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7-Tage-Inzidenz im Landkreis Vechta springt auf Höchstwert seit Beginn der Pandemie

Mit 345,2 meldet das Robert-Koch-Institut für Vechta den zweithöchsten Wert in Niedersachen. Gleichzeitig ist es hier der Höchstwert seit Beginn der Pandemie. Der Cloppenburger Wert sinkt auf 316,9.

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Symbolfoto: dpa

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Nachdem es offenbar mehrere Tage lang eine Störung in der Meldekette zwischen dem Vechtaer Gesundheitsamt und dem Robert-Koch-Institut (RKI) gegeben hat, sind die zwischenzeitlichen Corona-Meldungen jetzt berücksichtigt geworden. Die Folge: Mit einer 7-Tage-Inzidenz von 345,2 wird für den Landkreis Vechta der nunmehr zweithöchste Wert in ganz Niedersachsen gemeldet - hinter Salzgitter mit einer 7-Tage-Inzidenz 412,1. Seit Beginn der Pandemie hat es im Landkreis Vechta noch nie eine derart hohe 7-Tage-Inzidenz gegeben. Der bisherige Höchstwert datiert vom 25. April mit 343,1.

Die aktuelle Berechnung des RKI basiert auf 496 Infektionen in den letzten sieben Tagen. In der Statistik werden jetzt 11.183 Gesamtfälle aufgeführt. Das sind 233 Fälle mehr als während der Störung in der Meldekette. Wie bereits berichtet, ist man im Vechtaer Gesundheitsamt alarmiert. Innerhalb von 14 Tagen hätten sich die Fallzahlen mehr als verdoppelt. Allein am Montagnachmittag sind 103 Neuinfektionen gemeldet worden.

Damit hat der Landkreis Vechta bei der 7-Tage-inzidenz den Landkreis Cloppenburg überholt, für den das RKI am Dienstagmorgen mit 316,9 den dritthöchsten Wert in Niedersachsen meldet. Wie bereits berichtet, hat das Cloppenburger Gesundheitsamt am Montagnachmittag 61 Neuinfektionen gemeldet. Das wäre ein Tiefstwert bei den werktäglichen Corona-Updates aus dem Kreishaus seit Ende Oktober. Allerdings muss bei der Interpretation des Wertes berücksichtigt werden, dass die Kreisverwaltung von einer anhaltenden Überlastung im Gesundheitsamt berichtet. So erklärt Kreissprecher Sascha Sebastian Rühl am Montag: "Es konnten noch nicht alle Fälle analysiert oder registriert werden."

Derweil ist in Niedersachsen die Hospitalisierung, also der Indikator der auf den Zahlen aller Krankenhäuser im Bundesland beruht, am Dienstag weiter gestiegen. Laut aktuellen Angaben aus Hannover liegt der Wert am Dienstag bei 5,7. Die Hospitalisierung ist der derzeitige Leitindikator beim Corona-Warnstufensystem. Wird der Wert von 6 überschritten, greift die Warnstufe 1 in allen Landkreisen und kreisfreien Städten, weil nirgendwo in Niedersachsen die 7-Tage-Inzidenz unterhalb von 35 liegt.

Ebenfalls gestiegen ist die Intensivbettenquote in Niedersachsen. Hier liegt der Wert laut Angaben aus Hannover jetzt bei 7,8 Prozent (Vortag: 7,7 Prozent). Dieser Corona-Messwert spielt im Warnstufen zurzeit eine untergeordnete Rolle - bewegt sich aber schon seit Anfang November deutlich über dem Grenzwert für Warnstufe 1, der bei 5 Prozent liegt.

Inwiefern die beiden landesweiten Indikatoren künftig eine Rolle beim Corona-Warnstufensystem spielen, soll am Dienstag in Hannover erklärt werden. Hintergrund ist die Veröffentlichung der neuen Corona-Verordnung des Landes Niedersachsen. In einem Exklusiv-Interview mit OM Online hat Ministerpräsident Stephan Weil bereits angekündigt, dass er von der Fokussierung auf die Hospitalisierung als Leitwert abrücken wolle.

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