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4 Monate im Land der unbegrenzten Möglichkeiten

Drei Schülerinnen der Liebfrauenschule Vechta hatten von Ende August bis Dezember die Möglichkeit, einige Monate in den USA zu leben und eine fremde Kultur kennenzulernen.

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Vier Monate in Toledo (USA): Sophie Ostermann (von links), Jule große Beilage und Marleen Dalinghaus. Foto: privat

Vier Monate in Toledo (USA): Sophie Ostermann (von links), Jule große Beilage und Marleen Dalinghaus. Foto: privat

Ende August war es für drei Schülerinnen der Liebfrauenschule Vechta (ULF) endlich so weit: Jule große Beilage, Sophie Ostermann und Marleen Dalinghaus landen nach einem neunstündigen Flug auf dem Detroit International Airport und werden herzlich von ihren neuen Gastfamilien empfangen. Hier sollten sie nun in der 270.000 Einwohnerstadt Toledo für rund 4 Monate den amerikanischen Alltag miterleben.

Immer wieder begegneten sie an ihren ersten Tagen im neuen Umfeld vielen netten Menschen, die den drei ULFen den Start im neuen Land durch ihre Gastfreundschaft so einfach wie möglich machten. Das galt sowohl in der Freizeit als auch in ihrer neuen Schule, der Notre Dame Academy Toledo, die eine der amerikanischen Partnerschulen der Liebfrauenschule Vechtas ist. Sie gehört wie das ULF dem katholischen Orden Unserer Lieben Frau an und wird nur von Mädchen besucht. Mitschülerinnen und Lehrer waren den drei Mädchen gegenüber sehr offen und interessierten sich sehr für das Leben in Deutschland. Dabei kamen auch etwas skurrile Fragen auf, wie Sophie Ostermann erzählt. „Hört ihr amerikanische Popmusik übersetzt auf Deutsch?“. Oder: „Habt ihr in eurer deutschen Schule Deutschunterricht?“

Die Mädchen sammelten jeden Tag neue Erfahrungen

Allerdings kamen auch einige Umstellungen auf das Trio zu, wie etwa das Tragen einer Schuluniform, die tägliche Kommunikation in einer Fremdsprache und die vielen neuen Fächer waren Teile davon. Nach kurzer Zeit wurden sie Alltag. Die Gymnasiastinnen tauchten ab in den typisch amerikanischen Schulspirit. Das Anfeuern der Schulmannschaften im Volleyball oder Fußball sei eine ganz besondere Erfahrung gewesen, berichtet Marleen Dalinghaus.

Mitspielen konnten sie in den Mannschaften zwar nicht, dafür belegten die ULFen andere Nachmittagskurse. Sophie Ostermann besuchte die Musical-AG, mit der sie das Stück „Matilda“ aufgeführt hat, Jule große Beilage engagierte sich bei der Stage Crew des Musicals und Marleen Dalinghaus nahm an Kursen des International Baccalaureate teil.

Außerschulisch besuchten die ULFen bekannte Städte und Orte der USA, darunter Chicago, Las Vegas oder das Disneyland in Florida. Und auch der Besuch von Spielen der heimischen Baseball-, Eishockey- und Footballteams oder des nahen Freizeitparks gehörte zum Programm. Von Corona sei in der gesamten Zeit kaum etwas zu spüren gewesen. Erst im Dezember, wenige Wochen vor der Rückreise nach Deutschland, seien die Zahlen hochgegangen, eine Maskenpflicht sei trotzdem nicht verhängt worden, so Dalinghaus.

An Halloween kommen auch die Lehrer im Kostüm zur Schule

Besonders seien auch die Feiertage Halloween und Thanksgiving gewesen, berichten die Elftklässlerinnen. Da Halloween dieses Jahr auf einen Sonntag fiel, seien alle Schülerinnen und Lehrer schon am Freitag zum sogenannten „Dress Up Day“ verkleidet in die Schule gekommen. Neben dem alltäglichen Unterricht gab es an diesem Tag auch noch einen Kostümwettbewerb, erzählt Jule große Beilage.

Jule große Beilage (2. von links), Sophie Ostermann (3. von links) und Marleen Dalinghaus (4. von links) mit Freundinnen beim Christmas Dance, einem Weihnachtsball. Fotos: privat
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Szene aus dem Musical Matilda.
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Chicago bei Nacht.
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Marleen Dalinghaus (rechts) besuchte mit ihrer Gastfamilie das Disneyland in Florida.
Foto: privat
Footballspiel der Toledo Rockets.
Foto: privat
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Foto: privat
Foto: privat
Foto: privat
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An Thanksgiving hatten die Mädchen schulfrei und es wurde viel mit den eigenen Gastfamilien unternommen. Außerdem habe es den für Thanksgiving typischen Truthahnbraten und Kürbiskuchen gegeben. "Wir haben uns da alle wie ein Teil der Familie gefühlt", sagen sie.

Kurz vor Weihnachten ging es dann zurück nach Deutschland. Der Abschied von ihren Mitschülerinnen sei dabei aufgrund einer freiwilligen Quarantäne nicht ganz so gewesen, wie das Trio sich das vorgestellt hatte. Von ihren Freundinnen konnten die jungen Damen sich trotzdem noch kurz vor dem Abflug auf Abstand verabschieden. Der Austausch sei ein unvergessliches Erlebnis gewesen, sagen die ULFen.  Die Mädchen freuen sich schon darauf, im Juni sechs Schülerinnen der Notre Dame Academy in Vechta begrüßen zu dürfen, die dann für rund 4 Wochen die Liebfrauenschule besuchen werden.

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