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2020 ein historisches Tief: Muhle hofft auf weiterhin wenig Schulden

Der Jahresbericht 2020 der Stadt Damme weist auf 86 Seiten Zahlen, Daten und Fakten auf. Manches entwickelte sich trotz der Corona-Pandemie aus Sicht des Bürgermeisters sehr erfreulich.

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Jede Menge Zahlen: Gerd Muhle (links) und Henrik Runnebaum präsentieren den Dammer Jahresbericht 2020. Foto: Lammert

Jede Menge Zahlen: Gerd Muhle (links) und Henrik Runnebaum präsentieren den Dammer Jahresbericht 2020. Foto: Lammert

Zahlen, Daten, Fakten: Insgesamt 86 Seiten umfasst der jetzt von der Dammer Stadtverwaltung vorgelegte Jahresbericht 2020, den Bürgermeister Gerd Muhle (CDU) und Henrik Runnebaum am Montag im Rathaus vorgestellt haben. Henrik Runnebaum hat den Bericht mit Unterstützung aller 3 Fachbereiche in der Verwaltung erarbeitet.

Im Vorwort schreibt der Bürgermeister zwar, die Corona-Pandemie habe gezeigt, wie verletzlich die Gesellschaft sei. Aber trotzdem listet der Bericht durchaus Beeindruckendes auf. So sprach Gerd Muhle im Zusammenhang mit den Investitionen von 19 Millionen Euro im vergangenen Jahr und einem Schuldenstand der Stadt Ende 2020 von rund 2,6 Millionen Euro von einem historischen Hoch und einem ebenso historischen Tief.

Er hoffe, dass am Ende seines letzten Amtsjahres – er gibt das Amt mit Ablauf des 31. Oktobers an seinen am 12. September im Zuge der Kommunalwahl zu bestimmenden Nachfolger ab – der Schuldenstand nicht exorbitant gestiegen sein wird. Allerdings warteten auf die Stadt auch in diesem Jahr erhebliche Investitionen.

Auch 2021 wird die Stadt viel investieren müssen

Als einen ganz wichtigen Grund für den kontinuierlichen Abbau der Verschuldung, die 2016 noch bei fast 3,88 Millionen Euro gelegen hatte, nannte der Christdemokrat die gute Einnahmesituation der Stadt in den vergangenen Jahren.

Weiter geht aus dem Jahresbericht hervor, dass die Dammer im Corona-Jahr 2020 exakt 156 Bauanträge gestellt hatten. Die für neue Wohngebäude machten mit 43 knapp 27,5 Prozent der Anträge aus. Weitere 40 Anträge hatten den geplanten Umbau von Wohnhäusern als Grundlage. Die Zahl von 153 Bauanträgen lag um 22 höher als 2019. Zum Vergleich: 2018 waren es noch 160 Anträge gewesen.

Tatsächlich entstanden in Damme im vergangenen Jahr 32 neue Ein- und 19 neue Zweifamilienhäuser. Hinzu kamen ein Mehrfamilienhaus sowie, was Gerd Muhle erfreulich fand, 19 Erweiterungen von Wohnhäusern mit der Schaffung zusätzlicher Wohneinheiten.

Grundschulen Damme und Rüschendorf verzeichnen weniger Schüler

Für den Bereich der Schulen ist dem Jahresbericht zu entnehmen, dass sowohl die Grundschule Damme als auch die in Rüschendorf einen Rückgang bei der Schülerzahl verzeichnet hat. Die Grundschule Damme, die im Schuljahr 2016/17 noch 401 Mädchen und Jungen zählte, besuchen aktuell 335 Schüler. In Rüschendorf sind es, nachdem die Zahl in den Vorjahren um 100 pendelte, im aktuellen Schuljahr 85.

In dem Zusammenhang verwies Gerd Muhle darauf, wie richtig die Entscheidung des Rates gewesen sei, den Schulkindergarten von der Grundschule Damme an die in Rüschendorf zu verlagern.

Insgesamt beträgt die Zahl der Schülerinnen und Schüler in den vier Grundschulen im Stadtgebiet noch 670. Der Spitzenwert war 2015/16 mit 775 erreicht. Seitdem sinkt die Zahl. Die Hauptschule zählt nach dem Jahresbericht 195 (im vergangenen Schuljahr waren es 194) Schüler, die Realschule 691 (699), das Gymnasium 1311 (1209) und die Erich-Kästner-Schule 35 (38).

Bei Geburtsbeurkundungen verzeichnet die Stadt ein Minus

Insgesamt liegt die Zahl der Schülerinnen und Schüler in den Schulen in Damme im laufenden Schuljahr mit 2902 um 64 höher als im Schuljahr 2019/20. Der wesentliche Grund für den Anstieg ist, dass das Gymnasium nach der Wiedereinführung der Abiturprüfungen im 13. Jahrgang mehr Schüler zählt.

Einen deutlichen Rückgang gab es 2020 gegenüber dem Vorjahr bei den Beurkundungen von Geburten. Das Standesamt meldete insgesamt 461, 2019 waren es 499 gewesen. Die Zahl der Neugeborenen von Dammer Einwohnern belief sich auf 120 (151). Die Jungen waren da mit 68 klar in der Überzahl.

Bei den Mädchen waren die beliebtesten Vornamen Mia, Nele, Paula, Anni und Emilia; bei den Jungen Jonas, Luca, Paul, Emil, Hannes und Tom. Nur Jonas zählte schon 2019 zu diesen Namen.

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