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2G Plus: Lastrups Sportler gehen voll auf Sicherheit

Die Organisation des Balls war diesmal so aufwändig wie noch nie. Absagen wollten die FC-Verantwortlichen das Fest aber nicht. Die Testungen erwiesen sich als sinnvoll.

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Hielt brav still: Vereinsvorsitzender Conrad Meyer ließ sich, wie alle Ballbesucher, testen.   Foto: Landwehr

Hielt brav still: Vereinsvorsitzender Conrad Meyer ließ sich, wie alle Ballbesucher, testen.   Foto: Landwehr

3G, 2G, 2G Plus - Auf Veranstalter ist in den vergangenen Wochen einiges eingeprasselt. "Absagen oder durchziehen" lautet inzwischen die Kernfrage. Während viele Vereine auf Weihnachtsfeiern und Winterbälle verzichten, wollten die Verantwortlichen des FC Lastrup den Sportlerball unbedingt stattfinden lassen. Das klappte, doch der Aufwand war groß.

"Wir haben es uns nicht leicht gemacht. Die vergangenen Tage waren sehr turbulent", bestätigt Vereinsvorsitzender Conrad Meyer. Lange hätten die Vorstandsmitglieder diskutiert. Am Ende stand die Entscheidung fest. Der Ball sollte stattfinden - und zwar unter höchster Sicherheitsstufe.

Positiv Getesteter muss zu Hause bleiben

Die lautete 2G Plus. Das bedeutete, dass alle Teilnehmer ihre Tickets im Vorverkauf erwerben mussten. Eine Abendkasse gab es nicht. Jeder, der mitfeiern wollte, musste entweder geimpft oder genesen sein und noch dazu einen tagesaktuellen Coronatest vorlegen. Allein ließ der Verein seine Mitglieder aber nicht.  Am Samstagvormittag  führten die Hausarztpraxis Ortmann und andere Freiwillige die Tests durch. Dabei fischte das Team einen positiv Getesteten heraus. Er durfte nicht mitfeiern. Ein weiterer Gast meldete sich telefonisch ab. Er hatte sich zuvor privat getestet. Ob die beiden wirklich an Corona erkrankt sind, war bis Montag nicht bekannt.

Am Abend waren dann der fertig ausgefüllte Test-Nachweis, der Impfausweis, ein Personaldokument und das Eintrittsband vorzulegen. Wegen der umfangreicheren Kontrollen wurde der Festplatz  früher geöffnet. Am Eingang überprüfte externes Sicherheitspersonal die Unterlagen. Die Besucher nahmen die Wartezeit sportlich gelassen. „Eine hundertprozentige Sicherheit gibt es nie", betont Conrad Meyer. Die Lust auf einen schönen Abend in gemeinsamer Runde war aber groß. "Wir denken, dass wir dies in Anbetracht der Situation verantworten können, um verdiente Sportler zu ehren und miteinander Spaß zu haben." Von den Gästen hätten die Verantwortlichen viel Lob für ihr Konzept erhalten, sagt Meyer.

Schützen wollen es wie die Sportler machen

Das Beispiel der Sportler macht jetzt in Lastrup Schule. Auch der Schützenverein möchte am kommenden Samstag seinen Ball feiern und führt dazu ebenfalls die 2G-Plus-Regelung ein. "Etwas anderes macht unter den derzeitigen Umständen keinen Sinn", findet  Schriftführer Stefan Rüdebusch. Kostenlos getestet wird zwischen 12 und 15 Uhr beim Deutschen Roten Kreuz (DRK) an der Brinkstraße. Ihren Impf- oder Genesenennachweis sollten die Feierfreudigen nicht vergessen.

Impfunwillige unter den Schützen hat Rüdebusch bisher nicht ausgemacht. "Die Impfungen sind unstrittig", betont er. Das Vereinsschießen fand bereits unter verschärften Bedingungen statt. "Es kamen alle, die sich auch sonst an unseren Veranstaltungen beteiligen", hat das Vorstandsmitglied zufrieden festgestellt.

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