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24-Stunden-Kontrollaktion: Polizei stellt 733 Verstöße fest

Niedersachsenweit waren die Beamten im Einsatz. Auch im Oldenburger Münsterland wurden Verkehrsteilnehmende am Donnerstag kontrolliert.

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Foto: dpa/Inderlied

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Bei einer 24-stündigen Kontrollaktion im Straßenverkehr hat die Polizei in Niedersachsen 733 Verstöße festgestellt. Die länderübergreifende Aktion am Donnerstag sollte Verkehrsteilnehmer unter anderem auf die Gefahren von berauschtem Fahren aufmerksam machen, wie das Niedersächsische Innenministerium am Freitag mitteilte. In Niedersachsen führten rund 900 Polizisten 6913 Kontrollen an 195 Orten durch.

In 104 Fällen stellte die Polizei Fahrer oder Fahrerinnen fest, die unter dem Einfluss von Rauschmitteln standen. In 38 Fällen handelte es sich laut Angaben des Innenministeriums um Alkoholdelikte, in 66 Fällen waren die Fahrer durch anderweitige Rauschmittel beeinflusst. Die größte Zahl der Verstöße entfiel mit 280 Fällen auf Ablenkungen etwa durch Handynutzung. Zudem wurden in einigen Fällen geistige oder körperliche Mängel bei den Fahrern sowie Fahren ohne Fahrerlaubnis festgestellt.

Alkohol und Drogen: Zahl der Toten bei Unfällen steigt

"Die Zahl der Toten bei Unfällen im Zusammenhang mit Alkohol, Drogen oder Medikamenten hat sich im Vergleich zu 2020 mehr als verdoppelt", sagte der Niedersächsische Innenminister, Boris Pistorius (SPD). Mangelnde Fahrtüchtigkeit sei einer der Hauptgründe dafür. Die Ergebnisse des Aktionstages würde das bestätigen. Die Zahl der tödlichen Unfälle, bei denen Fahrer oder Fahrerin unter dem Einfluss von Rauschmitteln standen, stieg zwischen 2020 und 2021 von 10 auf 22 Menschen.

Kontrolliert wurden vor allem Autofahrer und Radfahrer zudem einige Lastwagen-, E-Scooter-, Motorrad- und Rollerfahrer. Die Polizei war am Donnerstag von vier Uhr an im Einsatz. Auch der Allgemeine Deutsche Automobil-Club (ADAC), die Verkehrswachten und die Landessektion des Bundes gegen Alkohol und Drogen im Straßenverkehr waren an den Kontrollen beteiligt.


Einsatz im Oldenburger Münsterland

Im Bereich der Polizeiinspektion Cloppenburg/Vechta wurden mehr als 80 Verkehrsteilnehmende kontrolliert, darunter rund 85 Prozent Autofahrer. Nur in wenigen Fällen mussten die Polizeibeamten einschreiten, wie aus einer Pressemitteilung hervorgeht.

In die Kontrolle geriet am Donnerstag unter anderem ein 31-jähriger Autofahrer aus Vechta, der unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln stand. Die Weiterfahrt wurde untersagt und eine Blutprobe entnommen.

Gefährlich und verantwortungslos war auch die Fahrt eines 20-jährigen Mannes aus Münster. Er war mit zwei Kleinkindern (1 und 4 Jahre) unterwegs. Die Kinder waren nicht angeschnallt und saßen ohne Kindersitz auf der Rücksitzbank, heißt es.

Zudem waren sechs Verkehrsteilnehmer wegen ihrem Smartphone oder ähnlichem abgelenkt, zwei Fahrzeugführer waren ohne eine gültige Fahrerlaubnis unterwegs.

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