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Wie ein Blasorchester ins musikalische Märchenland entführt

Das große Neujahrskonzert des Ensembles aus Handorf-Langenberg begeistert mit "Marsch bis Märchen" das Publikum. Es gab sanfte Töne, aber auch schauderhafte Klänge.

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„Volles Haus“ gab es zum Neujahrskonzert des Blasorchesters Handorf-Langenberg in der Barbara-Kirche. Selbst auf dem Orgelboden hörten Gäste zu. Foto: Röttgers

„Volles Haus“ gab es zum Neujahrskonzert des Blasorchesters Handorf-Langenberg in der Barbara-Kirche. Selbst auf dem Orgelboden hörten Gäste zu. Foto: Röttgers

Halb Handorf-Langenberg muss auf den Beinen gewesen sein, um beim Neujahrskonzert des Blasorchesters Handorf-Langenberg dabei zu sein. Denn alle Plätze waren in der St. Barbara-Kirche bei dem Auftritt belegt, selbst auf dem Orgelboden und in den Seitenschiffen nahmen die Zuhörer Platz. Die Vorsitzende Daniela Fangmann und Dirigentin Britta Rohlfing freuten sich bei der Reise von „Marsch bis Märchen“ daher über ein „volles Haus“.

Das anspruchsvolle Programm sei nach dem „großen Vorbild der Wiener Philharmoniker“ konzipiert, erklärte Rohlfing vorab. Stücke von Johann Strauss, aber auch von James Barnes und Thomas Doss – eben eine für das Neujahrskonzert typische Mischung – hatte die Dirigentin zusammengestellt.

Wiederkehrende Klänge und wundersame Begegnungen

Die Vorsitzende Fangmann wünschte den Gästen, dass sie durch diese „musikalisch verzaubernde Reise für eine Stunde von unangenehmen Gedanken in der weiten Welt befreit“ sein mögen und lud ein, sich „überraschen“ zu lassen. Sie stellte dar, dass der „Marsch“ mit seinen immer wiederkehrenden Klängen helfe, den Gleichschritt zu begleiten, und im Gegensatz dazu Märchen von „wundersamen Begegnungen“ erzählten.

Den schmissigen Auftakt machte die „Tritsch-Tratsch-Polka“ des österreichischen Kapellmeisters und Komponisten Johann Strauss, der seine Schnellpolka im Jahre 1858 komponierte und im selben Jahr uraufführte. „Wir wollen das neue Jahr schließlich richtig begrüßen!“, moderierte dazu die Dirigentin. Das Publikum bedachte bereits dieses erste Stück des Abends mit reichhaltigem und lang anhaltendem Applaus.

In die Musikwelt der zarten Töne entführte auch in das 4 Teile fassende phantastische Musikabenteuer „A Princess’s Tale“, das der Komponist Thomas Doss speziell für Blasorchester konzipierte. „Es gefällt mir, es ist ein Märchen und Thomas Doss erzählt eine märchenhafte Geschichte“, begründete Rohlfing ihre Musikauswahl dem begeisterten Publikum, das Musik zum Klatschen und Träumen präsentiert bekam.

Eine böse Königin und ein Happy End

Besonderer Clou: Vorab gab es die einzelnen Figuren des Märchenstückes solo als musikalische Kostprobe kurz zu hören: sanfte Töne bei Schneewittchen, schauderhafte Klänge für die böse Königin, beschwichtigende Töne für den gütigen Jäger und der eingespielte Rhythmus ließ das Publikum erahnen, dass 7 Zwerge auftraten, ehe natürlich im wahrsten Sinne des Wortes ein „Happy End“ durch die zauberhaft-magischen Klänge einer Hochzeit eingeläutet wurden.

Unter den Werken fanden sich neben dem Walzerkönig weitere Komponisten für Blasorchester wie beispielsweise auch James Barnes und Ralph Vaughan Williams, der unter anderem auch für die Filmmusik von „Scotts letzte Fahrt“ verantwortlich zeichnete. Weiter ging die musikalische Reise mit dem Konzertmarsch „Arsenal“ von Jan van der Roost, den der Komponist speziell für Blasorchester und anlässlich des 50-jährigen Jubiläums der „Harmonie van het Spoorwegarsenaal“ (Blasorchester des belgischen Eisenbahnerarsenals) arrangierte.

Ein weiteres Highlight bot das Blasorchester mit Harold Alens „The Wizard of Oz“. Den krönenden Abschluss bildeten gleich zwei weltberühmte Zugaben. Der „Radetski Marsch“ und „Flashdance“ läuteten dann schließlich das Ende eines stimmungsvollen Konzertes ein. Mit der Stückauswahl sorgte das Blasorchester Handorf-Langenberg auf seine gewohnt unterhaltsame Art und Weise für einen gelungenen musikalischen Auftakt ins neue Jahr.

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