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65-Jähriger stirbt im Landkreis Vechta an Corona-Infektion

Die Behörde meldet einen Todesfall und 28 Neuansteckungen. Der Start der Impfungen am Montag steht fest. Der Landkreis bekommt zunächst 975 Impfdosen.

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Das Coronavirus hält den Landkreis Vechta in Atem: 53 Menschen sind seit Ausbruch der Pandemie verstorben. Am Montag starten die Impfungen. Foto: dpa

Das Coronavirus hält den Landkreis Vechta in Atem: 53 Menschen sind seit Ausbruch der Pandemie verstorben. Am Montag starten die Impfungen. Foto: dpa

Ein 65 Jahre alter Mann ist in Vechta infolge einer Corona-Infektion verstorben. Das teilt der Landkreis Vechta am Samstag mit. Der Verstorbene war demnach vorerkrankt und war wegen der Infektion im Krankenhaus behandelt worden. Damit steigt die Zahl er Menschen im Landkreis Vechta, die infolge einer Ansteckung mit SARS-CoV-2 gestorben sind, auf 53. Der Erste Kreisrat Hartmut Heinen sagte, diese weitere traurige Nachricht zeige, wie gefährlich das Virus gerade für Risikogruppen ist. Nach Angaben der Behörde werden aktuell 16 Infizierte in einem Krankenhaus behandelt, 2 von ihnen auf der Intensivstation.

Unterdessen steht der Impfstart im Landkreis Vechta fest. Ab Montag (4. Januar) sollen mobile Teams die ersten Impfdosen an Bewohner und Mitarbeiter in Alten- und Pflegeheimen verteilen. Für das gesamte Kreisgebiet ist in einer ersten Tranche eine Lieferung von insgesamt 975 Dosen vorgesehen. 

Das Impfzentrum bleibt vorerst geschlossen

Alle weiteren Personen, die in der ersten Prioritätsstufe eingeordnet werden, sollen vom Land öffentlich zu Terminvereinbarungen eingeladen werden. Das heißt: Es gibt keine persönlichen Einladungen, sondern breit gestreute Einladungen an ganze Personengruppen. Wann das sein wird, ist nach Angaben des Landkreises noch nicht bekannt.

In der Konsequenz bleibt das Impfzentrum in Lohne vorerst noch geschlossen - dort wird zunächst niemand geimpft. Darauf weist die Kreisverwaltung ausdrücklich hin. Hintergrund: In den vergangenen Tagen seien vermehrt Bürger zu der Einrichtung gefahren, in der Hoffnung, direkt vor Ort einen Impftermin zu erhalten. Auch das ist noch nicht möglich.

Wie der Landkreis mitteilt, werden sämtliche Terminvereinbarungen über das Land laufen. Dafür wird nach Angaben des Landes unter anderem eine telefonische Hotline eingerichtet. Der Landkreis will auf allen möglichen Kanälen über den Öffnungstermin des Impfzentrums informieren.

Kreisstadt ist der aktuelle Hotspot

Die Zahl der nachgewiesenen aktiven Infektionen im Landkreis Vechta ist unterdessen auf 370 gesunken. Seit Silvester hat das Gesundheitsamt (Stand: Samstag, 18.30 Uhr) 28 Neuinfektionen registriert. Dem gegenüber stehen in den Tagen seit dem Jahreswechsel 96 Genesungen.

Aktueller Corona-Hotspot im Landkreis ist die Kreisstadt Vechta mit 117 aktiven Infektionen. Hier zählte die Behörde am Samstag 10 Neuinfektionen und neun Genesungen. In Lohne ist die Zahl der Infizierten weiter zurückgegangen: Bei 65 Personen ist das Virus aktuell nachweisbar - das sind 20 weniger als am Silvestertag. Seitdem hat das Gesundheitsamt im Stadtgebiet lediglich 3 Neuansteckungen registriert. Auch in Damm geht die Zahl der Infizierten weiter zurück: nach Daten des Gesundheitsamts gab es in der Stadt nach 11 Genesungen und 7 Neuansteckungen am Samstag 46 Infizierte.

Laut der Statistik des Landkreises befinden sich aktuell 944 Personen in Quarantäne - 211 weniger als am Donnerstag. Seit Ausbruch der Pandemie hat die Gesundheitsbehörde in 16.944 Fällen eine Isolation angeordnet. Die Gesamtzahl aller bestätigten Corona-Fälle im Landkreis Vechta liegt bei 4264.

Nach Daten des Niedersächsischen Landesgesundheitsamt (NLGA) liegt die 7-Tagesinzidenz - also die Zahl der Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen 7 Tagen - für den Landkreis am Samstag bei 107,8. Das zuständige Gesundheitsministerium betont aber: Die aktuellen Inzidenzwerte haben wahrscheinlich nur wenig Aussagekraft. Während der Feiertag wurde vergleichsweise wenig getestet. Auch ist mit Verzögerungen bei der Datenübermittlung zu rechnen. Voraussichtlich erlauben die Zahlen erst in der kommenden Woche wieder Rückschlüsse zum tatsächlichen Infektionsgeschehen.

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