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Ab nach draußen! Das sind die Radtour-Tipps der Redaktion zu Ostern

Ab nach draußen, rauf aufs Rad! Das sagen auch wir auch immer wieder unseren Kollegen, die an dieser Stelle ihre Tipps für Touren im Oldenburger Münsterland verraten.

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Die Karte allein reicht nicht immer zur Navigation bei der spaßigen Geocaching-Tour des Naturparks Dümmer.  Foto: Stefan Freiwald

Die Karte allein reicht nicht immer zur Navigation bei der spaßigen Geocaching-Tour des Naturparks Dümmer. Foto: Stefan Freiwald

Schnitzeljagd im Naturpark Dümmer

Schnitzeljagd einmal anders: Das verspricht die Naturpark-Organisation mit ihren neuen drei Rundkursen. Unser Fazit vorab: Die Radtour mit Schatzsuche und Rätselei zwischen Aschen und Diepholz macht Spaß. Allerdings gehört auch Pfadfinderspürsinn dazu. Das liegt vor allem am Kartenmaterial, das der Naturpark Dümmer in seinen Flyer druckt. Mit dieser Karte, auf der sämtliche Straßennamen fehlen, sollen sich angehende Geocacher zurechtfinden. GPS-Geräte und Handys würden nicht benötigt, heißt es.

Der Cache findet sich nach einer Eingewöhnungszeit fast von selbst. Er besteht – wie üblich – aus einem Röhrchen, in dem ein kleines Logbuch liegt, in das man sich einträgt. Im Gegensatz zum bekannten Geocaching steht darauf ein Wort, das in den Flyer übertragen wird und mit den übrigen sieben Logbüchern auf der Strecke einen Lösungssatz ergibt. Manchmal müssen wir auch an Schildern am Wegesrand nach Buchstaben suchen. Das sorgt für Abwechslung.

Im Naturpark Dümmer gibt es drei Geocaching-Touren: 18 Kilometer Radtour bei Aschen, 14 Kilometer Radtour bei Ströhen und 7 Kilometer Wanderroute durch das Bexaddetal. Die Flyer mit den Bedingungen und der Landkarte gibt es als PDF zum Download unter www.naturpark-duemmer.de.


Auf zwei Rädern einmal rund um zwei Gemeinden

Die vom Verbund Oldenburger Münsterland erarbeitete und ausgeschilderte Barßel-Saterland-Rundtour ist stolze 45 Kilometer lang. Der Vorteil: Sie ist abwechslungsreich, lädt zu vielen Zwischenstopps ein und gibt mit viel Grün und viel Wasser einen schönen Einblick in den nördlichsten Teil des Oldenburger Münsterlandes. Der Nachteil: 45 Kilometer sind lang. Die angegebene Fahrzeit von 3 Stunden versteht sich ohne Pause. Mit Kindern wird die Tour zum Tagesausflug.

Die Planer schlagen vor, die Tour am Barßeler Hafen zu beginnen. Und das ist tatsächlich auch der beste Start für die Rundfahrt, auch wenn der Einstieg natürlich an jedem beliebigen Punkt der Strecke möglich ist. Von hier aus führen gleich die ersten Kilometer durch einen der schönsten Teilabschnitte des Rundkurses. Wir starten in Richtung Norden auf der Deichstraße und folgen ihr für 4 Kilometer bis zur Klosterstraße. Der Einstieg in die Tour bietet das, was das Radwandern schön macht: eine gut ausgebaute Strecke mit wenig Verkehr entlang einer teilweise idyllischen Landschaft. Rechts von uns wird die Soeste zum Barßeler Tief, links von uns erstrecken sich weite Felder, vereinzelte Briefkästen lassen auf lange Hofzufahrten schließen.

Auf den 3,5 Kilometern entlang des Bibelter Wegs erstrecken sich Felder soweit das Auge reicht. Erst in Bollingen wird die Besiedlung wieder dichter, die Route führt uns durch Strücklingen über die Eschstraße nach Ramsloh. Und spätestens hier sind wir froh, die GPS-Daten der Tour in die Radtour-App auf dem Handy eingespielt zu haben.

