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Ab Mittwoch gilt Warnstufe 2: Auf diese Regeln müssen Sie sich einstellen

Die Corona-Maßnahmen im Oldenburger Münsterland werden verschärft. Dann müssen dort, wo bereits die 2G-Regel gilt, Geimpfte und Genesene zusätzlich einen negativen Test vorweisen. 2G-Plus kommt.

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Symbolfoto: dpa

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Ab Mittwoch müssen sich die Bürger im Oldenburger Münsterland auf noch schärfere Corona-Regeln einstellen. Und das betrifft sowohl im Landkreis Cloppenburg als auch im Landkreis Vechta jetzt besonders Geimpfte und Genesene. Denn neben dem Nachweis auf Impfschutz und Genesung wird jetzt auch ein negatives Testergebnis erforderlich. Das Prinzip heißt: 2G-Plus.

Der Grund für Warnstufe 2: Der Leitindikator "Hospitalisierung", der auf den Daten aller Krankenhäuser in Niedersachsen basiert, liegt am Montag jetzt den fünften Werktag in Folge oberhalb des Grenzwertes von 6 für Warnstufe 2. Laut aktuellen Angaben liegt der Wert bei 7,4. Die Hospitalisierungsrate ist in den letzten Tagen kontinuierlich angestiegen:

  • 24. November: 6,3 (erster Werktag)
  • 25. November: 6,6 (zweiter Werktag)
  • 26. November: 6,7 (dritter Werktag)
  • 27. November: 6,9 (vierter Werktag)
  • 28. November: 7,2 (Sonntage werden bei der Einstufung nicht mitgezählt)
  • 29. November: 7,4  (fünfter Werktag)

Damit ist die erste und maßgebliche Voraussetzung für Warnstufe 2 gegeben. Die zweite Bewertungsgrundlage ist die lokale 7-Tage-Inzidenz. Und die liegt in den Landkreisen Cloppenburg und Vechta bereits seit Wochen oberhalb des Grenzwertes für Warnstufe 2. Der Grenzwert liegt bei 100.

Laut aktuellen Berechnungen des Robert-Koch-Institutes liegt die 7-Tage-Inzidenz im Landkreis Cloppenburg am Montag wie schon seit Samstag bei 457,6. Das ist nicht nur der höchste Wert in Niedersachsen - es ist im Landkreis Cloppenburg auch ein Höchstwert seit Beginn der Pandemie. Der bisherige Höchstwert datierte vom 5. November 2020 mit 369,7.

Für den Landkreis Vechta meldet das Robert-Koch-Institut am Montag einen Wert von 375,8 gemeldet. Auch hier ist die 7-Tage-Inzidenz seit Samstag unverändert. Aktuell wird für den Kreis Vechta der dritthöchste Inzidenzwert in Niedersachsen gemeldet. Die Inzidenz ist nach dem bisherigen Höchstwert von 407,1 am 26. November zuletzt gesunken.

Was passiert jetzt? Laut Vorgaben der Corona-Verordnung in Niedersachsen müssen die Kreishäuser jetzt aktiv werden. Sie müssen die Warnstufe 2 amtlich feststellen. Es ist vorgeschrieben, dass am übernächsten Werktag nach Erreichen des Fünftagesabschnittes die Maßnahmen der höheren Warnstufe 2 in Kraft treten müssen. Das wird nicht nur im Oldenburger Münsterland der Fall sein, sondern die meisten Landkreise und kreisfreien Städte betreffen. Mit Blick auf die Zahlen von Montag liegen nur Wilhelmshaven und der Heidekreis unter dem 100er-Grenzwert bei der 7-Tage-Inzidenz.

Diese Regeln gelten in Warnstufe 2:

  • Bei Veranstaltungen (ausgenommen sind Sitzungen, politische und religiöse Veranstaltungen) in Innenräumen gilt die 2G-Plus-Regel. Unter freiem Himmel ist weiterhin 2G möglich - zuvor galt die 3G-Regel.
  • Auch bei privaten Treffen gilt dann: Bei über 15 Teilnehmern gilt drinnen 2G-Plus und draußen 2G.
  • In der Gastronomie gilt drinnen 2G-Plus, draußen 2G. Drinnen greift wieder eine verschärfte Maskenpflicht. Es sind nur noch FFP2-Masken erlaubt (außer im Sitzen).
  • Auf Weihnachtsmärkten gilt drinnen und draußen 2G-Plus. Die Maskenpflicht wird auf FFP2 verschärft (auch im Sitzen). Die Maske darf nur noch beim Essen und Trinken abgenommen werden.
  • Bei körpernahen Dienstleistungen, Beherbergungen und auf Sportanlagen gilt die 2G-Plus-Regel (unter freiem Himmel 2G). Auch hier werden drinnen FFP2-Masken zur Pflicht. Für Mitarbeiter gilt hingegen weiterhin die bundesweite 3G-Regel am Arbeitsplatz

Davon unabhängig gelten im Landkreis Cloppenburg weitergehende Kontaktbeschränkungen. Diese gelten im Rahmen einer Allgemeinverfügung bis einschließlich 22. Dezember.

  • Veranstaltungen mit über 250 Teilnehmern müssen zuvor bei der Kreisverwaltung beantragt werden und dürfen nur nach Genehmigung stattfinden.
  • Sitzen in einem beruflich genutzten Kraftfahrzeug mehr als fünf Personen gilt dann wieder Maskenpflicht.
  • Bei religiösen Veranstaltungen jeglicher Art (dazu zählen auch Gottesdienste) in Innenräumen ist der Zutritt nur noch nach der 3G-Regel erlaubt. 

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