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14 neue Hunde sind bereit für die Jagd

Immer am 1. September führt der Hegering Steinfeld seine Hundeprüfung durch. Das erfolgreichste Tier stellte nun Burkhard Meyer aus Steinfeld.

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Freuten sich über die gelungene Prüfung: Jan-Bernd Klöker (von links), Hundeobmann Markus Pille, Ludger Kuhlmann, Prüftagsieger Burkhard Meyer, Hegeringsleiter Michael Nieberding und Dirk Rawe. Foto: Pille

Freuten sich über die gelungene Prüfung: Jan-Bernd Klöker (von links), Hundeobmann Markus Pille, Ludger Kuhlmann, Prüftagsieger Burkhard Meyer, Hegeringsleiter Michael Nieberding und Dirk Rawe. Foto: Pille

15 Hunde traten an; 14 haben es geschafft: Am 1. September fand die alljährliche Hundeprüfung des Hegerings Steinfeld statt. Ziel dabei ist es, die Hunde auf Jagdtauglichkeit zu überprüfen. 

Für die Durchführung der Prüfung verantwortlich waren Alfons Haskamp von der Kreisjägerschaft und Heiner Kampsen vom Jagdgebrauchshundeverein Vechta. Als Austragungsort dienten die Reviere Schemde, Lehmde und Holthausen in den Dammer Bergen. 10 Hundehalter ließen ihre Hunde die Herbstzuchtprüfung (HZP) durchführen, wovon ein Hund die Prüfung nicht bestand. Die Brauchbarkeitsprüfung absolvierten ein kleiner Münsterländer und ein Drahthaar, die Stöberprüfung dagegen war für 3 Terrier vorgesehen.

Jagdtauglichkeit wird überprüft

Markus Pille, Hundeobmann des Hegerings Steinfeld, erklärt den Sinn der Prüfung: "Bei der HZP und der Brauchbarkeitsprüfung wird überprüft, ob die Hunde für die Jagd geeignet sind." Das sei übrigens auch aus tierschutzrechtlichen Gründen so vorgeschrieben. Ohne entsprechende Prüfung dürften die Hunde bei der Jagd nicht eingesetzt werden.

Die Unterschiede zwischen der HZP und der Brauchbarkeitsprüfung seien nicht sonderlich groß, letztendlich seien nur einige wenige Fächer unterschiedlich, sagt Pille. Generell werde dort geschaut, ob der Hund gehorsam ist oder durch einen Schuss nicht zu stark eingeschüchtert wird. Zudem werde das Suchen und Bringen von geschossenem Wild, auch aus dem Wasser, überprüft. Bei der Stöberprüfung hingegen gehe es darum, ob der Hund in unübersichtlichen Gelände nach Wild suche und es dann dem Hundeführer zutreiben kann.

Ausbildung dauerte 4 Monate

Damit die Steinfelder Hunde für die Prüfung gewappnet sind, hat Pille die Tiere zusammen mit den Haltern über 4 Monate, immer 2 Mal in der Woche, für die Jagd ausgebildet. "Das war harte Arbeit", die sich am Ende aber gelohnt hätte. Auch der Steinfelder Hegeringsleiter, Michael Nieberding, war zufrieden mit dem Ergebnis und dankte den Hundehaltern und allen Beteiligten für die gezeigte Disziplin. 

Am Prüfungstag selbst sei einiges zu beachten, betont Pille: "Vor allem in diesem Jahr durch Corona." So habe es bei der Ganztagsveranstaltung mehrere Gruppen mit maximal 4 Hunden gegeben. "Sonst waren es bis zu 6 Hunde in einer Gruppe". Durch die Verkleinerung konnten die Abstandsregeln besser eingehalten werden, meint Pille. Denn: Nicht nur die Hunde, deren Halter und die Prüfer sind anwesend, sondern auch sogenannte Richter. "Die bezeugen am Ende, dass der Hund jagdtauglich ist", erklärt Pille.

Anspruchsvolle Vorbereitung der Prüfung

Außerdem nehme die Vorbereitungen "eine Menge" Zeit in Anspruch, berichtet Pille. So ist vor einer Prüfung eine Selbstanzeige beim Landkreis für eine Veranstaltung mit Hunden notwendig. Auch musste eine amtstierärztliche Bescheinigung für die Enten vorliegen, die bei der Wasserarbeit eingesetzt werden. „Auch die Teiche müssen abgenommen sein“, sagt Pille.

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