Highlight: Der Barfußpark in Harkebrügge ist allein schon eine Reise wert.   Foto: StixHighlight: Der Barfußpark in Harkebrügge ist allein schon eine Reise wert.   Foto: Stix

Jetzt aber ist erst einmal Zeit für eine größere Pause. Mit einem kurzen Abstecher ist der Hollener See zu erreichen, der zumindest im Sommer zum Baden einlädt. Wer will oder aus Zeitgründen muss, kann die Route jetzt über die Straßen Barselkeweg, Am Ostermoor und Scharreler Damm abkürzen und auf diesem Weg Richtung Harkebrügge radeln, alle anderen fahren ein kurzes Stück zurück und folgen der Ausschilderung oder dem Navi durch Scharrel und Sedelsberg ins Schwaneburger Moor. Erneut geht es auf landschaftlich schöner Strecke über den Elisabethfehnkanal und dann Richtung Nordost zum Barfußpark Harkebrügge, einem der Highlights der Tour. Von hier aus sind es nur noch 9 Kilometer bis zum Ausgangspunkt zurück.


Auf den Spuren von Räubern und einem Weißen Fräulein

Wer schon immer wissen wollte, was sich zum Beispiel hinter den Räubern vom Mordkuhlenberg verbirgt, wie die Geschichte des Weißen Fräuleins von der Dersaburg ausgeht, wie Steinfeld zu seinem Namen kam oder wo die Pest im Astloch lauerte, der sollte sich aufs Rad setzen und die „RäuberRadRoute“ in Angriff nehmen, die die Tourist-Information (TI) Dammer Berge zusammen mit dem Zweckverband Erholungsgebiet Dammer Berge geschaffen hat.

In deren Mittelpunkt stehen Sagen und Geschichten aus längst vergangenen Zeiten, die zum Südkreis Vechta gehören wie die Dammer Berge. Wer die „RäuberRadRoute“ in einem Stück bewältigen will, der muss laut TI eine Fahrzeit von 6,12 Stunden veranschlagen. Exakt 91,2 Kilometer ist diese höchst bemerkenswerte Strecke lang, die durch Damme, Neuenkirchen-Vörden, Holdorf und Steinfeld führt.

An 13 Stationen kann der Radfahrer Halt machen und möglicherweise manch Neues erfahren. Allen ist gemeinsam, dass die Tafeln mit den Texten und Bildern auf massiven Edelroststelen angebracht sind, die im korrodierten Aussehen den acht jeweils ungefähr 1,8 Meter hohen Räuber-Stelen beim Dammer Mordkuhlenberg gleichen.

Ein Geschäftsführer und kein Bösewicht: Räuber Josef Kruse begrüßte Bernd Stolle beim Restaurant Kruse. Foto: LammertEin Geschäftsführer und kein Bösewicht: "Räuber" Josef Kruse begrüßte Bernd Stolle beim Restaurant Kruse. Foto: Lammert

Die erste Station ist selbstredend dort platziert, wo früher angeblich die Räuber vom Mordkuhlenberg hausten, also am Mordkuhlenberg, heute auch bekannt wegen des 142 Meter hohen Aussichtsturms, auf dessen oberster Plattform sich der Text der Räubersage findet, die möglicherweise gar keine Räuberpistole ist. Warum das so ist? „Das verrate ich nicht, das soll jeder oben auf dem Turm selber lesen“, erklärt Bernd Stolle, Geschäftsführer der Tourist-Information Dammer Berge

Die weiteren Themen sind „Wie der Dümmer-See entstand“, „Wie wilde Räuber steinreich wurden“, „Die Erdmännchen von Eekholte“, „Der Teufel in de deepen Pöele“, „Der blinde Schimmel“, „Die Pest lauerte im Astloch“, „Die Nymphe vom Bexaddetal“, „Das Weiße Fräulein von der Dersaburg“, „Der Schwedenkirchhof von Ihorst“, „Der Bau der Ondruper Kapelle“, „Wie Steinfeld zu seinem Namen kam“ und schließlich „Schabernack der Riesen vom Fuhrenkamp“.

Die Route führt, übrigens auch ohne Abstecher etwa zum Dammer Bergsee, durch die reizvollsten Teile des Erholungsgebietes Dammer Berge. Zumindest für E-Bike-Radler, aber auch für den trainierten Bürger, der auf jegliche Antriebshilfe verzichtet, ist die Gesamtstrecke oder sind auch nur einzelne Abschnitte gut zu befahren, selbst wenn es insgesamt 107 Höhenmeter zu absolvieren gilt. Mehr über die „RäuberRadRoute“ findet sich im Internet auf der Seite der TI Dammer Berge unter www.dammer-berge.de.


