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7-Tage-Inzidenzen aus ganz Niedersachsen sind am Montag nicht aussagekräftig

Es gibt offenbar erneut eine Störung zwischen dem Landesgesundheitsamt und dem Robert-Koch-Institut. Dementsprechend sind die aktuellen Werte aus Cloppenburg und Vechta nicht belastbar. (Update)

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Foto: Bänsch

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Dem Robert-Koch-Institut liegen am Montag keine aktuellen Daten aus ganz Niedersachsen vor. Darauf weist das RKI hin. Aufgrund "technischer Probleme" seien am Samstag und Sonntag keine Daten übermittelt worden, heißt es auf dem Dashboard des RKI. Deshalb können keine aussagekräftigen 7-Tage-Inzidenzen gemeldet werden. Die Inzidenzen sind einer von drei Corona-Messwerten, die über die jeweils gültige Warnstufe und damit verbunden Maßnahmen entscheiden. 

Damit wiederholt sich das Szenario der Vorwoche: Die Cloppenburger Inzidenz war nur bedingt, die Vechtaer Inzidenz überhaupt nicht belastbar. Ursache war ein technisches Problem beim Landesgesundheitsamt in Hannover. Betroffen waren demnach mehrere Landkreise und kreisfreie Städte, deren Daten unvollständig oder gar nicht an das RKI weitergereicht wurden. Vor einer Woche heiß es allerdings, dass der Fehler behoben werden konnte.

Am Montagvormittag sind die technischen Probleme dann auch aus Hannover bestätigt worden. Deshalb könne am Montag auch keine landesweite 7-Tage-Inzidenz ausgewiesen werden. Am Samstag lag der Wert bei 196,9.

Hospitalisierung ist am Montag gestiegen

Der Leitindikator „Hospitalisierung“, der auf den Daten der Krankenhäuser in Niedersachsen basiert, ist am Montag auf 6,3 gestiegen (Vortag: 6,2) und liegt damit weiterhin im Bereich von Corona-Warnstufe 2.

Der zweite landesweite Indikator ist die Intensivbettenquote. Der Messwert, der den Anteil von Covid-19-Patienten auf den Intensivstationen in Niedersachsen abbildet, liegt aktuell bei 10,3 (Vortag: 10,9) und damit bereits seit einigen Tagen ebenfalls im Bereich von Warnstufe 2.

Wechsel in niedrigere Warnstufe wird erschwert

Am Sonntag ist beim Corona-Warnstufensystem eine weitere Verschärfung in Kraft getreten. Die betrifft das Szenario, dass die Zahlen sinken und in die niedrigere Warnstufe gewechselt werden kann. Bislang war hier der Leitindikator "Hospitalisierung" allein entscheidend. Das gilt jetzt nicht mehr. Künftig muss ein weiterer Indikator (also entweder die lokale 7-Tage-Inzidenz oder die landesweite Intensivbettenquote) ebenfalls den Grenzwert der aktuell geltenden Warnstufe unterschreiten - hier gilt dann ebenfalls der Fünftagesabschnitt.

"Damit soll verhindert werden, dass bei einer nach wie vor schwierigen Gesamtlage vorschnell geringere Schutzmaßnahmen gelten", teilt die Pressestelle der Landesregierung in Hannover mit. Außerdem bestehen die Gefahr, dass den Bürgern eine Art fälschliche "Entwarnung" signalisiert werde.

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