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200 Musiker spielen in Oythe die ukrainische Nationalhymne

Auf Initiative des Musikvereins Oythe sind Orchester aus der Region zusammengekommen, um ein Zeichen für den Frieden zu setzen. Zuschauer und Musiker spendeten insgesamt 10.000 Euro für die Ukraine.

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Niko Förster dirigiert die mehr als 200 Musiker im Fußballstadion in Oythe. Foto: M. Niehues

Niko Förster dirigiert die mehr als 200 Musiker im Fußballstadion in Oythe. Foto: M. Niehues

Mit einer solch großen Resonanz war nicht zu rechnen: Mehr als 200 Musiker verschiedenster Orchester aus der ganzen Region folgten am Samstag dem Aufruf des Musikvereins Oythe, gemeinsam in Vechta anlässlich des Krieges in der Ukraine ein musikalisches Zeichen für den Frieden zu setzen. 

Im Fußballstadion an der Hasenweide in Oythe formierten sich die Musiker so, dass sie aus der Luft als großen Peace-Zeichen zu erkennen waren. Unter der Leitung von Niko Förster, Dirigent des Musikvereins Oythe, spielten die Instrumentalisten gemeinsam die Nationalhymne und den Hymnus Prayer der Ukraine. Die zahlreichen Besucher bedankten sich für den Einsatz mit großem Applaus.

10.000 Euro Spenden gesammelt

Es sei eine großartige Idee von Vereinsmitglied Johannes Hörnemann gewesen, zum gemeinsamen Spiel der ukrainischen Nationalhymne aufzurufen. Entstanden sei daraus eine "ganz, ganz große Sache". In eine große Spendentuba am Eingang des Sportplatzes konnten die Besucher Geldscheine werfen. In die Spendenaktion zugunsten der Menschen in der Ukraine flossen auch die Erlöse des Bratwurst- und Getränkeverkaufs, den der VfL Oythe durchführte. Es kam eine so große Summe zusammen, dass der Musikverein Oythe den Spendenbetrag mittels Einzelspenden von Oyther Bürgern auf 10.000 Euro aufrunden konnte.

Ein großes Dankeschön sprach auch Vereinsvorsitzender Heinrich Windhaus den Teilnehmern aus. Er zeigte sich beeindruckt, dass Orchester, Musikvereine und auch Einzelmusiker aus vier Landkreisen zusammengekommen waren. Es sei toll, dass so viele Musiker und Zuhörer den Ukrainern ihre Solidarität erweisen würden, betonte er.

Auch Bürgermeister Kristian Kater bedankte sich bei allen Engagierten. Es sei eine Stärke Vechtas, auf spontane Weise Hilfsbereitschaft zu entfalten, sagte er. Diese Hilfsbereitschaft hätten auch bereits die ersten geflüchteten Ukrainer erfahren, die nach einer Reise der Ungewissheit in Vechta angekommen seien.

Kater: Signal der Solidarität

77 Jahre, so Kater, habe in Europa Frieden geherrscht. Dies sei durch Putins Angriffskrieg gegen die Ukraine kaputt gemacht worden. Deshalb sei es wichtig, ein starkes Zeichen zu setzen, dass den Ukrainern Mut mache. Der Bürgermeister bedankte sich bei allen Teilnehmern für die musikalische Leistung. Es sei ein großartiges Signal der Solidarität und zeige allen betroffenen Menschen, dass sie in der Situation nicht allein seien. "Wir beten und hoffen, dass der Frieden in Europa wieder einzieht."

Alle Musiker formierten sich im Stadion so, dass sie aus der Luft als großes Peace-Zeichen zu erkennen waren. Foto: M. NiehuesAlle Musiker formierten sich im Stadion so, dass sie aus der Luft als großes Peace-Zeichen zu erkennen waren. Foto: M. Niehues

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