32 Kilometer gespickt mit vielen Pausen

Stadt, Wasser und Wald verspricht die gleichnamige Fahrradtour, die der Verbund Oldenburger Münsterland auf seiner Homepage anpreist – und der Name ist Programm. Start ist bei der Tourist-Info an der Eschstraße in Cloppenburg und nach wenigen Metern geht es auf die erste Fahrradstraße der Kreisstadt, um dann weiter in Richtung Vahren zu radeln. Dieses Teilstück ist kein Geheimtipp, im weiteren Verlauf des Rundkurses gibt es aber einige Passagen abseits der gewohnten Pfade. Ohne die entsprechende Beschilderung wäre ich auf den einen oder anderen Schlenker nicht gekommen.

Die Planer dieser in etwas über 2 Stunden zu schaffenden Fahrradtour haben ein gutes Händchen gehabt. Fast alle Abschnitte sind asphaltiert und nur zwischen Ambühren und Resthausen gibt es ein paar Meter Feldweg, die aber keine zu große Herausforderung darstellen. Entsprechend ist der Schwierigkeitsgrad auch mit „leicht“ angegeben. Als Jahreszeit wird April bis Oktober empfohlen und besonders der beginnende Herbst macht die abwechslungsreiche Strecke noch einmal ein Stück reizvoller.

An Möglichkeiten für Pausen mangelt es nicht, sodass sich auch Familien gemeinsam auf den Weg machen können. Der Picknickkorb sollte nicht fehlen, es gibt aber auch Möglichkeiten einzukehren. Wer auf Selbstversorgung setzt, wird zahlreiche Rastplätze finden, an denen es Bänke und teilweise auch Tische gibt. An der Bleichhütte in Vahren bietet sich die erste Gelegenheit, aus dem Sattel zu steigen. Am kleinen Dorfteich und neben dem reetgedeckten Fachwerkhaus Anno 1612 gibt es gleich mehrere Sitzgelegenheiten.

Die größere Pause sollte man sich aber vielleicht für Molbergen aufheben, denn direkt an der Strecke liegt der noch junge Dorfpark, der Spielmöglichkeiten für alle Altersstufen und Sportgeräte bietet, die auch Erwachsene in Bewegung setzen. Das Areal ist vielseitig, bietet auf der einen Seite die Möglichkeit, mit dem Fußball zu kicken und hinter einem Wall, der potenziellen Lärm zurückhält, plätschert das Wasser aus der Fontaine in den Dorfteich.

Dicker Stein: 125 Tonnen wiegt der Granitbrocken, der mit einer Eiszeit aus Norwegen gekommen ist. Foto: VorwerkDicker Stein: 125 Tonnen wiegt der Granitbrocken, der mit einer Eiszeit aus Norwegen gekommen ist. Foto: Vorwerk

Auf einem perfekt asphaltierten Radweg geht es  weiter in Richtung Talsperre. Der Stausee zeigt sich am Horizont und auf den nächsten Metern gibt es Wegweiser zum Ufer und weitere Hinweistafeln, welche Tiere dort zu entdecken sind. Wer eine offizielle Ladestation für ein E-Bike sucht, wird an der Thülsfelder Talsperre ebenfalls fündig, auch wenn der Akku für gut 30 Kilometer immer genügend Strom liefern sollte.

Das Südufer wird nur tangiert und der Bogen in Richtung Kreisstadt geschlagen. Immer noch auf gut zu befahrendem Untergrund kommt irgendwann auf der linken Seite der Golfplatz in Sicht. Aber nur kurz, denn schließlich soll es doch wieder in Richtung Heimat gehen. Nicht aber, ohne einen Schlenker zum „Dicken Stein“ zu machen. Die paar 100 Meter Umweg lohnen sich, denn der Brocken aus norwegischem Granit wiegt 125 Tonnen und ist entsprechend imposant.


„Kirchen rund um Bakum“ mit dem Rad entdecken

„Kirchen rund um Bakum“ ist eine ruhige, knapp 30 Kilometer lange Strecke ohne große Erhebungen mit fünf zentralen Stationen. Der Start ist mitten in Bakum an der Pfarrkirche St. Johannes der Täufer, gefolgt von der Kirche St. Johannes der Evangelist in Carum. Danach stehen St. Josef in Lüsche und St. Vitus in Vestrup auf dem Programm, bevor die laut Verbund Oldenburger Münsterland (OM) knapp 2-stündige Radtour an der denkmalgeschützten evangelischen Gethsemanekirche in Bakum endet.

