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100 kostenlose Ladestationen: Kommunen im Landkreis Vechta verteilen "Wallboxen" für Elektroautos

Egal ob Verein, Verband oder Unternehmen: Alle können sich ab Montag um eine der kostenlosen Ladestationen bewerben.  Aber Achtung: Es gilt das "Windhundprinzip".

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Mehr Orte zum Aufladen: Der Landkreis Vechta verteilt ab 1. März 100 kostenlose Ladestationen für Elektroautos. Bewerben können sich Vereine, Verbände und Unternehmen. Foto: dpa /  Hoppe

Mehr Orte zum Aufladen: Der Landkreis Vechta verteilt ab 1. März 100 kostenlose Ladestationen für Elektroautos. Bewerben können sich Vereine, Verbände und Unternehmen. Foto: dpa /  Hoppe

100 neue Ladestationen für Elektroautos soll es künftig im gesamten Landkreis Vechta geben. Das ist das Ziel der neuen „Wallbox-Aktion“, die am Montag (1. März) landkreisweit startet. Die 10 Kommunen im Landkreis Vechta haben dabei unter der Leitung der Stadt Damme eine Aktion initiiert, bei der insgesamt 100 sogenannter Wallboxen an Gewerbebetriebe, Gastronomen oder Vereine vergeben werden. Das Besondere: Die Ladestationen sind kostenlos für die Antragsteller. Das teilten die Kommunen gemeinsam mit.

Für das Projekt wurden Wallboxen (bis zu 22 Kilowatt Ladeleistung) zum Laden von E-Autos angeschafft. Die Aktion ist ein Gemeinschaftsprojekt aller Kommunen im Landkreis Vechta, dem Landkreis selbst und dem Regionalen Entwicklungsmanagement der Leader-Region. Zudem ist auch die Stadt Vechta mit dem „Vechtaer Wasserwerk“ als bereits aktiver Betreiber von Ladesäulen beteiligt und übernimmt bei Bedarf beratende Funktionen.

Für jede Kommune stehen somit 10 Ladeboxen zur Verfügung. Die Verteilung erfolgt nach dem sogenannten „Windhundprinzip“ – die 10 ersten Bewerber pro Kommune erhalten eine Ladesäule. Falls eine Kommune keinen Bedarf mehr hat und nicht das gesamte Kontingent ausgeschöpft wird, besteht die Möglichkeit, die Wallboxen an andere Kommunen zu vergeben. Die Ladeboxen können von Unternehmen, Vereinen, Hotels, Gastronomen oder anderen kostenlos beantragt werden.

Die neuen Säulen müssen öffentlich zugänglich sein

Voraussetzung: Die Säulen müssen öffentlich zugänglich sein. Zusätzlich ist mindestens ein Kriterium aus einem Kriterienkatalog zu erfüllen, betont Roman Fehler, Klimaschutzmanager der Stadt Damme: "Die Interessenten müssen einen Antrag ausfüllen und durch Fotos, Rechnungen oder andere Nachweise zeigen, dass eines der geforderten Kriterien erfüllt ist. Wir haben jedoch bewusst versucht den Kriterienkatalog sehr schlank zu halten und die Hürden nicht zu hoch zu setzen. Wir wollen den Ausbau voranbringen und nicht stoppen." Er weist darauf hin, dass die Kosten für die Installation der Wallbox selbst getragen werden müssen.

Fehler hat gemeinsam mit dem Regionalen Entwicklungsmanagement der Leader-Region das Kooperationsprojekt auf den Weg gebracht. Der Betrieb der Wallbox soll öffentlich sein und klassisch an eine Abrechnungs-Software angeschlossen werden, sodass sämtliche Ladevorgänge über einen Dienstanbieter abgewickelt werden. Der Vorteil ist, dass unabhängig von der Uhrzeit Ladevorgänge möglich wären.

Interessierte wenden sich direkt an ihre Kommune vor Ort

Der Bürgermeister der Stadt Damme, Gerd Muhle, erklärt dazu: "Durch die Tatsache, dass der gesamte Landkreis beteiligt ist, wird der Ansatz des Kommunen übergreifenden Klimaschutzes hervorragend demonstriert." Und Landrat Herbert Winkel sagt: „Mit dem Ausbau des Ladenetzes für E-Fahrzeuge starten wir landkreisweit ein tolles Klimaprojekt. Klima- und Ressourcenschutz ist eine Aufgabe, die nur in Zusammenarbeit gelingen kann. Mit der Wallbox-Aktion zeigen alle Kommunen beispielhaft, wie gemeinschaftlicher Klimaschutz aussehen kann.“

Der Ausbau der Elektromobilität ist nicht nur auf bundespolitischer Ebene gewollt. Sie stellt zudem laut Mitteilung einen wichtigen Baustein im dezentralen Energiesystem der Kommunen dar. Denn in zehn Jahren soll die Zahl der strombetriebenen Fahrzeuge laut den Plänen der Bundesregierung auf bis zu zehn Millionen ansteigen. Neben der jüngst aufgestockten Umweltprämie für Elektrofahrzeuge ist auch der Ausbau der Ladeinfrastruktur ausschlaggebend für die Etablierung der Elektromobilität. Hier soll das Konzept des Leader-Antrags für die Wallbox-Aktion ansetzen.

  • Info: Alle Interessierten, die an der Aktion teilnehmen möchten, können sich direkt an ihre Kommune vor Ort wenden.

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