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Wie tickt das junge Oldenburger Münsterland? Ausstellung über die Region eröffnet

Malaika Winzheim vom kulturanthroposophischen Institut reiste umher und sammelte die kulturellen Highlights aus dem OM. Diese sind ab sofort im Museumsdorf Cloppenburg zu sehen.

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Der traditionelle Kilmerstuten wird für die Eröffnungsgäste serviert: Dr. Julia Schulte to Bühne (von links), Dr. Thomas Schürmann (KAI-OM), Malaika Winzheim, Dr. Michael Schimek (stellvertrender Direktor) und Prof. Dr. Christine Aka. Foto: Kessens

Der traditionelle Kilmerstuten wird für die Eröffnungsgäste serviert: Dr. Julia Schulte to Bühne (von links), Dr. Thomas Schürmann (KAI-OM), Malaika Winzheim, Dr. Michael Schimek (stellvertrender Direktor) und Prof. Dr. Christine Aka. Foto: Kessens

"Das gibt es ja wirklich", freute sich die Volontärin des kulturanthroposophischen Instituts im Oldenburger Münsterland (KAI-OM), Malaika Winzheim, als sie eine Kilmerstuten-Gruppe am Wochenende vor der Eröffnung der Ausstellung "Was geht?!- Von Feiern und Festen im Nordwesten" live erlebt hatte. Coronabedingt war sie fast 1,5 Jahre digital unterwegs und hat von zu Hause aus Interviews geführt und nach Sitten und Gebräuchen im Oldenburger Land geforscht.

Eine gelungene Ausstellung ist dabei herausgekommen, die in der Ausstellungshalle des Museumsdorfes ab sofort zu besichtigen ist. Museumsdirektorin Dr. Julia Schulte to Bühne begrüßte zur offiziellen Eröffnung zahlreiche Gäste und betonte dabei, dass das Feiern an Bedeutung gewinne, wenn man es nicht darf. "Das bringt einem zum Nachdenken", sagte sie. Es sei die erste Ausstellung und die erste Publikation in Zusammenarbeit mit dem KAI-OM.

Prof. Dr. Christine Aka freute sich über das Ergebnis der ersten Forschungen im KAI-OM, das sich mit der Alltagskultur in dieser Region beschäftigt, und sagte, gerade die Banalitäten auf der Welt, wie beispielsweise das Geburtstagsschild an einer Straße oder ein Kranz vor dem Haus, eröffneten Einblicke in die Verfasstheit einer Gesellschaft.

Fotografien gewähren Einblicke in Lebenswelten junger Menschen im OM

Per Schneeballsystem habe sich die Volontärin quer durch das Oldenburger Münsterland gearbeitet und zahlreiche digitale Kontakte geknüpft. Herausgekommen seien eine Gesellenstück-Ausstellung und ein zugehöriges Buch, die sich sehen lassen könnten, lobte die Professorin. Wie wichtig die verschiedenen Feste für Einzelne, aber auch für das soziale Miteinander seien, habe die Corona-Pandemie schmerzlich bewiesen, führte Winzheim aus. Anlässe wie Abschlussbälle oder besondere Geburtstage könnten nicht ohne Weiteres nachgeholt werden. "Dadurch entsteht für die Betroffenen eine Lücke im persönlichen Lebenslauf, die nicht einfach so geschlossen werden kann", sagte sie.

  • Info: In der Ausstellung, gefördert von der Oldenburgischen Landschaft, sind die gängigsten regionaltypischen Handlungen und Ereignisse junger Menschen im OM dargestellt. Zahlreiche Fotografien gewähren Einblicke in deren Lebenswelten. Das Buch zur Ausstellung ist im Verlag Museumsdorf Cloppenburg erschienen (ISBN 978-3-938061-44-2).

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