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Ab Dienstag sind Corona-Tests in den lokalen Zentren im Kreis Vechta möglich

Genug Tests sind vorhanden, es kann losgehen. In den 10 örtlichen Testzentren wird ohne Termin gearbeitet. Derweil gibt es Irritationen über die Vergabe von Impfterminen für Ü80-Nachzügler.

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Abnahme eines Abstrichs für einen Corona-Test: Im Kreis starten am Dienstag die lokalen Testzentren. Foto: dpa / Carstensen

Abnahme eines Abstrichs für einen Corona-Test: Im Kreis starten am Dienstag die lokalen Testzentren. Foto: dpa / Carstensen

Am Ende ging es dann schnell. Konnte die Kreisverwaltung am Donnerstag noch keine Einzelheiten zu den geplanten kommunalen Corona-Testzentren bekannt geben, wurde die Öffentlichkeit am Freitagnachmittag darüber informiert, dass die "ersten Testzentren" am kommenden Dienstag (16. März) ihren Betrieb aufnehmen werden. Diese Testzentren wird es in jeder Stadt und Gemeinde im Kreis Vechta geben. Hier können sich die Einwohner des Kreises einmal wöchentlich einem kostenlosen PoC-Schnelltest unterziehen.

Die Öffnungszeiten werden noch bekannt gemacht

In der Mitteilung des Kreises heißt es, dass sich Testwillige nicht anmelden müssen. Die kommunalen Testzentren können jederzeit zu ihren Öffnungszeiten aufgesucht werden. Diese Zeiten sind variabel und finden sich in einer Übersicht im Internet. Die jeweiligen örtlichen Zentren sind mindestens an 3 Tagen in der Woche geöffnet. Der Betrieb ist zunächst für 4 Wochen angelegt. Eine Verlängerung des Projektes ist laut Mitteilung möglich. In Kürze soll es auch möglich sein, sich einen Termin über ein Onlineportal zu reservieren. Details will der Landkreis zeitnah bekannt geben. Einwohner müssen übrigens nicht zwingend das Testzentrum ihrer Heimatkommune aufsuchen, sondern haben die freie Wahl. 

Die Hilfsorganisationen haben ausreichend Testkits vorrätig

Betrieben werden die Zentren, in denen die jedem Bundesbürger versprochenen kostenlosen Tests vorgenommen werden, durch die Malteser und das Deutsche Rote Kreuz (DRK). Oliver Peters, Bereichsleiter Notfallvorsorge Oldenburger Münsterland bei den Maltesern, hatte zuletzt darauf hingewiesen, dass die Helfer zwar bereits einige tausend Tests bevorratet haben, dass für einen längeren Betrieb jedoch noch weitere Kits geordert werden müssten. Das sei inzwischen gelungen, so Peters: Malteser und DRK seien mit Tests "gut eingedeckt und wir können auch sofort nachordern".

Beim Besuch eines Testzentrums würden zunächst die Formalien geklärt, erklärt Henrik Busch, Bereitschaftsleiter des DRK im Kreis Vechta. Wer sich checken lassen möchte, muss den Personalausweis oder ein vergleichbares Ausweisdokument mitbringen. Hintergründe sind die Dokumentation beziehungsweise die Verhinderung des  Missbrauchs der kostenlosen Testmöglichkeit. "Anschließend wird der PoC-Schnelltest von Mitarbeitern der Hilfsorganisationen abgenommen." In einem separaten Bereich muss der Getestete 15 Minuten auf das Testergebnis warten, ergänzt Peters: "Bei einem negativen Ergebnis wird eine Bescheinigung darüber ausgestellt." Sollte der Schnelltest jedoch positiv ausfallen, wird vor Ort ein ebenfalls kostenloser PCR-Abstrich genommen, der direkt zur weiteren Diagnostik in ein Labor geschickt wird. "Dies ist ein großer Vorteil der kommunalen Testzentren", freut sich Vechtas Erster Kreisrat Hartmut Heinen. Ohne Zeit zu verlieren könne der Kontakt zwischen Gesundheitsamt und Infizierten sofort hergestellt werden. Heinen betont: "Testen gehört neben dem Impfen zu den wichtigsten Bausteinen zur Bekämpfung der Pandemie."

