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"Wir wollen Eltern zum Vorsingen animieren"

Die Schnetkamp-Stiftung startet ein Projekt und verteilt Liederbücher für die Allerkleinsten in den Kinderarztpraxen. Hintergrund: Singen komme in Familien heute oft viel zu kurz.

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Trafen den richtigen Ton: Liederbücher für die Allerkleinsten überreichte Monika Schnetkamp (2. von links) an die Kinderarztpraxis Abel. Angestimmt von Jan-Gerd Blanke (rechts) und begleitet von Amelie Biemann und Alexander Abel als drittem Kindermediziner im Bunde, gaben sie ein Lied für Ida und Hedi, die Zwillinge von Nicole und Marcel Borchers, zum Besten. Foto: Willi Siemer

Trafen den richtigen Ton: Liederbücher für die Allerkleinsten überreichte Monika Schnetkamp (2. von links) an die Kinderarztpraxis Abel. Angestimmt von Jan-Gerd Blanke (rechts) und begleitet von Amelie Biemann und Alexander Abel als drittem Kindermediziner im Bunde, gaben sie ein Lied für Ida und Hedi, die Zwillinge von Nicole und Marcel Borchers, zum Besten. Foto: Willi Siemer

Gegen den Trend, dass heutzutage in Familien nur noch selten gesungen wird, stemmt sich die Dr.-Hildegard-Schnetkamp-Stiftung mit ihrem neuen Projekt. Gemeinsam mit dem Musikland Niedersachsen und der Niedersächsischen Sparkassenstiftung hat sie mit "Singen von Anfang an" ein Liederbuch für die Allerkleinsten entwickelt und gedruckt. Nun verteilt sie es. Um möglichst viele junge Eltern zielgerichtet erreichen zu können, wird das 40 Seiten starke und mit einem stabilen Einband versehene Buch über die Kinderarztpraxen an die Mütter und Väter abgegeben.

Monika Schnetkamp, die Geschäftsführerin der Stiftung ihrer Mutter, der Löninger Unternehmerin Dr. Hildegard Schnetkamp, überreichte in dieser Woche die ersten Exemplare an die drei Löninger Kinderärzte Alexander Abel, Amelie Biemann und Jan Gerd Blanke. Das Mediziner-Trio dankte für diese Initiative. "Babys lieben Musik. Das Vorsingen beruhigt, es fördert die Entwicklung und stärkt die Bindung an die Eltern", sind sich die drei über die positiven Effekte für die Säuglinge einig. Als besonders erfreulich hebt Alexander Abel hervor, dass nicht nur Lieder in deutscher, sondern auch türkischer, arabischer und plattdeutscher Sprache aufgenommen worden sind, um allen Eltern die Möglichkeit zum Vorsingen zu geben. Stifterin Dr. Hildegard Schnetkamp appellierte an die Mütter und Väter, keine Scheu zu haben, auch wenn nicht jeder Ton sitze.

QR-Code für Beispiele eine wichtige Hilfe

Die Stimme vermittele Geborgenheit und klangvolle und innige Nähe. Kinder liebten Musik, Lieder, Rhythmen, Geräusche und Wiederholungen, so Schnetkamp. Eine wichtige und wertvolle Hilfe, das Buch zu nutzen, ist auch ein QR-Code, mit dessen Hilfe man zu Hörbeispielen gelangt, sollte man sich bei den Melodien nicht mehr so ganz sicher sein. Auch bei allen gängigen Streaming-Anbietern sind die Lieder unter "Singen von Anfang an" zu finden. Die Fibel enthält 15 der bekanntesten und beliebtesten Kinderlieder, deren einfache Melodien und Texte schon von den Allerkleinsten gut aufgenommen werden können.

Klassische Schlaf- und Wiegenlieder wie "Weißt du, wie viel Sternlein stehen", Der Mond ist aufgegangen" oder "Schlaf Kindlein schlaf" laden ebenso zum Mitsingen ein wie die Klassiker "Bruder Jakob", "Auf der Mauer auf der Lauer" oder "Wie das Fähnchen auf dem Turme" und "Backe, backe Kuchen". Die Dr.-Hildegard-Schnetkamp-Stiftung setzt mit diesem ersten Erleben von Musik ihre Bemühungen fort, Kindern und Jugendlichen den Zugang zu musikalischer Bildung zu ermöglichen und schon früh das Interesse für Musik zu wecken. Zudem werden junge Musikerinnen und Musiker wie auch Musikprojekte im Oldenburger Land unterstützt. 

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