Hubert Kröger nimmt uns mit auf diese Reise. Der ehemalige Verwaltungsdirektor des Lohner Krankenhauses ist seit 6 Jahren im Heimatverein Bakum aktiv und mit seinem Fahrrad praktisch quer durch Europa gefahren. Die Kirchen-Route kenne er in- und auswendig, sagt Kröger. Landschaftlich besonders reizvoll seien der Mäuseturmsee und der Lüscher Polder.

Ein großes Hilfsmittel seien die GPX-Daten, welche man ganz einfach von der Homepage des OM-Verbundes auf sein Navigationsgerät übertragen könne, erklärt der Harmer. Anschließend könne auch der Ortsfremde losradeln, ohne sich über die Streckenführung Gedanken machen zu müssen.

Start ist an der Pfarrkirche St. Johannes der Täufer in Bakum mit ihrem 52 Meter hohen Glockenturm. „Von außen gleicht die Kirche der Kirche in Neuenkirchen“, erzählt Kröger. Es sei der Wunsch des damaligen Pfarrers gewesen. Betritt der Besucher das Gotteshaus, fällt der Blick direkt auf den großen Holzaltar und die bunten Chorfenster. Für Hubert Kröger sind diese Fenster „etwas ganz Besonderes“. Sie zeigten sehr eindrucksvoll einige Szenen aus dem Neuen Testament.

Ein Geheimtipp für Familien: der Dorfplatz Märschendorf. Der Platz verfügt über einen Spielplatz mit Seilbahn, und eine Grillmöglichkeit gibt es auch. Wer grillen möchte, wendet sich am besten im Vorfeld an den Ortsvorsteher.

Kurz vor dem Ortseingang zu Carum unternimmt Hubert Kröger noch einen weiteren Abstecher. Im Wald ist eine kleine Lichtung der Mutter Gottes und dem Wunder von Fatima gewidmet. Hubert Kröger erzählt, das Ganze gehe darauf zurück, dass sich jedes Jahr Tausende Pilger im portugiesischen Fatima zur Marienverehrung versammeln. Im Landkreis Vechta wurde dies aufgegriffen und eine Marien-Nachbildung in einer großen Prozession immer von Kirchengemeinde zu Kirchengemeinde weitergereicht. Den Carumern gefiel dies so gut, dass sie diese kleine Fatima-Stätte einrichteten.

Der nächste Halt ist die 1891 erbaute Kirche in Carum. Ein interessantes Faktum zu St. Johannes der Evangelist ist, dass Zelebrationsaltar und Ambo innerhalb von 120 Stunden aus dem ehemaligen Beichtstuhl der Kirche gefertigt wurden. Und das ist gerade einmal 4 Jahre her.

Der im Stil des Historismus gefertigte Hochaltar gehört zur originalen Einrichtung der 1907 im Stile der Neugotik gebauten Pfarrkirche. Besonders schön sind die Chorfenster mit ihren kräftigen Farben.Der im Stil des Historismus gefertigte Hochaltar gehört zur originalen Einrichtung der 1907 im Stile der Neugotik gebauten Pfarrkirche. Besonders schön sind die Chorfenster mit ihren kräftigen Farben.

Nun verlässt Hubert Kröger erneut die vorgegebene Strecke. Er zweigt zum Naturschutzgebiet Lüscher Polder ab. Das Gebiet sei auch gut mit dem Fahrrad zu umrunden, meint der Harmer. Er schätzt die zusätzliche Strecke auf etwa 3,5 Kilometer. Haben sich Erholung suchende Radtouristen mit Natureindrücken vollgesogen, können sie sich auf dem Göpelplatz in Lüsche eine kleine Pause gönnen, bevor sie ein paar Meter weiterziehen, um sich die Kirche St. Josef anzusehen. In Sichtweite der Kirche hält Hubert Kröger noch einmal kurz an und zeigt auf den sogenannten „Zigeunerbrunnen“ und berichtet, dass in Lüsche im Rahmen der Kirmes der Lüscher Zigeunermarkt stattfindet.

