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Wenn im Kloster nichts so ist, wie es zunächst scheint

"Im Kloster ist die Hölle los": Die Theater-Arbeitsgemeinschaft des Dammer Gymnasiums hatte mit ihrer Kriminalkomödie viele Lacher auf ihrer Seite.

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Bedrohliche Lage: Die angebliche Schwester Peregrina (rechts) hält die Schwestern Genista (Mitte) und Culina in Schach. Foto: Lammert

Bedrohliche Lage: Die angebliche Schwester Peregrina (rechts) hält die Schwestern Genista (Mitte) und Culina in Schach. Foto: Lammert

Lang anhaltender Beifall am Mittwochabend in der Aula des Dammer Gymnasiums: Alles richtig gemacht mit „Im Kloster ist die Hölle los“, attestierten die Zuschauer den Mitgliedern der Theater-Arbeitsgemeinschaft sowie Michael Sieve und Franz-Dirk Willenbrink, die als zuständige Lehrer die AG betreuen und bei dem Stück Regie geführt hatten.

Das Publikum fühlte sich von der spritzigen, von Kai Hinkelmann geschriebenen Kriminalkomödie, in der sich am Ende nichts als das herausstellt, als das es anfangs schien, bestens unterhalten. Nach zweijähriger Unterbrechung bei den Theateraufführungen in der Schule wegen der Corona-Pandemie war es eine gute Wahl gewesen, mal wieder auf „leichte“ Kost zu setzen, die oft so schwer überzeugend rüberzubringen ist.

Auf jeden Fall weiß der Zuschauer nach den gut 70 Minuten Spielzeit, dass ein Kloster längst nicht immer ein Ort des Guten sein muss, dass aber im Umkehrschluss zum Beispiel ein auf den ersten Blick ganz abgebrühter Killer ein höchst weiches Herz hat und eigentlich keiner Fliege etwas zu leide tun kann.

Da geht es zur Sache: Im Zuge der Ermittlungen verhört (von rechts) Kommissarin Valuzzi den Gangsterboss Jack und den vermeintlichen Killer Nick. Foto: LammertDa geht es zur Sache: Im Zuge der Ermittlungen verhört (von rechts) Kommissarin Valuzzi den Gangsterboss Jack und den vermeintlichen Killer Nick. Foto: Lammert

Überraschen lassen mögen sich die Zuschauer der beiden Vorstellungen an diesem Freitag und am Samstag – ebenfalls jeweils ab 19.30 Uhr in der Aula des Gymnasiums – zum Beispiel von der Obernonne Schwester Genista (ausgezeichnet dargestellt von Ann-Katrin Wernke), die im ersten Akt wie die Unschuld vom Lande daherkommt. Gemeinsam mit ihren Mitschwestern Dulcia (Madita Gerber), Culina (Lena Weddehage) und Pecunia (Kimberly Böning), die – der Name verrät es – für die Ordensfinanzen zuständig ist, hat sie ein Problem: Die Kasse ist leer, der Reparaturstau am Kloster ist groß.

Derweil ermittelt bereits seit 3 Jahren eine als Nonne Peregrina (Maria Winkelmann) getarnte Polizistin wegen Korruption – „Ich liebe die freie Marktwirtschaft. Alles ist käuflich“ –, während die 3 verhinderten Bankräuber Boss Jack (Annalena Moormann), der einfältige Luigi (Oliver Scherwitzki) und Killer Nick (Leon Hanker) im Kloster Zuflucht vor der Polizei suchen und zur Tarnung sich als Dachdecker verdingen. Da sagt Jack den wunderbaren Satz „Dachdecker decken Dächer, decken Dachdecker keine Dächer, dann ist das bedenklich“. Ihnen dicht auf der Spur sind die Kommissarin Valuzzi (Maleen Kröhnert) und Inspektor Rossi (Jusuf Özkaplan). Letzterer ist auch eine Figur mit ungeahnten Facetten.

  • Info: Platzreservierungen für die Vorstellungen an diesem Freitag und Samstag ab 19.30 Uhr sind per E-Mail unter der Adresse theater@gymnasium-damme.de möglich. Schüler zahlen 4 Euro Eintritt, alle anderen 8 Euro.

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