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Wie eine Baumchronik an die Geschichte Holdorfs und den Wassermangel erinnert

Zum 194. Geburtstag der Kommune wird das Kunstwerk eingeweiht. Es steht im Foyer des Rathauses.

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Sehr zufrieden mit dem Resultat: Die Holdorfer Künstlerin Marion Krause entwarf das Design für die Baumchronik. Foto: Böckmann

Sehr zufrieden mit dem Resultat: Die Holdorfer Künstlerin Marion Krause entwarf das Design für die Baumchronik. Foto: Böckmann

Es stand kein Jubiläum an, eine Feier verbietet sich in Corona-Zeiten sowieso. Doch so ganz ohne alles wollte Bürgermeister Dr. Wolfgang  Krug am Donnerstag den 194. Geburtstag der Gemeinde Holdorf nicht verstreichen lassen. Also weihte Krug zusammen mit dem Heimatvereinsvorsitzenden Bernard Echtermann im kleinsten Rahmen die von der Künstlerin Marion Krause entworfene neue Holdorfer Baumchronik ein.

Eine Baumchronik? Ja, genau. Im Foyer des Rathauses hängt nun  hinter einer Glasscheibe die Baumrinde von einer der vielen Eichen, die im vergangenen Jahr wegen Wassermangels in der Haveriede in Grandorf gefällt werden mussten. Zu den Jahresringen des mutmaßlich 1896 gepflanzten Baumes nimmt eine Chronik Bezug auf 42 wichtige Ereignisse in der Geschichte Holdorfs bis 2020.  

Enthüllten die Baumchronik: Bürgermeister Dr. Wolfgang Krug und Heimatverein-Vorsitzender Bernhard Echtermann. Foto: BöckmannEnthüllten die Baumchronik: Bürgermeister Dr. Wolfgang Krug und Heimatverein-Vorsitzender Bernhard Echtermann. Foto: Böckmann

Die Baumchronik ist quasi doppelt informativ. Sie zeigt einerseits die bewegte Geschichte der Gemeinde. Etwa die Eingemeindung in Neuenkirchen (1933) und die wiedererlangte politische Selbstständigkeit (1945), die Sturm- und Schneekatastrophen (1972 und 1979) oder die vielen Bauvorhaben. Andererseits parallel dazu eben auch den zunehmenden Wassermangel der Eichen als Sinnbild des Wassernotstandes in der Gemeinde. 

Die Baumchronik sei perfekt, "ganz so geworden, wie gewünscht", sagte Dr. Krug über die Arbeit von Marion Krause. Die Designerin sah das Endprodukt dieses "ungewöhnlichen Auftrags" selbst zum ersten Mal sah und war "freudig überrascht". Bernard Echtermann, früher selbst ehrenamtlicher Bürgermeister, lobte derweil die Idee seines Nachfolgers Krug, der bekanntlich ein ausgeprägtes Faible für Zahlen, Daten und Historisches hat.

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