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41.000 Puten müssen in Bösel und Friesoythe getötet werden

Die Cloppenburger Kreisverwaltung bestätigt zwei neue Fälle von Geflügelpest. Betroffen sind jeweils ein Stall in Bösel und Friesoythe.

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Symbolfoto: dpa

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Die Cloppenburger Kreisverwaltung hat am Montagmittag zwei neue Fälle von Geflügelpest bestätigt. Demnach sind jetzt ein Stall in der Gemeinde Bösel und ein Stall in der Stadt Friesoythe betroffen. "Die Bestände mit 24.500 und 16.500 Puten wurden tierschutzgerecht getötet und geräumt", berichtet Kreissprecher Frank Beumker.

Beide Ställe liegen in einem bereits eingerichteten Sperr- beziehungsweise Beobachtungsbezirk. Diese wurden gezogen, nachdem am 22. Februar in einem Putenstall in der Gemeinde Garrel das hochansteckende Vogelgrippe-Virus H5N8 nachgewiesen wurde. Die beiden neuen Ausbrüche in Bösel und Friesoythe führen jetzt dazu, dass 2 neue Speer- und Beobachtungsgebiete rund um die se Ställe eingerichtet werden. "Als Sperrbezirk wird das Gebiet um den Seuchenbestand mit einem Radius von mindestens drei Kilometern festgelegt. Um die Sperrbezirke wird mit einem Radius von mindestens zehn Kilometern um die Seuchenbestände ein Beobachtungsgebiet festgelegt", erklärt Beumker.

Wie bereits am Montag berichtet, haben Experten schon befürchtet, dass es zu neuen Geflügelpest-Fällen kommen wird. Hauptgrund sind die Wildvogel-Züge. "Es ist kritisch, dass in den Gemeinden Garrel und Bösel trotz der hohen Wildvogelpopulation und der alle Jahre wiederkehrenden Geflügelpest immer wieder so viele Puten eingestallt werden", sagte Dr. Karl-Wilhelm Paschertz, Leiter des Amtes für Veterinärwesen und Lebensmittelüberwachung bereits Anfang Januar.

Die neuen Fälle haben außerdem Auswirkungen auf das bereits geltende Wiedereinstellungsverbot, dass jetzt angepasst werden muss. In den Gemeinden Bösel, Cappeln, Emstek, Garrel, Molbergen, Lastrup und Lindern sowie den Städten Cloppenburg und Friesoythe müssen Ställe jetzt mindestens 30 Tage leer bleiben, nachdem sie geräumt wurden. Das Verbot gilt für Puten.

Die Cloppenburger Kreisverwaltung weist in diesem Zusammenhang noch einmal auf die kreisweite Stallpflicht hin. Die ist bereits Mitte November angeordnet worden, nachdem bei ersten toten Wildvögeln in Norddeutschland das H5N8-Virus nachgewiesen wurde. Hühner, Truthühner, Perlhühner, Rebhühner, Fasane, Laufvögel, Wachteln, Enten und Gänse dürfen nicht im Freien gehalten werden.

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