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50 Jahre Heimatverein: Münsterlandtag findet in Bösel statt

Mit Vertretern des Heimatbundes Oldenburger Münsterland, der Gemeinde Bösel und des Heimatvereins fand das erste Treffen im Rathaus statt. Im November 2024 soll gefeiert werden.

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Trafen sich zum ersten Gespräch (von links): Gabriele Henneberg (wissenschaftliche Mitarbeiterin Heimatbund), Gisela Lünnemann (Geschäftsführerin Heimatbund), Josef Runden (Gemeinde Bösel), Heimatexperte Martin Pille, Bürgermeister Hermann Block, Heimatvereinsvorsitzender Johannes Olliges und Erwin Tholen (zweiter Vorsitzender). Foto: Wimberg

Trafen sich zum ersten Gespräch (von links): Gabriele Henneberg (wissenschaftliche Mitarbeiterin Heimatbund), Gisela Lünnemann (Geschäftsführerin Heimatbund), Josef Runden (Gemeinde Bösel), Heimatexperte Martin Pille, Bürgermeister Hermann Block, Heimatvereinsvorsitzender Johannes Olliges und Erwin Tholen (zweiter Vorsitzender). Foto: Wimberg

Heimat nicht aus der Mode kommen lassen und Brauchtum zu bewahren, ohne bieder zu sein: Der Heimatbund Oldenburger Münsterland hat sich neu aufgestellt, möchte das Gestern mit dem Heute verbinden und in ein vielversprechendes Morgen führen, das auch junge Leute begeistert.

Seit dem 100-jährigen Jubiläum 2019 stehen „Aufbruch und neue Wege“ im Fokus der Verantwortlichen um Geschäftsführerin Gisela Lünnemann. Corona habe die geplanten  Präsenzveranstaltungen zwar ausgebremst, aber die digitale Präsentation sowie die Modernisierung der Publikationen beschleunigt. Der angestrebte Imagewandel sei ein Prozess, bei dem es zum Teil „dicke Bretter zu bohren gibt, der aber für eine zukunftsfähige Gestaltung unabdingbar ist“, unterstrich Lünnemann im Böseler Rathaus, wo sie und Gabriele Henneberg, wissenschaftliche Mitarbeiterin, mit Vertretern der Verwaltung und des Heimatvereins erste Gespräche zum Münsterlandtag führten. Dieser soll Anfang November 2024 in der Gemeinde stattfinden und in der BiB-Arena gefeiert werden.

Böseler Verein einer von 52 im Oldenburger Münsterland

Das Datum für die „identitätsstiftende Veranstaltung“ ist nicht willkürlich gewählt, denn die Heimatfreunde feiern in 2 Jahren ihr 50-jähriges Bestehen und zeigen sich grundsätzlich offen für Veränderungen. Sie sind einer von insgesamt 52 Heimatvereinen unter dem Dach des Heimatbundes, der Strukturpflege betreibt, Kontakte gerade auch zu Schulen pflegt und sich als Dienstleister versteht. Aktuell vor allem auf multimedialem Terrain, um „Heimat digital erleben zu können“, informierten Geschäftsführerin und Mitarbeiterin beispielsweise über den Service, Homepages zu erstellen und darüber hinaus bei der Nutzung sozialer Medien Hilfe zu leisten.

Der Böseler Verein mit 1600 Mitgliedern, aufgeteilt in 9 Bezirke, ist bereits mit einem eigenen Auftritt im Netz präsent, wie Vorsitzender Johannes Olliges und Erwin Tholen (zweiter Vorsitzender) berichten, die sich auch dem geplanten Vorhaben nicht verschließen wollen, die Bestände aller Vereine digitalisieren zu wollen. Dazu zählt in Bösel unter anderem das Heimatmuseum am Pallert, dessen Sammlungen und Exponate detailliert in den Blick genommen werden sollen. „Was ist erhaltenswert und von historischer Bedeutung, was kann weg“, lautet die Vorgehensweise, die mit Museumswart Benjamin Dirks erörtert werden soll. „Eine große Aufgabe“, betonte Bürgermeister Hermann Block und informierte in diesem Zusammenhang über die Neustrukturierung des geschichtsträchtigen Geländes. Geplant ist unter anderem, das Areal mit Heimathaus, Museum und Brotbackhaus um den Bau eines Trauzimmers zu erweitern.

"Kunterbunter" Bildband zum Jubiläum der Heimatfreunde

Die Pflege der niederdeutschen Sprache hat sich in Bösel die Borsla-Vereinigung auf die kulturellen Fahnen geschrieben, die sich ebenfalls am Münsterlandtag beteiligen wird, der 1997 das letzte Mal vor Ort stattfand.

„Upp Platt“ und Hochdeutsch über die Region geschrieben hat er schon jede Menge. Zum Jubiläum des Heimatvereins macht sich Martin Pille wieder an die Arbeit, um anlässlich des runden Geburtstages einen Bildband zu erstellen. „Ein kunterbuntes Lesebuch auf 300 Seiten mit vielen Geschichten und Fotos aus einem reichhaltigen Fundus“, kündigt der Heimatexperte in kompakter Form an. Herausgeber sind die Heimatfreunde, der Rat hat die Vorfinanzierung des Projekts mit 1000 Exemplaren zugesagt.

2024 stehen in der Gemeinde übrigens noch weitere Jubiläen an: Petersdorf wird 150 Jahre und sein Sportverein ebenfalls 50.

OM-hilft -  Helfen Sie mit! Das Oldenburger Münsterland hilft den Geflüchteten aus der Ukraine. Hilfsinitiativen, Wohlfahrtsorganisationen und viele mittelständische Unternehmen sind bereits dabei, die Hilfe vor Ort zu koordinieren. Und auch Sie können sich beteiligen. Wie und Wo? Das sagt Ihnen  die Webseite om- hilft.org

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