"Mit dieser Infrastruktur haben wir landesweit ein Alleinstellungsmerkmal."Manuela Honkomp, Bürgermeisterin in Steinfeld

Die Bürgerinnen und Bürger im Kreis haben mit den kommunalen Testzentren ergänzend zu den Angeboten der Hausärzte und Apotheken nun eine weitere Möglichkeit sich wöchentlich kostenlos testen zu lassen. "Mit dieser Infrastruktur haben wir landesweit ein Alleinstellungsmerkmal", sagt Manuela Honkomp, Bürgermeisterin in Steinfeld. Ihr Lohner Amtskollege Tobias Gerdesmeyer dankt Maltesern und DRK für die schnelle Unterstützung.

Entgegen der ursprünglichen Ankündigung hat sich der Ort des Zentrums in Vechta verändert. Es wird jetzt in der Sporthalle der Geschwister-Scholl-Oberschule eingerichtet.

Nähere Informationen zum gesamten Komplex Testungen gibt es im Internet unter der Adresse www.landkreis-vechta.de.

Das Impfzentrum des Kreises Vechta vergibt keine eigenen Impftermine

Eine missverständliche Darstellung des Landkreises führt unterdessen zu Irritationen. Am Dienstag hatte dieser einen Aufruf gestartet, dass alle seine Bürgerinnen und Bürger, die das 80. Lebensjahr vollendet, und bislang noch keinen Impftermin erhalten haben, sich an das Impfzentrum wenden können, um noch einen Termin zu vereinbaren. In der Mitteilung war formuliert worden: „Nur für diese Personengruppe vergibt das Impfzentrum Impftermine“. Diese Aussage ist nicht richtig. Das Impfzentrum vergibt keine eigenen Termine.

Impftermine vergibt nach wie vor zentral das Land Niedersachsen. Das Impfzentrum des Kreises, erreichbar montags bis freitags von 8 bis 20 Uhr unter Telefon 04441/898-3335, sammelt lediglich die Daten der noch nicht geimpften, über 80 Jahre alten Mitbürger, die das Zentrum mit ihrem Impfwunsch kontaktieren. Es reicht diese an das Land weiter. Von dort wird den Impfwilligen in der Folge ihr Termin mitgeteilt.

Inzwischen laufen im Impfzentrum gehäuft Anrufe von Personen auf, die der Prioritätsstufe 2 angehören und Impftermine vereinbaren möchten. Auch für die Impfwilligen in dieser Gruppe gilt weiterhin, dass sie sich an die zentrale Vergabe des Landes (Telefon 0800/ 9988665) wenden müssen, um ihren Impftermin zu erhalten. Auch eine Terminvereinbarung unter www.impfportal-niedersachsen.de ist möglich.

Die aktualisierte Liste der Standorte der Corona-Testzentren im Kreis Vechta:

Vechta: Foyer der Sport- und Schwimmhalle der Geschwister-Scholl-Oberschule, Driverstraße 12; Lohne: Lohneum, Vechtaer Straße 3; Damme: Scheune Leiber Mühlenstraße 12a; Dinklage: St. Catharina Begegnungsstätte, Schulstr. 1; Steinfeld: Katholisches Pfarrheim, Pastor-Schlichting-Straße; Neuenkirchen-Vörden: Schützenhalle Neuenkirchen, Alfhausener Straße 6; Holdorf: Katholisches Pfarrheim, Ostring 28; Visbek: Haus der Bildung und Familie, Bremer Tor 6; Goldenstedt: Sporthalle Lutten, Mittelweg 2; Bakum: Sporthalle Bakum, Loher Straße.

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