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"AAFriKa" liegt in Schwaneburgermoor

Im Rahmen der Sozialen Dorfentwicklung haben Einwohner des Friesoyther Ortsteils Schwaneburgermoor eine alte Bushaltestelle zum Treffpunkt umgebaut. Und ihn nach der anliegenden Straße benannt.

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Fertig: Initiator Jürgen Dolberg hat schon einmal auf dem fertiggestellten Rastplatz "AAFriKa" Platz genommen. Foto: C. Passmann

Fertig: Initiator Jürgen Dolberg hat schon einmal auf dem fertiggestellten Rastplatz "AAFriKa" Platz genommen. Foto: C. Passmann

„Vergangenheit bewahren – Zukunft neu denken“. So
lautet das Motto der Dorfentwicklung „Kanaldörfer“ der Stadt Friesoythe. In dieses Dorfentwicklungsprogramm des Landes Niedersachsen ist auch der Ortsteil Schwaneburgermoor aufgenommen worden. Hier macht sich auch der Orts- und Bürgerverein Schwaneburgermoor/Schillburg Gedanken darüber, wie die Zukunft der Ortschaft aussehen soll.

"Im Zuge der Dorfentwicklung ergab sich im Bereich Schwaneburgermoor durch eine Projektgruppe innerhalb des Vereins die Idee, eine bestehende Bushaltestelle um einen Rastplatz an der Straße „Am Alten Friesoyther Kanal" zu erweitern“, sagt Anwohner Jürger Dolberg. Ihm war das Projekt ein besonderes Herzensanliegen, er legt allerdings Wert darauf, dass die Realisierung eine
Gemeinschaftsaktion der Anlieger war.

Unterstand bot kein schönes Bild mehr

Bereits in der Vergangenheit wurde das Buswartehäuschen gerne zu Picknickpausen und zum Verweilen in der Natur genutzt. Allerdings bot der Unterstand kein schönes Bild mehr. "Wir hatten das Glück, dass das Land Niedersachsen, vertreten durch die Staatliche Moorverwaltung in Meppen, sofort bereit war, durch einen unentgeltlichen Gestattungsvertrag die entsprechende Fläche langfristig zur Verfügung zu stellen", sagt Dolberg. Blieb das Finanzielle: Kleinstprojekte würden eigentlich durch die niedersächsische Bingo Umweltstiftung gefördert, aber leider ergab sich im Zuge des Antrags nur eine geringe Kostenübernahme für Teile des Projekts.

"Es half alles nicht", resümiert Dolberg. "Wir wollten das Projekt umsetzen und da haben die Anlieger der Straße die Ärmel hochgekrempelt und sind zur Tat geschritten. Spontan beteiligte sich aber auch die Stadt Friesoythe durch den Bauhof und örtliche Firmen mit Sach- und Geldspenden an der Durchführung. "Mit der großen Hilfsbereitschaft konnte das naturnahe Projekt generationsübergreifend in den letzten Wochen fertiggestellt werden", freut sich der Initiator. Zunächst wurde eine Benjes- beziehungsweise Totholzhecke angelegt, ergänzt durch ein Insektenhotel. Der Platz wurde geebnet und eine Pflasterung mit Sitzgelegenheit und Tisch geschaffen. Eine naturnahe Gestaltung, rustikal eingebettet in das bestehende Landschaftsbild, ist nun fertiggestellt.

Einweihung am 27. März mit Bratwurst und Getränken

"Das Buswartehäuschen wurde bereits 1994 durch die Anlieger in Eigenleistung erstellt und nun wieder renoviert", so Dolberg. Es sei ein wunderbarer Rückzugsort geworden und man hoffe, dass er von Vandalismus verschont bleibe. Für den Rastplatz haben sich die Anlieger auch einen besonderen Namen einfallen lassen: "AAFriKa“ steht für die Straßenbezeichnung "Am Alten Friesoyther Kanal“.

Die Einweihung soll am Sonntag, 27. März, um 11 Uhr bei Bratwurst und Getränken erfolgen. Bei hoffentlich gutem Wetter und reger Beteiligung aus nah und fern möchten die Anlieger gemeinsam den Tag genießen. Zur Einweihung wird auch Friesoythes Bürgermeister Sven Stratmann erwartet.

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