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Abiturienten erhalten Abi-Zeugnisse auf der Waldbühne

Das Copernicus-Gymnasium Löningen nutzt den  überdachten Zuschauer-Bereich für die Entlassungsfeier. Auch Haselünne und Sögel haben die Waldbühne gebucht.

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Ideal: Ausreichend Platz für die Festgäste der drei Gymnasien auch unter Corona-Bedingungen bietet der Zuschauerbereich der Waldbühne. Foto: Meyer

Ideal: Ausreichend Platz für die Festgäste der drei Gymnasien auch unter Corona-Bedingungen bietet der Zuschauerbereich der Waldbühne. Foto: Meyer

Not macht erfinderisch. Die Wahrheit dieses Spruchs stellen gerade die Verantwortlichen des Copernicus-Gymnasiums in Löningen bei der Organisation ihrer Abiturfeier unter Beweis. Denn vor der großen Frage stehend, wie kann die feierliche Entlassung des 13. Jahrgangs 2021 in Corona-Zeiten vonstattengehen, hatte Direktor Ralf Göken bereits Anfang des Jahres die rettende Idee. Nach etlichen Gesprächen, Vorbereitungen und dem Einholen von Genehmigungen steht jetzt fest: Die Abschlussfeier findet auf der Waldbühne in Ahmsen statt.

„All das, was wir angesichts der Corona-Vorschriften mit den immer noch geltenden Abstandsregeln an überdachtem Platz benötigen, finden wir im Löninger Nachbarort“, freut sich Göken. Ahmsen, Ortsteil der Gemeinde Lähden, ist nur rund 12 Kilometer von Löningen entfernt. Die Waldbühne, seit Jahrzehnten mit ihren Musical-Aufführungen für Kinder und Erwachsene mit über 40.000 Zuschauern pro Saison einer der größten und erfolgreichsten Theatervereine des Landes, hat einen überdachten Zuschauerbereich für über 2.500 Besucher.  

Das reiche allemal, um die Gäste mit dem nötigen Abstand unterzubringen, so Göken. Die feierliche Übergabe der Reifezeugnisse findet am 2. Juli ab 9.30 Uhr statt. Ob es im Anschluss einen Sekt-Empfang geben werde, hänge vom Inzidenzwert ab. Eine kurzfristige Organisation sei möglich. Zu den Elementen, auf die ausnahmsweise verzichtet werde, gehöre die Festrede eines früheren Schülers des Löninger Gymnasiums. Die hatte auf der letzten regulären Entlassungsfeier 2019 Silvia Breher, die stellvertretende Vorsitzende der CDU, gehalten.

Mit einem ökumenischen Gottesdienst soll begonnen werden

Auch die Bühne bietet mit fast 100 Metern Breite ausreichend Platz.  Natürlich werde die Veranstaltung musikalisch begleitet, betont der Oberstudiendirektor. Ob die Big Band oder ein Teil des Blasorchesters diese Aufgabe übernehmen wird, stehe noch nicht fest.  Die Schule hofft, dass es einen Gottesdienst zum Auftakt der Verabschiedung geben wird. Den organisieren die jungen Frauen und Männer des 13. Jahrgangs mit den Vertretern der katholischen und der evangelischen Kirchengemeinde. Damit können die Copernicaner den parallel ebenfalls verfolgten Plan B, die Feier in der großen Vierfeld-Sporthalle der Stadt zu veranstalten, ad acta legen.

Auch die beiden anderen Gymnasien der Gegend, das Kreisgymnasium St. Ursula in Haselünne und das Hümmling Gymnasium in Sögel, werden die Waldbühne für ihre Verabschiedung nutzen. Um die erforderlichen Genehmigungen durch den Landkreis Emsland für alle 3 Feiern mit dem gleichen Hygienekonzept kümmert sich  Norbert Schlee-Schüler, ehemaliger stellvertretender Schulleiter in Löningen und heute Leiter des Kreisgymnasiums Haselünne.

Es habe bereits vorbereitende Gespräche der Verantwortlichen gegeben, sagt Göken. „Wir sind überein gekommen, all das, was gemeinsam genutzt werden kann, auch zu nutzen.“ Dazu zählt zum Beispiel der Blumenschmuck. Wichtige Teile der Infrastruktur wie Verstärker, Mikrofone und Lautsprecher seien ohnehin vorhanden. Da sich die Löninger zuerst gemeldet hatten, haben sie ihren traditionellen Termin am ersten Freitag im Juli auch bekommen. Göken dankt dem Vorstand mit dem Vorsitzenden Josef Meyer an der Spitze für die gastfreundliche Aufnahme. Der Kontakt sei über Schulsekretärin Ulrike Kleene zustande gekommen, die Mitglied des Theatervereins ist.

"Umstände für den Abiturjahrgang 2021 tragisch"

„Die letzten Monate waren für alle Angehörigen der Schulgemeinschaft wahrlich keine tolle Zeit, ich hoffe, dass eine stimmungsvolle Abschiedsfeier für diesen Jahrgang zumindest ein kleines bisschen Normalität für Schüler, Eltern und Lehrer bringt“, betont Göken. Er bewertete die Abitur-Umstände für den Jahrgang 2021 als "tragisch", denn durch Corona habe es keine Studienfahrten und keine Partys gegeben. Auch der Abi-Ball finde nicht statt. Dies bleibe aber hoffentlich die Ausnahme, betont der Oberstudiendirektor.

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