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850 Kadaver in Schweineställen: Ermittlungen gegen ehemaligen Landwirt aus Garrel

Die Polizei hat jetzt in einem weiteren Stall 600 Kadaver von verendeten Schweinen entdeckt. Gegen den ehemaligen Landwirt, der von Garrel nach Oldenburg gezogen ist, wird ermittelt.

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Symbolfoto: Bänsch

Symbolfoto: Bänsch

Ein ehemaliger Landwirt aus Garrel soll dafür verantwortlich sein, dass rund 850 Schweine in den Ställen verendet sind – und das bereits vor 9 Jahren. Die Kadaver sind erst jetzt von der Polizei und den Mitarbeitern des Veterinäramtes des Landkreises Cloppenburg in den verlassenen Ställen entdeckt worden.

Wie bereits berichtet, sind bereits Mitte August die Überreste von rund 250 verendeten Tieren in einem verlassenen Stall im Garreler Ortsteil Nikolausdorf gefunden worden. Die Hinweise auf den grausigen Fund gab es aus der Bevölkerung – zunächst landete der Sachverhalt beim Veterinäramt. Die Polizei sei erst später hinzugezogen worden. Laut Angaben des Veterinäramtes hätten die Aufzuchtschweine ein Lebendgewicht von rund 70 Kilo gehabt.

Doch bei diesem Fall sollte es nicht bleiben. Denn die Ermittler suchten gemeinsam mit Mitarbeitern des Veterinäramtes Anfang dieser Woche weitere verlassene Aufzuchtanlagen auf, die sich in direkter Nähe des Stalls befinden. "Hierbei wurden in einem dieser Ställe rund 600 Kadaver vorgefunden, die augenscheinlich bereits vor vielen Jahren verendet sein dürften", berichtet Polizeisprecherin Simone Buse am Mittwochnachmittag. Damit erhöht sich die Zahl der Schweinekadaver auf etwa 850.

Hof ist seit 2018 verlassen: Landwirt zog in den Landkreis Oldenburg 

Laut Informationen der Polizei sind die Tiere wohl schon im Jahr 2012 ihrem Schicksal überlassen worden. Der verantwortliche Landwirt sei im Jahr 2018 von Garrel in den Landkreis Oldenburg gezogen. Das würde bedeuten, dass der Landwirt 6 Jahre auf dem Hof mit den toten Schweinen in den Ställen lebte – und niemandem fiel es auf.

Wie Polizeisprecherin Simone Buse am Mittwoch bestätigt, laufen gegen den 49-jährigen ehemaligen Landwirt nun strafrechtliche Ermittlungen wegen Verstößen gegen das Tierschutz- und Tierkörperbeseitigungsgesetz. Außerdem muss er dafür Sorge tragen, dass die Kadaver sachgerecht und zeitnah beseitigt werden.

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