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"Zebu and the Gnus" brillieren in Krise mit  wohltuenden "Kurkonzerten"

Musik im Doppelpack lieferte die Friesoyther Band um Klaus-Dieter Hildebrandt im Kulturzentrum. Knapp 30 Songs, mitreißende Soli und satten Sound hörten die Fans bei zwei Veranstaltungen.

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Live in der Wassermühle: "Zebu and the Gnus" mit Klaus-Dieter Hildebrandt (vorne) als Gründer und Bandleader. Foto: Wimberg

Live in der Wassermühle: "Zebu and the Gnus" mit Klaus-Dieter Hildebrandt (vorne) als Gründer und Bandleader. Foto: Wimberg

Die „Kurkonzerte“ waren wohltuend, die Gäste griffen für die Kurtaxe gerne in die Taschen und „Zebu and the Gnus“ nach der coronabedingten Pause leidenschaftlich in die Tasten und Saiten. Die Krise ist zwar nicht ausgestanden, „aber es ist schön, dass wir wieder im Spiel sein können“, sagt „Zebu“ alias Klaus-Dieter Hildebrandt im Friesoyther Kulturzentrum „Alte Wassermühle“, wo er mit seiner Band Musik im Doppelpack präsentierte.

„Mit Love Potion No. 9“ von den „Clovers“ eröffnet er als Sänger den rund dreistündigen Abend und begleitet dann am Keyboard die starke Stimme von Anja Meiert, die bei Stings „Shape on my heart“ mit Ruth Shaw an der Geige brilliert und für warme Klänge während der ersten Lüftungsaktion bei der 2G-Veranstaltung sorgt.

Frontfrau fordert zum Tanzen auf

„Wir schrecken vor nichts zurück, auch vor Toto nicht“, kündigt die Frontfrau „Hold the line an“ und animiert das Publikum „nicht so schüchtern zu sein“ und zu tanzen. Bei Foreigners „Urgent“ sind dann  flippende Fans auf der kleinen Freifläche vor der Bühne. Es folgt Don Mc Leans „American Pie“, bei dem Thomas Hanisch erstmals von der E- zur Akustik-Gitarre wechselt und Heiner Schepers sich mit seinem traditionell weißen Handtuch durchs Gesicht wischt. Ein Ritual, das bei keinem Gig fehlt.

Starke Stimme: Anja Meiert aus Oldenburg beeindruckte mit den Gnus gesanglich. Foto: WimbergStarke Stimme: Anja Meiert aus Oldenburg beeindruckte mit den Gnus gesanglich. Foto: Wimberg

Der Schlagzeuger gehört neben „Zebu“ als Einziger zu den nach wie vor aktiven Gründungsmitgliedern der Gnus, die sich vor 36 Jahren zusammenschlossen. Schepers erinnert an den Flugzeugabsturz von Buddy Holly, der Mc Lean in seiner Hymne zur zentralen Liedzeile „The day the music died“ inspirierte. Der Friesoyther singt selbst das sich durch sanfte Töne auszeichnende Solo, bevor die Band kurz vor der Pause mit Citys Klassiker „Am Fenster“ durch die Welt fliegt.

In die 70er geht es im zweiten Teil unter anderem mit „Locomotive breath“ von Jethro Tull, das Peter Janssen mit einer fulminant-gefühlvollen Gitarren-Einlage virtuos in Szene setzt. Ein paar Jahre zuvor platzierten die „Mamas and the Papas“ den Pop-Folk-Hit „California Dreaming“ auf die Plattenteller. Zebu übernimmt den gesanglichen Part am Mikro und übergibt danach an Schepers für Americas „ A horse with no name.“

Mitreißend Ruth Shaws Violinen-Solo, das die Schattenseiten des amerikanischen Traums in „Hotel California“ mit Leichtigkeit überspielt. Bassist Wolfgang Hitschler serviert dazu professionell als Mann der tiefen Töne.

Nach Simon and Garfunkel setzen kölsche Klänge den Schlusspunkt

An eine Fahrt zum Frühstück nach Paris fühlt sich ein Gnus-Fan bei Melissa Etheridges‘ „Like the way I do“ erinnert, unvergessen bleibt auch „Purple rain“ von Prince, das den offiziellen Teil nach 24 Songs abschließt.

Die Band dankt Lukas Hanisch und Ludger Alberding für ihre Unterstützung hinter den Kulissen und freut sich über die lautstark geforderten Zugaben des Publikums. Zu „The Boxer“ von Simon and Garfunkel formiert sich deshalb zum Finale ein rund 100-köpfiger Chor und intoniert „Lie la lie“. Kölsche Klänge setzen dann in Friesoythe den endgültigen Schlusspunkt: „Verdamp lang her“ von BAP verbunden mit der Hoffnung, dass das nächste Konzert der Gnus nicht noch einmal verdammt lang her sein wird.

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