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10.000-Euro-Spende soll Sprachkurse für ukrainische Flüchtlinge finanzieren

Der Verein Vita bietet 15 Sprachkurse für ukrainische Flüchtlinge an. 150 Ukrainerinnen und Ukrainer lernen dort aktuell die Grundlagen der deutschen Sprache. Das könne aber nur ein Anfang sein.

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Symbolische Spendenübergabe: Neidhard Varnhorn (links) und Jutta Klaus (Kleebaumstiftung, 2. von links) lobten die Eigeninitiative der ukrainischen Flüchtlinge. Fidan Hensel und Franz-Josef Kettmann organisieren die Sprachkurse. Foto: Niemeyer

Symbolische Spendenübergabe: Neidhard Varnhorn (links) und Jutta Klaus (Kleebaumstiftung, 2. von links) lobten die Eigeninitiative der ukrainischen Flüchtlinge. Fidan Hensel und Franz-Josef Kettmann organisieren die Sprachkurse. Foto: Niemeyer

Sprache gilt als Schlüssel für eine gelungene Integration. Um den ukrainischen Flüchtlingen auch in Cloppenburg eine bessere Integration zu ermöglichen, bietet der Vereins "Vita – stronger together for peace and freedom" 15 Sprachkurse an, in denen aktuell etwa 150 ukrainische Flüchtlinge die deutsche Sprache lernen. Um die Finanzierung der Kurse zu sichern, hat die Kleebaumstiftung dem Verein nun 10.000 Euro gespendet. "Der Kleebaumstiftung liegt am Herzen, dass die Gesellschaft zusammenwächst", sagte Kuratoriumsmitglied Jutta Klaus. Dazu gehöre insbesondere auch die Integration von Flüchtlingen. "Wir wünschen ihnen, dass sie sich wohlfühlen in Cloppenburg", so Klaus.

Gemeinsam mit Bürgermeister Neidhard Varnhorn (ebenfalls Mitglied des Kuratoriums der Kleebaumstiftung) überreichte Klaus dem Geschäftsführer der Vita-Akademie in Cloppenburg, Franz-Josef Kettmann, symbolisch die Spende. Mit etwa 30 anwesenden Ukrainern bedankte sich Kettmann für die Spende, die eine schnelle und unbürokratische Hilfe für den Verein sei.

Flüchtlinge sollen alltägliche Ausdrücke lernen

Mit dem Geld könne der Vita-Verein drei Sprachkurse finanzieren, sagt Kettmann. Jeder Kurs läuft 3 Monate. 8 Stunden pro Woche lernen Dozenten mit den Ukrainern die Grundlagen der deutschen Sprache. Viele Flüchtlinge fangen ganz vorne mit dem Alphabet an, sagt Fidan Hensel. Die Höltinghauserin koordiniert die Sprachkurse. Man versuche, die Flüchtlinge auf das A1-Sprachniveau vorzubereiten, fügt Kettmann hinzu. Einmal auf diesem Niveau angelangt, beherrschen die ukrainischen Flüchtlinge alltägliche, einfache deutsche Ausdrücke und Sätze.

Sowohl Aussiedler als auch Flüchtlinge lernten mit den Flüchtlingen Deutsch, so Kettmann. So hätte der Verein zum Beispiel zwei Frauen aus der ukrainischen Großstadt Lwiw als Dozenten gewinnen können. Sie hatten zuvor Deutsch und Englisch in der Ukraine studiert und waren vor dem Krieg nach Deutschland geflohen. Alle Dozenten seien gleichzeitig auch Integrationshelfer.

Neidhard Varnhorn zeigte sich erfreut darüber, dass die Flüchtlinge Deutsch lernen wollen. Das sei wichtig, um sich mit den Cloppenburgern vor Ort verständigen zu können.

Großer Andrang zu Beginn, aber kaum Geld

Die Sprachkurse finden nicht nur in den Räumen der Vita-Akademie in Cloppenburg, sondern auch in Lastrup und Molbergen statt. Im Moment bekomme jeder einen Platz, sagt Kettmann. Der Verein finanziere die Kurse ausschließlich aus Spenden. So kauft er mit dem gespendeten Geld zum Beispiel Lernmaterialien. Auch die Dozenten werden aus dem Spendentopf bezahlt.

Am Anfang sei die Finanzierung der Kurse ein großes Problem gewesen, erklärt Kettmann. Der Andrang sei groß gewesen, bis zu 100 Flüchtlinge seien bei den ersten Infoterminen erschienen. Gleichzeitig habe es aber noch keine offiziellen Töpfe gegeben, aus denen der Verein die Sprachkurse hätte finanzieren können. Schließlich habe Varnhorn ihn auf die Kleebaumstiftung hingewiesen.

Letztlich könnten die 12-wöchigen Sprachkurse aber nur ein Anfang sein, sagt Kettmann. Das Ziel müsse sein, dass die ukrainischen Flüchtlinge in längerfristige Integrationskurse kommen.

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