihre 25-jährige Tochter direkt mit eingebracht und war Feuer und Flamme. Jeder bringe sich und seine Stärken in die Arbeit ein, ergänzt Uwe Börner. Ein Beispiel sei Martina Hochartz, die für die Gestaltung des Motto-Banners verantwortlich ist. „Sie hat uns in den letzten Jahren immer ein tolles Banner gestaltet“, sagt der Pastor.

Seit 2017 denkt sich der Liturgiekreis 2 jährlich ein neues Motto für die Fasten- und Osterzeit aus. Damals starteten sie mit „Das Kreuz mitten im Leben“, 2018 hieß es „Der Stein, der alles ins Rollen bringt“, 2019 „Mit meinem Glauben überspringe ich Grenzen“ und 2020 sowie 2021 „... dafür nehme ich mir Zeit… jetzt“. Der Kreis bringe „innovative und neue Ideen“ ein, sagt der Pastor. Angelika Diekmann meint: „Wir haben ordentlich Pepp reingebracht.“ Und so wachse und gedeihe die Gruppe, meint Maike Rippe.

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