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Adolf-Kolping-Schule weiht feierlich das neue Gebäude ein

Nach 2-jähriger Bauphase ist das Projekt abgeschlossen. Der Architekt des Gebäudes wanderte einst selbst durch die Flure und Hallen der Schule. Für ihn war es ein ganz besonderer Auftrag.

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Die Vorderansicht des neuen Gebäudes: Ein paar letzte Handgriffe werden noch erledigt.   Foto: Bernhardt

Die Vorderansicht des neuen Gebäudes: Ein paar letzte Handgriffe werden noch erledigt.   Foto: Bernhardt

Ein besonderer Tag für die Schüler und Lehrer der Adolf-Kolping-Schule in Lohne: Nach 2-jähriger Bauphase hat Schulleiter Martin kleine Bornhorst am Dienstag den Schlüssel für die neue Kfz-Werkstatt und den neuen Klassentrakt der Schule vom Landkreis erhalten. Mit der symbolischen Schlüsselübergabe dürfen nun auch circa 600 Schüler die neuen Klassenräume beziehen. 

Besonders die Abiturienten des Beruflichen Gymnasiums Technik dürften sich über die Einweihung des Gebäudes freuen. Sie waren bislang über das gesamte Schulgebäude verteilt und mussten teilweise mehrmals am Tag die Unterrichtsorte wechseln. "Mit den neuen Lern- und Themenräumen bekommt diese Säule der Schule nun endlich eine Heimat", sagt Landrat Herbert Winkel. 

Tradition und Moderne im Einklang: Der Namensgeber schmückt als Comic-Porträt das Foyer. Foto: BernhardtTradition und Moderne im Einklang: Der Namensgeber schmückt als "Comic-Porträt" das Foyer. Foto: Bernhardt

Der neue Gebäudetrakt erweitert die Schule neben der Kfz-Werkstatt auch um 23 Unterrichtsräume, 7 Themenräume und 3 offene Lerninseln. "Durch die moderne und zeitgemäße Ausstattung können wir die Schüler nun viel praxisnaher unterrichten", berichtet Schulleiter kl. Bornhorst. Das neue Herzstück für den Fachbereich Fahrzeugtechnik ist die Werkstatt. Mit dieser bekomme das Berufsfeld ein modernes Arbeits- und Ausbildungsumfeld mit hervorragenden technischen Voraussetzungen. Von der Zugmaschine über Pkw und Landmaschinen soll hier mit einer Hebebühne künftig an verschiedensten Fahrzeugen gearbeitet und getüftelt werden. Besonders auf die zunehmende Bedeutung von Elektro-Mobilität sei die Werkstatt bestens eingestellt. 

Zeit- und Kostenplan konnte eingehalten werden

Eine weitere Besonderheit beim Neubau: Ein ehemaliger Schüler durfte als Architekt des Gebäudes fungieren. Der Landkreis hatte nach dem Beschluss ein europaweites Ausschreibungsverfahren gestartet, bei dem mehr als 70 Bewerbungen eingingen. Nach einem Teilnahmewettbewerb kamen 4 Architekturbüros in die engere Auswahl und stellten ihre Konzeptideen vor. Darunter der Architekt Andreas Schneider mit seinem Büro in Bremen. Am Ende konnte das Unternehmen den Wettbewerb für sich entscheiden. „Ab dem Punkt, wo wir in die engere Auswahlphase kamen, habe ich mich total ins Zeug gelegt. Die Möglichkeit, seine alte Schule neu gestalten zu können, bekommt man nur ein Mal im Leben.“  Schneider hat 2 Abschlüsse am technischen Gymnasium der Adolf-Kolping-Schule absolviert. Bis 1985 spazierte er einst selbst durch die Flure und Hallen.

Für den Neubau der Schule investierte der Landkreis Vechta insgesamt 11,35 Millionen Euro. 68 Prozent aller Aufträge hätten an regionale Unternehmen im Landkreis Vechta und Cloppenburg vergeben werden können. Das entspreche rund 6 Millionen Euro. „Genauso freue ich mich, dass sowohl die geplanten Baukosten als auch die Dauer der Baumaßnahme eingehalten werden konnten“, so Landrat Winkel.

Durch den modernen Ausbau sei die Schule für die Zukunft gut aufgestellt, betont Schulleiter kl. Bornhorst. "Die fortschrittliche technische Ausstattung macht die Ausbildung attraktiver. So können wir hoffentlich wieder mehr Jugendliche überzeugen, sich für eine Berufsausbildung zu entscheiden", so Bornhorst. Auch Landrat Winkel rechnet dem Ausbau der Adolf-Kolping-Schule eine hohe Bedeutung zu. "Dies ist ein besonderer Tag für den Bildungsstandort Lohne und den gesamten Landkreis Vechta." Gut ausgebildete Fachkräfte seien  besonders für die regionale Wirtschaft eine Bereicherung. 

Nachhaltigkeit hatte für beide Seiten einen hohen Stellenwert

Architekt Schneider lobt die Zusammenarbeit mit dem Landkreis Vechta. "Im Vergleich zu anderen Projekten in Norddeutschland bin ich über die Schnelligkeit und die flache Hierarchie hier erstaunt. Die Zusammenarbeit lief sehr vertrauensvoll ab", schwärmt der ehemalige Schüler. Einigkeit herrschte besonders in puncto Nachhaltigkeit: Sowohl dem Landkreis als auch dem Architekturbüro sei es wichtig gewesen, ökologisch und nachhaltig zu arbeiten. So wurden auf dem Haupthaus eine Photovoltaik-Anlage installiert und auf der Werkstatt ein Gründach angelegt. 

Für Petra Ahlers, Amtsleiterin für Gebäudemanagement des Landkreises, markiert die Einweihung des Neubaus den Abschluss eines erfolgreichen Projekts. Auch Schulleiter Martin kl. Bornhorst freut sich über das Ende der Bauphase. Im Winter sollen auch Eltern und Interessierte bei einem "Tag der offenen Tür" einen Einblick in die neuen Räume erhalten können. 

Modernste Technik: Alle Klassenräume sind mit Beamer, Leinwand und Fernseher ausgestattet.    Foto: BernhardtModernste Technik: Alle Klassenräume sind mit Beamer, Leinwand und Fernseher ausgestattet.    Foto: Bernhardt

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