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8 Linden werden einen Kopf kürzer gemacht

Die Arbeiten am Rand des Bolzplatzes am Dammer Jugendherbergsweg sollen in den nächsten Tagen beginnen. Die Untere Naturschutzbehörde hat das Vorhaben abgenickt.

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Herr der Bauaufsicht: Bernard Kleine Hackmann wird die Arbeiten wegen des Einkürzens der 8 Linden am Bolzplatz genau beobachten. Eine Fachfirma hat den Auftrag bekommen, die Linden auf acht Meter einzukürzen. Foto: Lammert

Herr der Bauaufsicht: Bernard Kleine Hackmann wird die Arbeiten wegen des Einkürzens der 8 Linden am Bolzplatz genau beobachten. Eine Fachfirma hat den Auftrag bekommen, die Linden auf acht Meter einzukürzen. Foto: Lammert

8 Linden am öffentlichen Bolzplatz an der Straße Jugendherbergsweg möchte die Stadt Damme im Laufe der nächsten Tage deutlich zurückschneiden lassen. Starten kann das Projekt allerdings erst dann, wenn der Platz befahrbar ist.

Der Grund für die Arbeiten: Die heute zirka 70 Jahre alten Bäume sind nicht mehr verkehrssicher. Äste könnten abbrechen und auf den Bolzplatz oder die gegenüberliegenden Grundstücke fallen und Menschen verletzen, erklärten übereinstimmend Dorothea Kreinberg, Bezirksförsterin beim Forstamt Weser-Ems, und Dammes Bauhofleiter Bernard kleine Hackmann.

Mitarbeiter einer Fachfirma werden die derzeit rund 20 Meter hohen Linden auf 8 Meter einkürzen. Die Bäume werden dann als sogenannte Kopflinden Triebe ausbilden, die alle 5 Jahre zurückgeschnitten werden müssen. Ähnlich sei die Stadt vor zirka 10 Jahren mit den Linden an der Lindenstraße verfahren, erklärte der Bauhofleiter weiter. Auch diese Bäume seien wegen des vielen Totholzes nicht mehr verkehrssicher gewesen und hätten sich nach dem Einkürzen gut entwickelt.

Kappen macht die Bäume wieder verkehrssicher

Dorothea Kreinberg teilte mit, die Maßnahme sei mit dem Landkreis als Unterer Naturschutzbehörde abgestimmt. Sie habe das Projekt und die Gründe erläutert, anschließend grünes Licht bekommen. Nach dem Kappen werden die Bäume nach ihren Worten wieder verkehrssicher sein, weil dann das komplette Totholz entfernt sei.

Nach den Arbeiten könnten die Linden noch weitere 100 Jahre an dem Platz stehen, erklärte die Försterin. Die Linden seien die heimischen Bäume, die am ältesten würden. Sie können ein Alter von bis zu 1.000 Jahren erreichen. Je nach Art werden sie zwischen 15 und 40 Meter hoch und erreichen einen Stammdurchmesser von bis zu 1,8 Metern.

Die Arbeiten an den Linden am Bolzplatz werden nach einer Schätzung des Bauhofleiters etwa 3 Tage dauern. Das anfallende Holz wird der Unternehmer an Ort und Stelle zu Holzhackschnitzeln verarbeiten. Bernard kleine Hackmann rechnet mit einer Menge von rund 80 Kubikmetern Hackschnitzeln, die am Ende der Arbeiten angefallen sind. Den Preis für die Holzhackschnitzel wird der Unternehmer mit seinen Kosten für die Maschinen und seine Mitarbeiter verrechnen. Die Hackschnitzelpreise seien zuletzt allerdings deutlich gesunken, meinte der Bauhofleiter.

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