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Abzugskanal soll in Bösel Graben ersetzen

Im Böseler Baugebiet „Südlich der Jägerstraße“ ist der  Wassergraben, der das Gelände durchkreuzte, verschwunden. Für die Entwässerung ist nun neben den Rückhaltebecken der neue Abzugskanal zuständig.

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Noch einförmig und kahl, bald äußere Grünzone: die Entwässerungsgräben des neuen Baugebiets, das derzeit in  Bösel entsteht. Foto: Martin Pille

Noch einförmig und kahl, bald äußere Grünzone: die Entwässerungsgräben des neuen Baugebiets, das derzeit in Bösel entsteht. Foto: Martin Pille

Der Kanal beginnt auf der Höhe der Einfahrt zum Berliner Ring und verläuft künftig zwischen den neuen Mietshäusern und der Umgehungsstraße entlang, zweigt an der Straße „Am Wald“ ab, endet dort nach weiteren hundert Metern und verschwindet in großen Wasserrohren. In der Mitte der Reststrecke „Am Wald“ ist auch ein weiterer Überweg in die Sperberstraße des neuen Baugebiets vorgesehen.

Durch die zwangsläufige Versiegelung des Baugebiets erhöhe sich der Regenwasserabfluss um ein Vielfaches, erläuterte Heinrich Addicks vom gleichnamigen Planungsbüro in Oldenburg. Um ein schnelles Ansteigen des Wasserspiegels zu vermeiden, wurden zwei Rückhaltebecken an den Randlagen des neuen Wohngebietes angelegt.

Wasser wird gedrosselt eingeleitet

Hierin werde das Oberflächenwasser gesammelt und gleichzeitig gedrosselt eingeleitet, so Addicks. Die Größe ergebe sich aus der Lage der angeschlossenen Entwässerungskanäle. Das gelte besonders für das Rückhaltebecken im Süden vor der Waldfläche. Weil die wegen der Höhenlagen im Baugebiet verhältnismäßig tief liegen, vergrößert sich die Beckentiefe und damit deren Ausdehnung.

Die Tiefe des neuen Grabens von bis zu drei Metern ergebe sich aus den Anschlüssen bereits bestehender Verrohrungen, erläuterte der Planer. Da die Böschung naturnah flach angelegt wurde, führe das zu einer oberen Gewässerbreite von zehn bis 15 Metern. Addicks: „Das neue Gewässer führt in Trockenzeiten nur wenig Wasser. In regenreichen Zeiten steht es als zusätzlicher Speicher zur Verfügung“.

Alle Vertiefungen wurden ohne Dauerwasserstand geplant. Das bedeutet, dass Grünflächen entstehen und mit den flachen Böschungen eine „naturnah“ gestaltete äußere Grünzone entlang des umlaufenden Geh- und Radweges bilden. Überhaupt habe man sich planerisch um einen „naturnahen Umgang mit dem Regenwasser“ bemüht.

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