Das Nachrichtenportal vonMünsterländische Tageszeitung MT undOldenburgische Volkszeitung OV

759 neue Coronafälle im Oldenburger Münsterland am Dienstag gemeldet

Das Cloppenburger Gesundheitsamt registriert 531 Neuinfektionen, im Landkreis Vechta sind es 228. Die 7-Tage-Inzidenz und die Hospitalisierung in Niedersachsen erreichen neue Höchststände.

Artikel teilen:
Symbolfoto: dpa

Symbolfoto: dpa

Die Corona-Lage im Landkreis Cloppenburg:

Das Gesundheitsamt Cloppenburg meldet am Dienstag 531 neue Corona-Infektionen binnen 24 Stunden. Die neuen Fälle werden aus allen Städten und Gemeinden gemeldet, wobei es allein in Cloppenburg 121 Neuinfektionen sind, in Friesoythe 77 und in Löningen 71. Mit 40 neuen Fällen wird allerdings auch aus dem Saterland eine verhältnismäßig hohe Zahl gemeldet. Die übrigen Fällen verteilen sich relativ gleichmäßig auf die anderen Gemeinden.

Gestiegen sind die Krankenhauszahlen: Aktuell werden 17 infizierte Patienten stationär in einem der Krankenhäuser behandelt (Vortag: 13). Davon liegen 3 Patienten auf der Intensivstation (Vortag: 0). Das Robert-Koch-Institut meldet am Dienstag für den Landkreis Cloppenburg eine 7-Tage-Inzidenz von 1244,3.


Die Corona-Lage im Landkreis Vechta:

Das Vechtaer Gesundheitsamt hat am Dienstag 228 neue Coronafälle binnen 24 Stunden gemeldet. Die Neuinfektionen werden aus allen 10 Kommunen gemeldet, allein in Vechta sind es 55, in Lohne 47. Die übrigen Fälle verteilen sich relativ gleichmäßig auf die anderen 8 Kommunen, wobei allein Steinfeld mit 8 Neuinfektionen einstellig bleibt.

Aktuell werden 22 infizierte Patienten stationär behandelt (Vortag: 22). Davon liegen 2 Patienten auf der Intensivstation (Vortag: 3). Davon muss ein Patient laut Angaben der Kreisverwaltung beatmet werden (Vortag: 2).

Das RKI hat am Dienstag eine 7-Tage-Inzidenz von 766,6 errechnet. Das wäre die aktuell zweitniedrigste 7-Tage-Inzidenz in Niedersachsen. Allerdings ist der Wert offenkundig nicht belastbar. Denn die Berechnung beim RKI basiert auf einem Datensatz, der letztmalig am 12. März aktualisiert wurde. Eine mögliche Ursache dafür könnte eine Störung in der Meldekette sein. Das Vechtaer Gesundheitsamt hat am Montag 398 Neuinfektionen veröffentlicht.


Die aktuellen Daten aus Hannover:

Die landesweite 7-Tage-Inzidenz ist am Dienstag gestiegen. Der Wert beträgt jetzt 1478,6 (Vortag: 1400,9). Der niedersachsenweit höchste Wert wird für die Grafschaft Bentheim mit 2495,4 gemeldet, der niedrigste für den Landkreis Helmstedt mit 399,9. Wie Gesundheitsministerin Daniela Behrens auf eine Pressekonferenz am Dienstag einräumte, soll es dort allerdings erhebliche Meldeverzögerungen gegeben haben.

Die Hospitalisierungsinzidenz ist ebenfalls gestiegen. Der Wert beträgt nun 13,8 (Vortag: 13,2). Das ist ein neuer Höchstwert seit Einführung dieses Corona-Messwertes. Der Leitindikator basiert auf der Zahl der mit einer Covid-19-Erkrankung eingewiesenen Personen in Krankenhäusern in den vergangenen 7 Tagen.

Bei der prozentualen Belegung der Intensivbetten durch Covid-19-Erkrankte ist der Wert gegenüber dem Vortag unverändert geblieben. 6,3 Prozent der Intensivbetten in Niedersachsen werden derzeit durch Covid-19-Patienten belegt. Hier datierte der bisherige Höchstwert mit 6,1 vom 7. Februar.

Corona-Übergangsverordnung soll am Samstag in Kraft treten

Eine Corona-Übergangsverordnung mit Regeln bis Anfang April in Niedersachsen soll kommende Woche vorgelegt werden. Diese Verordnung wird am kommenden Donnerstag im Sozialausschuss vorgestellt, wie eine Sprecherin des Gesundheitsministeriums am Freitag in Hannover sagte.

Nach Angaben des Ministeriums sind in einem Entwurf des neuen Bundesinfektionsschutzgesetzes die Möglichkeiten festgehalten, dass Länder Übergangsregeln bis zum 2. April festlegen können. Davon will Niedersachsen Gebrauch machen. Wie die Übergangsregeln im Bundesland konkret aussehen könnten, ist allerdings noch nicht bekannt.

Diese Übergangsverordnung würde dann voraussichtlich Ende kommender Woche in Kraft treten, da die derzeitige Verordnung nur noch bis Samstag kommender Woche gültig ist.

Nach einem Bund-Länder-Beschluss sollen vom 20. März an bundesweit viele Corona-Schutzmaßnahmen entfallen. Der Entwurf der Bundesregierung für die künftigen Regeln stieß in Niedersachsen auf deutliche Kritik. Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) sagte diese Woche, die Länder würden zahlreiche Handlungsmöglichkeiten verlieren.

Auf NDR Info mahnte Weil am Freitag zur Vorsicht. Die Zahlen stiegen und die Infektionen griffen um sich, sagte er. Es sei wichtig, dass die kritische Infrastruktur nicht durch Personalausfälle belastet werde.

OM-hilft -  Helfen Sie mit! Das Oldenburger Münsterland hilft den Geflüchteten aus der Ukraine. Hilfsinitiativen, Wohlfahrtsorganisationen und viele mittelständische Unternehmen sind bereits dabei, die Hilfe vor Ort zu koordinieren. Und auch Sie können sich beteiligen. Wie und Wo? Das sagt Ihnen  die Webseite om- hilft.org

Das könnte Sie auch interessieren

Hier klicken und om-online zum Start-Bildschirm hinzufügen

759 neue Coronafälle im Oldenburger Münsterland am Dienstag gemeldet - OM online