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Wie sich Lohnes Kleinkunstbühne bekannter machen will

Noch ist sie ein Geheimtipp. Das soll sich ändern. 2023 gibt es Open Stage, Jazz, Kabarett, ein Bandfestival, Plattdeutsche Lieder und Musicalabende mit Ehemaligen der Musical AG Lohne.

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Die Musicalabende mit Ehemaligen der Lohner Musical AG sind beliebt, berichtet Johanna Schmoll (vorne, links). Weiter im Bild (v.l.): Stefan Middendorf, Alexander Eik, Luisa Fangmann, Lars Fröhle, Carolin Schewe-Middendorf und Joana Köpke. Foto: Chaméleon

Die Musicalabende mit Ehemaligen der Lohner Musical AG sind beliebt, berichtet Johanna Schmoll (vorne, links). Weiter im Bild (v.l.): Stefan Middendorf, Alexander Eik, Luisa Fangmann, Lars Fröhle, Carolin Schewe-Middendorf und Joana Köpke. Foto: Chaméleon

„Premierenfieber“ hieß das erste Event der Kleinkunstbühne "Chaméleon", die 2022 im Rahmen der Lohner Kulturtage an den Start gegangen war. Johanna Schmoll (25) ist für die Veranstaltungsplanung zuständig. Sie zieht nun ein Fazit und blickt auf bevorstehende Events.

„Das erste Jahr hat zwei Seiten", sagt die 25-Jährige. Bei Künstlern sei die Kleinkunstbühne gut angekommen und der Bekanntheitsgrad steige kontinuierlich. Bei potenziellen Gästen sei die Einrichtung noch ein Geheimtipp, der über Mundpropaganda weitergegeben werde. „Die Bühne ist recht klein, aber das Angebot ist groß“, sagt die gebürtige Osnabrückerin und ergänzt: „Das drückt auch der Name 'Chaméleon' aus. Wir wollen alles anbieten, was möglich ist.“

Zwischen 85 bis 150 Personen haben Platz im Chaméleon. Programm gibt es meist am Wochenende, denn das Ganze wird ehrenamtlich gestemmt.

„Es geht darum, Menschen eine Bühne zu bieten, damit sie Erfahrung sammeln können.“Johanna Schmoll

Programmtechnisch steht als Nächstes eine "Open Stage" (3. Februar, 20 Uhr) an. Weitere werden folgen (3. März, 20 Uhr; 31. März, 20 Uhr). Die Künstler haben jeweils 5 bis 20 Minuten Zeit. „Es geht darum, Menschen eine Bühne zu bieten, damit sie Erfahrung sammeln können.“ Künstler und Inhalt werden im Vorfeld nicht verraten. "Open Stage" sei ein Überraschungsei. „Wir haben das Gefühl, dass das Konzept gut ankommt“, erzählt Schmoll.

Bleib Laut sind Peter Havers (links) und Benedikt Feldhaus (rechts). Hier bei einem Auftritt im Vechtaer Metropole-Theater mit InMotion zu sehen. Sie veranstalten einen Poetry Slam im Chaméleon. Foto: HeinzelBleib Laut sind Peter Havers (links) und Benedikt Feldhaus (rechts). Hier bei einem Auftritt im Vechtaer Metropole-Theater mit InMotion zu sehen. Sie veranstalten einen Poetry Slam im Chaméleon. Foto: Heinzel

"Lieder Lauter Lebeleien" lautet der Titel des Auftritt des Chanson- und Musikkabarettduos PRO&Müller (10. Februar, 20 Uhr). Die beiden Künstler verknüpfen ihre Lieder mittels szenischer Einschübe. Es werde ein lustiger Abend mit nachdenklichen Momenten, verspricht Johanna Schmoll. Den nächsten Auftritt bestreitet dann die alteingesessene Lohner Band „Gnadenbrot“ (11. Februar, 20 Uhr). Bandmitglied Ferdinand Hartke ist Stammgast im Chaméleon und fragte, ob seine Band einmal auftreten könne. Die Antwort war ein klares Ja. „Das ist unser Ziel, dass sich die Künstler bei uns melden“, sagt Johanna Schmoll. Die musikalische Bandbreite von Gnadenbrot reicht von Rock und Blues über Metal bis hin zu Schlager und Punk.

Eine Woche später kommt der Visbeker Chor "Chorage" (17. Februar, 19 Uhr). Gerade tritt er als Vorgruppe des Glenn Miller Orchestra auf und zeigte seine Swing-Künste. Letztere werden in Lohne die zweite Hälfte des Auftrittes bestimmen. In der ersten Hälfte werde es klassische Pop- und Rocksongs geben wie etwa „For the longest Time“ von Billy Joel, berichtet Johanna Schmoll.

Der Abend mit Musicallieder Und das Alles nur aus Liebe“ ist so begehrt, dass es mehrere Aufführungen (18. Februar, 19.30 Uhr; 19. Februar, 17 Uhr; 15. April, 19.30 Uhr) gibt. „Absolventen“ der Lohner Musical-AG singen über die Liebe und deren dramatische Seite. Da biete der Musicalbereich ja einiges, lacht Johanna Schmoll. Sie selbst sei für den lustigen Part zuständig.