Nun geht es auf die Zielgerade. In Vestrup ist es die St. Vitus Kirche mit der ältesten Kanzel im Oldenburger Münsterland. Sie stammt aus dem Jahr 1591 und ist nicht die einzige Sehenswürdigkeit in dem 1772 erbauten Gotteshaus. Besucher sollten sich etwas Zeit nehmen, um alles auf sich wirken zu lassen. Am evangelischen Gotteshaus geht die Tour schließlich zu Ende. Die Notkirche aus dem Jahr 1951 erhielt ihren Namen übrigens erst 2001. Das Innere des Gebäudes sei absolut sehenswert und ganz anders als bei den anderen vier Kirchen, weiß Kröger.


Lohne hat Idylle in Hülle und Fülle zu bieten

Die Route „Von Grafen und Gänsen“ ist 33,8 Kilometer lang. Vom Schotterparkplatz in der Lohner Innenstadt aus geht es los. Die Strecke führt sowohl entlang des Südlohner Moores als auch an zahlreichen Feldern und Wiesen vorbei.

Der Pickerweg stellt eine Besonderheit dar: Im ersten Teilstück von der Landwehrstraße aus gleicht die mittelalterliche Handelsstraße mitunter einer Rennstrecke, auf der sich Radler drängelnden Autofahrern erwehren müssen. Wir nehmen einen kleinen Schlenker über den Sommerweg in Kauf, kehren aber doch noch einmal auf den Pickerweg zurück, um zur Plattform „Südlohner Moorblick“ zu gelangen. Diese hält, was sie verspricht. Von dem Holzbauwerk aus hat man eine tolle Aussicht über die Felder, Wälder und das Moor.

In Kroge geht's vorbei an der Herz-Jesu-Kirche. Dann liegt er da: der „Alte Schwede“. Dabei handelt es sich um den Findling, der vor 2 Jahren auf einem Feld entdeckt und geborgen wurde. Der Koloss ist etwa 1 Milliarde Jahre alt, wiegt 30,2 Tonnen und gehört damit zu den größten in Niedersachsen. Da hat im Landkreis Vechta eigentlich nur der Dicke Stein Steinfelds größere Ausmaße.

Ein dickes Ding: Der Alte Schwede“, ein 30-Tonnen-Findling, ist seit etwas mehr als zwei Jahren im Kroger Ortskern zu finden.Ein dickes Ding: Der „Alte Schwede“, ein 30-Tonnen-Findling, ist seit etwas mehr als zwei Jahren im Kroger Ortskern zu finden.

Über die Ziegeleistraße und einen Schleichweg, den wohl nur Insider wie Riesselmann kennen, gelangen wir zur Kirche St.-Anna-Klus. Der 1975 eingeweihte Kreuzweg, der von der Klus zu einer Anhöhe auf den Hamberg führt, ist ein echter Ort der Stille unweit der vielbefahrenen Steinfelder Straße.

Auch die nächste Passage hat ihren Reiz: Brettberg. Wann fährt man sonst an einem Gutshaus vorbei mitten über einen Golfplatz? Schwups, schon sind wir auf dem Weg durch den Hopener Wald. Die Wasserburg Hopen, 1517 von Herbord von Dinklage errichtet, wird rechts liegengelassen. Jetzt lautet Brockdorf das Ziel. Dort liegt die Wiege der Lohner Wirtschaftskraft – die Produktion von Schreibfedern. Auf dem Gänsehof Taphorn lässt sich die damit verbundene Gänsezucht hautnah erleben. Dem Klünpott, ein artenreicher Lebensraum mit alten Bäumen, Tümpeln und Streuobstwiesen, werden wir wohl beim nächsten Mal einen Besuch abstatten.

Schließlich sind wir bei einem Höhepunkt angelangt: der Burg Dinklage, Geburtsstätte des Kardinals Clemens August Graf von Galen, dem „Löwen von Münster“.

OM-hilft -  Helfen Sie mit! Das Oldenburger Münsterland hilft den Geflüchteten aus der Ukraine. Hilfsinitiativen, Wohlfahrtsorganisationen und viele mittelständische Unternehmen sind bereits dabei, die Hilfe vor Ort zu koordinieren. Und auch Sie können sich beteiligen. Wie und Wo? Das sagt Ihnen  die Webseite om- hilft.org

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