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Ab Sonntag gelten schärfere Regeln

In Niedersachsen tritt am Sonntag die neue Corona-Verordnung mit schärferen Regeln in Kraft. Hier gibt’s die wichtigsten Änderungen zum vorherigen Maßnahmen-Katalog im Überblick.

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Distanzunterricht an weiterführenden Schulen: Das Szenario C gilt für alle Klassen, in denen keine Prüfungen anstehen. Symbolfoto: dpa

Distanzunterricht an weiterführenden Schulen: Das Szenario C gilt für alle Klassen, in denen keine Prüfungen anstehen. Symbolfoto: dpa

Der Lockdown geht in die Verlängerung - bis einschließlich 31. Januar. Das haben Bund und Länder so beschlossen - außerdem gelten schärfer Regeln. Diese sind nun in der Corona-Verordnung des Landesverordnung fixiert worden. Ab Sonntag müssen die Maßnahmen beachtet werden:

  • Kontaktbeschränkung: Ab Sonntag dürfen sich Mitglieder eines Haushaltes nur noch mit einer weiteren Person treffen. Anders als bisher zählen dabei auch Kinder mit. Das Land Niedersachsen hat die Regel präzisiert: Demnach ist es egal ob eine Familie als Haushalt eine Person besucht - oder eine Person eine Familie. Die Beschränkung gilt im öffentlichen Raum und im privaten Rahmen. Ausnahmen gelten für betreuende und pflegende Personen. Ausnahme bei Kindern in Patchwork-Familien und bei getrennt lebenden Eltern: Die Kinder gehören zu den Haushalten beider Eltern und werden nicht mitgezählt.
  • Bewegungsbeschränkungen: Grundsätzlich kann in Hotspot-Landkreisen, in den die 7-Tagesinzidenz über dem Wert von 200 liegt, der Bewegungsradius auf 15 Kilometer rund um den Wohnsitz beschränkt werden. Diese Maßnahme tritt aber nicht automatisch bei Überschreitung des Grenzwertes in Kraft. Stattdessen sollen die Landkreise darüber entscheiden. Ausnahmen sind außerdem für bestimmte Personengruppen vorgesehen.
  • Reiserückkehrer aus ausländischen Risikogebieten müssen sich vor der Einreise testen lassen. Der Test darf nicht älter als 48 Stunden. Alternativ wird ein Test unmittelbar nach der Einreise gemacht. Auch bei einem negativen Test müssen sie mindestens für 10 Tage in Quarantäne. Eine Verkürzung ist möglich, wenn nach 5 Tagen ein zweiter Test negativ ist. Es gibt in Niedersachsen keine Ausnahmen für geimpfte oder durch überstandene Infektion immune Personen.
  • Schulen: An Grundschulen gibt es in der ersten Woche nach den Ferien Distanzunterricht, anschließend bis Halbjahresende Unterricht im Wechselmodell (Szenario B). An den weiterführenden Schulen wechseln die Klassen, in denen keine Abschlüsse anstehen, komplett ins Distanzlernen (Szenario C). Das gilt auch für die berufsbildendenden Schulen. In den Abitur- und Abschlussklassen wird Unterricht in geteilten Klassen erteilt (Szenario B). Für Schülerinnen und Schüler der Klassen 1 bis 6, die nicht in der Präsenzlerngruppe sind, ist eine Notbetreuung geplant.
  • Kinderbetreuung: In den Kindertagesstätten gibt es eine Notbetreuung mit bis zu 50 Prozent der Gruppengröße. In Anspruch nehmen können die Notbetreuung Eltern, die in relevanten Berufen arbeiten und die Betreuung sonst nicht sicherstellen können, außerdem gibt es eine Härtefallregelung. Die private Betreuung von Kindern in Kleingruppen aus mehreren verschiedenen Familien bleibt erlaubt. Außerdem bleibt es Eltern gestattet, Kinder aus mehreren Familien zur Betreuung zu bringen oder dort abzuholen.
  • Außerschulische Bildung: Der Präsenzunterricht ist untersagt. Prüfungen und Beratungsgespräche sind weiterhin möglich.
  • Geschlossen bleiben: Gastronomiebetriebe, Bars, Clubs, Discos, Kneipen (Lieferung und Abholung von Essen für den Verzehr zu Hause erlaubt); Theater, Museen, Opernhäuser, Büchereien, Kinos, Freizeitparks, Zoos, Messen und Spielhallen; Schwimmbäder, Saunen, Fitnessstudios und Sporteinrichtungen; Kosmetikstudios, Massagepraxen, Friseursalons sowie Prostitutionsbetriebe.
  • Geöffnet bleiben: Lebensmittelläden, Reformhäuser, Wochen-, Getränke- und Babyfachmärkte, Abhol- und Lieferdienste, Apotheken, Sanitätshäuser, Drogerien, Optiker, Hörgeräteakustiker, Tankstellen, Kfz- und Fahrradwerkstätten, Banken und Sparkassen, Poststellen, Reinigungen, Waschsalons, Zeitungsverkauf, Tierbedarf, Futtermittelmärkte und Großhandel

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