Michael Pro (aka Michael Przewodnik) und Christian Tobias Müller (kleines Bild) nehmen das farb- und facettenreiche deutschsprachigenbrChanson- und Liedgut unter ihre Fittiche um es mit ihren eigenen Interpretation neu zu präsentieren. Foto: Chaméleon
Der Visbeker Chor Chorage swingt die zweite Hälfte seines Auftrittes. Foto: Chaméleon
Die Formation um den Liedermacher, Sänger und Gitarristen Otto Groote,(rechts), dem Gitarristen Matthias Malcher (links) und dem Bassmann Ralf Strotmann (Mitte), spielt seit über 10 Jahren in dieser Besetzung. Foto: Chaméleon
AKIO, ein Hannoveraner Künstler mit vietnamesischen Wurzeln, ist einer der wenigen Crooner in Deutschland, der seinem Vorbild Nat King Cole mit einer einzigartigen Show seinen Tribut zollt. Foto: Chaméleon
Die Texte von Maximilian Scheer sind klar, direkt und deutlich. Der Gesang kommt laut und rau. Dieser moderne Liedermacher trägt sein Herz auf der Zunge und Wut im Bauch. Foto: Chaméleon
Cantantes del Puerto: Martin Kühling (Gitarre) und Olaf Hackstedt (Cajon) spielen Musik von Status Quo und ACDC bis Green Day und den Ramones. Foto: Tino Trubel
Originalität und Authentizität bietet Scheinportrait über individuell angemalte Evergreens und die eigene Geschichte in Bildern und Klängen. Foto: Chaméleon
FloEffect ist ein Singer and Songwriter aus Vechta. Mit markanter Stimme und seiner Gitarre performt er selbstkomponierte deutschsprachige Pop- und Rocksongs. Foto: Chaméleon
Trio Delgado: Die drei jungen Musiker lernten sich im Rahmen ihres Musikstudiums in Osnabrück kennen. Dort entschlossen sie sich dazu, die Welt des Jazz als Klaviertrio zu entdecken. In ihrem aktuellen Repertoire beschäftigen sie sich mit den verschiedenen Facetten des traditionellen Jazz und spannen gleichzeitig einen Bogen in die heutige Zeit. Foto: Chaméleon
Die musikalische Bandbreite von Gnadenbrot reicht von von Rock und Blues über Metal bis hin zu Schlager und Punk. Foto: Chaméleon
Fuffzehn Mann auf des toten Manns Kiste: Zwei maritime Brüder und ihr angeheirateter Schwippschwagercousin erobern mit ihren ganz eigenen Interpretationen von Seemannsliedern die Unterhaltungswelt. Foto: Chaméleon

Das "Otto Grote Ensemble" (5. März, 16 Uhr) kommt für ein Konzert nach Lohne. Der Clou: Band und Chaméleonmitarbeiter backen Kuchen für die Besucher. Die Texte seien sehr bewegend, meint die 25-Jährige. „Ich glaube, es ist eine Veranstaltung für die ganze Familie.“ Das Ensemble wird auch einige Lieder auf Plattdeutsch singen.

Im April tritt mit "AKIO & Band" (1. April, 20 Uhr) dann der erste Wiederholungstäter im Chaméleon auf. Das Programm lautet dementsprechend: My Nat King Cole Story 2.0. Im selben Monat gewährt der Vechtaer Liedermacher Maximilian Scheer (21. April, 20 Uhr) einen Einblick in sein Schaffen. Danach kommen Bands aus Lohne und Umgebung zu einem Kleinkunst-Bandfestival (22. April, 19.30 Uhr) zusammen. Mit dabei sind "Cantatas del Puerto", "FloEffect" und "Scheinportrait". Nach diesem Rundumschlag wird es eine Jazznight im Chaméleon mit dem Trio "Delgado" (9. September, 20 Uhr) geben. Ende November klingt dann das Veranstaltungsjahr mit dem Poetry Slam von "Bleib Laut" (24. November, 20 Uhr) und einer stürmischen Shanty-Comedy-Seefahrt namens „Fuffzehn Mann auf des toten Manns Kiste“ (25. November, 19.30 Uhr) aus. Bei letzterem werden Shantys mit Reggae, Folk-Pop und Rock kombiniert und dazu gibt es eigene Kompositionen sowie Comedy und Tanzkunst.

Die Aufführungen des VR-Musicals sind in der obigen Auflistung nicht berücksichtigt, können aber über die Homepage der Kleinkunstbühne eingesehen werden. Bei einigen Veranstaltungen mit freiem Eintritt (Gnadenbrot, Chorage, Kleinkunst-Bandfestival) wird eine vorherige Anmeldung vorausgesetzt. Genauere Informationen, auch zu den Künstlern selber, finden sich auf der Homepage der Kleinkunstbühne. „Wir sind schon fast ganzjährig ausgebucht. Es gibt nur noch wenige freie Termine im September und Oktober“, sagt Johanna Schmoll.


  • Info: Weiteres über die Homepage, via Mail info@buehnentalente.de oder telefonisch donnerstags und freitags zwischen 10 und 17 Uhr unter 04442/9373330.

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