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Zwischen Dosenbier und Live-Musik: So genießen die Cloppenburger "Hurricane"

Hurricane ist, "wenn Tausende Menschen den Alltag ausblenden und zusammen eskalieren dürfen", sagt Klaus Bludau. Der Cloppenburger ist mit 6 Freunden 4 Tage live dabei.

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Endlich wieder Festival: Zahlreiche Menschen aus dem Oldenburger Münsterland feiern zurzeit beim Hurricane. Auch Torsten Kliefoth (links) und Christian Kellermann aus Cloppenburg sind nach Scheeßel gereist. Bis Sonntag finden dort Open-Air-Konzerte statt, unter anderem spielen "Seeed" und "Kings of Leon". Foto: Hermes

Endlich wieder Festival: Zahlreiche Menschen aus dem Oldenburger Münsterland feiern zurzeit beim Hurricane. Auch Torsten Kliefoth (links) und Christian Kellermann aus Cloppenburg sind nach Scheeßel gereist. Bis Sonntag finden dort Open-Air-Konzerte statt, unter anderem spielen "Seeed" und "Kings of Leon". Foto: Hermes

Endlich wieder Festival: Nach 3 Jahren Pause findet zurzeit das "Hurricane" in Scheeßel statt. Bis zu 78.000 Besucher sind vor Ort, auch einige Cloppenburger haben sich auf den Weg in das Örtchen zwischen Bremen und Hamburg gemacht, um 3 Tage Livemusik unter freiem Himmel zu erleben.

Nach der Anreise am Donnerstag mit einem Auto und einem Wohnmobil ging es für Torsten und Volker Kliefoth, Daniel Wiechert, Christian Kellermann, Klaus Bludau, Udo Hermes sowie den Autoren dieser Zeilen auf den Campingplatz. Zelten war früher, aber der Zahn der Zeit nagt offenbar auch an der Gruppe.

Die Routine sitzt auch nach der Pause noch. Platz suchen, aussteigen und gleich aufbauen. Der Pavillon wird gut gesichert, er ist für die nächsten Tage der Sonnen- oder Regenschutz.

"Besser geht es nicht", sagte Torsten Kliefoth nach der Ankunft und ersten Nacht. Auf der Autobahn nur teilweise stockender Verkehr, ein guter Platz auf dem Campinggelände und ganze 4 Stunden Schlaf seien ein guter Start. Als Headliner sind in diesem Jahr die Bands "Seeed" und "Kings of Leon" am Start. Weitere Gruppen wie "Deichkind", "Twenty One Pilots" und "KIZ" haben sich ebenfalls angekündigt.

Auf dem Campingplatz: Die Cloppenburger Gruppe hat sich für 4 Tage eingerichtet. Foto: HermesAuf dem Campingplatz: Die Cloppenburger Gruppe hat sich für 4 Tage eingerichtet. Foto: Hermes

Christian Kellermann hat sich auf die Live-Musik gefreut: "2 Jahre ohne Konzerte waren hart". Für ihn sei Festival, wenn er mit Freunden im Pavillon sitzt, Bier trinkt und sich auf die Konzerte am Nachmittag und Abend freuen kann. Die wichtigsten 3 Dinge, die er dabei haben muss, sind Freunde, Dosenbier und eine Zahnbürste.

Die beiden letzten Gegenstände nennt auch Volker Kliefoth, der zudem eine Pfeife im Gepäck haben muss. Auch für ihn sei wichtig, "endlich wieder mit den Jungs zusammenzusitzen und ein paar Scherze zu machen". Festivals verbindet er mit Wolkenbruch, nassen Klamotten, keiner Dusche und umgestürzten Dixis. Aber: "Mit täglich guter Laune."


Foto: Hermes
Foto: Hermes
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Foto: Hermes
Foto: Hermes
Foto: Hermes
Foto: Hermes

Torsten Kliefoth hatte sich auf das erste Bier im Campingstuhl gefreut, als alles aufgebaut war. Zudem könne er mal wieder durchschlafen. "Das ist mit 2 kleinen Kindern zu Hause fast nie möglich", sagt er mit einem Augenzwinkern. Das Hurricane bedeute für ihn, 4 Tage lang einfach mal raus aus dem Alltag zu kommen. "Ich kann den Kopf bei guter Musik und Dosenbier zusammen mit meinen Freunden frei kriegen", so Kliefoth weiter. Die 3 wichtigsten Dinge für ihn seien Campingstuhl, Luftmatratze und Dosenbier.

"Auf ein paar Tage und Nächte mit tiefgründigen Gesprächen ohne Sinn und Verstand und dabei noch vertraute alte und vielleicht auch coole neue Bands“, antwortete Klaus Bludau auf die Frage nach seiner Vorfreude. Für ihn sei Festivalzeit, wenn Tausende Menschen den Alltag ausblenden und zusammen eskalieren dürfen: "Das Leben ist schon ernst genug". Nach eigenen Angaben braucht er unbedingt einen Kompass, um seinen Pavillon wiederzufinden. Außerdem seien ein Regenponcho und Kopfschmerztabletten immer mit dabei.

Daniel Wiechert freute sich darauf, "in liebevoller Herrenrunde seinen geistigen Ergüssen freien Lauf zu lassen". Er wisse endgültig, dass er bei einem Festival ist, wenn 4 Tage lang die wichtigste Entscheidung sei: "Zuerst Bier oder Mockturtle". Mit in seinem Hurricane-Reisegepäck hat er nach eigenen Angaben ein Messer, Verbandszeug und einen Klappstuhl.


Fakten

  • Das Veranstaltungsgelände ist 15,4 Hektar groß, die gesamte Fläche mit Camping umfasst 207 Hektar.
  • Pro Tag sind 78.000 Besucher vor Ort.
  • Insgesamt wurden Bauzäune auf einer Länge von 40 Kilometern aufgestellt, zudem gibt es 1200 Dixi-Toiletten und 1000 Mülltonnen.

OM-hilft -  Helfen Sie mit! Das Oldenburger Münsterland hilft den Geflüchteten aus der Ukraine. Hilfsinitiativen, Wohlfahrtsorganisationen und viele mittelständische Unternehmen sind bereits dabei, die Hilfe vor Ort zu koordinieren. Und auch Sie können sich beteiligen. Wie und Wo? Das sagt Ihnen  die Webseite om- hilft.org

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